Viele Mythen ranken sich um die antike Ägyptische Kultur.

Rübezahl hat hier ein paar Informationen zusammengetragen.

 

   Bis heute konnten auch die Ägyptologen noch nicht alle Geheimnisse des Lebens dieser Menschen klären.

 

   Bauwerke und Schriften geben nur Fragmente frei und erlauben einen unvollständigen Einblick in die Zeit der Götter und Pyramiden.

 

   Selbst die Frage  wann genau und für wie lange diese Kultur existierte ist noch nicht abschliessend geklärt..

 

   Klar ist das Anfänge der Kunst - Literatur - Astrologie - Biologie - Medizin und vieles mehr ihre Wurzeln auch in der ägyptischen Lehre haben.

 

Ägyptisches

 

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Ägyptische Geschichte Allgemein

 

Geschichte


Die komplette 4000-jährige Geschichte des alten Ägyptens hier aufzuführen. ist nicht nur des Umfanges wegen nicht möglich, sondern auch wegen der Quellenlage. Es soll daher hier nur kurz das Prinzip erläutert werden, nach dem diese Einteilung erfolgte. Diese geht ebenfalls auf den Priester Manetho zurück. Er teilte die gesamte ägyptische Geschichte in 30 Dynastien auf, später erfolgte dann eine gröbere Aufgliederung in eine vorgeschichtliche Epoche, das Alte, Mittlere und Neue Reich sowie die Spätzeit, unterbrochen von den so genannten Zwischenzeiten. Der markanteste Unterschied bestand darin, dass während der Reichszeiten das Land vereinigt war und entweder von Memphis oder Theben aus zentralistisch regiert wurde, während es in der übrigen Zeit in viele kleine Fürstentümer zerfiel oder das Land unter Fremdherrschaft geriet. So wie bei der Besetzung durch die aus dem Osten in das schwächelnde Reich eindringenden Hyksos in der 2. Zwischenzeit zwischen dem Mittleren und dem Neuen Reich (ca. 1650.1542 v.u.Z, 15. und 16. Dynastie), die die im östlichen Nildelta liegende Hauptstadt Auaris gründeten.

Es gibt gerade in neuerer Zeit Versuche, die Gesamtlänge der ägyptischen Geschichte durch die Behauptung, viele der nacheinander regierten Könige hätten in Wirklichkeit zeitgleich als Mitregenten auf dem Thron gesessen, drastisch zu verkürzen. Das aber sind nur wenig realistische Zahlenspielereien, denn auch sie unterliegen dem allgemeinen Quellenproblem, zudem sprechen Untersuchungen wie die C14-Methode eher dagegen. Einen schlüssigen Beweis für die These, die ägyptische Geschichte sei wesentlich kürzer als bislang angenommen, sind deren Befürworter bislang schuldig geblieben.

Chronologie


Will man historische und kulturelle Entwicklungen, die geschichtliche Abfolge bestimmter Ereignisse oder einfach nur die Regierungszeiten bestimmter Könige im alten Ägypten rekonstruieren, kommt man nicht umhin, sich Gedanken über die Zeitrechnung im Hapiland zu machen. Eine systematische Aufzeichnung kannte man nämlich seinerzeit noch nicht, auch keine Jahreszählung. Wollte man ein bestimmtes Ereignis wie einen Eroberungsfeldzug, eine Expedition in das Geheimnis umwitterte Weihrauchland Punt (das nach neuesten archäologischen Forschungen möglicherweise am Ufer des Sambesi in Simbabwe lag) oder den Bau eines Tempels datieren, schrieb man z.B. Regierungsjahr 9 des Königs xyz. Mit jedem neuen König begann die Rechnung von neuem.

Erschwerend kommt hinzu, dass Könige gleichen Namens sich nicht durch Hinzufügen einer Ziffer voneinander unterschieden, sondern durch ihren königlichen Beinamen, der in der Namenskartusche festgehalten war. Kann diese nicht übersetzt werden, da sie unvollständig oder teilweise zerstört ist, wissen die Ägyptologen nicht, in welche Epoche der jeweilige König einzuordnen ist. Da zudem nicht alle Gottkönige bekannt sind, klaffen teilweise riesige Lücken in der Geschichtsschreibung, die nur durch Ausgrabung entsprechender Dokumente, die Entdeckung von Inschriften im Sand verschwundener Bauwerke oder dem Auffinden entsprechender, in den Kellern irgendwelcher Museen lagernden und verschollen geglaubten Papyri geschlossen werden können. Noch viel schwieriger ist die Datierung bei weniger bedeutenden Persönlichkeiten aus der ägyptischen Geschichte.

Hilfreich für jedwede Art von Datierungen sind die sog. Königslisten, d. h. Zusammenstellungen der Regierungszeiten verschiedener Pharaonen. Allerdings ist gerade die berühmteste von allen, die von Manetho aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert, nicht die genaueste. Er war ein Priestergelehrte, beherrschte die Hieroglyphenschrift und griechisch und lebte im Sebennytos-Tempel in Samanûd im Nildelta, dem fruchtbaren Dreieck in Unterägypten. Über Manetho selbst ist nur wenig überliefert, manche Ägyptologen sehen in ihm auch einen Priester aus Heliopolis, dem altägyptischen On, nordöstlich des heutigen Kairo, wo der Sonnengott Atum (auch Chepri und Rê-Harachte) verehrt wurde. Insgesamt acht überlieferte Schriften werden ihm zugeschrieben, nur einen Teil davon dürfte er tatsächlich selbst verfasst haben.

Seine bedeutendste Schrift war die Aigytiaka, eine Art Geschichte des Landes. Leider ist das Original verschollen und alles, was heute über sie bekannt ist, stammt aus Abschriften und Zusammenfassungen späterer Autoren wie dem jüdischen Geschichtsschreiber Josephus (1. Jahrhundert nach der Zeitenwende), Julius Africanus um 220 n. Chr., dem Bischof Eusebius von Caesarea um 320 n. Chr und einem Mönch namens Georgios oder Synkellos aus Byzanz, dessen Interpretation um 800 entstanden ist. Lediglich die Einteilung der altägyptischen Geschichte nach Dynastien und die Namen der Könige wurden übernommen und in der heutigen Wissenschaft beibehalten, selbst die Regierungszeiten der hier genannten Herrscher und alle weiteren Begebenheiten gelten mittlerweile als äußerst unsicher. Da das Original nicht zur Verfügung steht, kann man selbst über die Plausibilität der dynastischen Einteilung spekulieren.

Als weitere Quellen für die Rekonstruktion gelten das Turnier Königspapyrus aus dem Neuen Reich (ca. 1550-1080 v.u.Z.) oder die steinernen Tafeln aus Abydos, Sakkâra, Karnak, der Stein von Palermo (Altes Reich, 1.-5. Dynastie). Doch auch hier gibt es gleich mehrere Haken: Das Turiner Papyrus ist nur fragmentarisch erhalten, alle anderen dienten religiösen Zwecken und enthalten nur Namen, aber keine Zeitangaben. Dadurch wird es sehr schwer zu entscheiden, nicht nur wann welcher König regiert hat, sondern welcher Mitregent von einem anderen war. Betrachtet man die vorliegenden Schriftquellen, so kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass alle Herrscher nacheinander an der Macht waren. Dem ist aber mitnichten so. Manch ein Gottkönig ließ aus Inschriften die Namenskartuschen seines Vorgängers entfernen oder stattdessen seinen eigenen Namen einsetzen - Geschichtsfälschung pur also!

Eine Möglichkeit für eine Datierung ergibt sich im Zusammenhang mit dem altägyptischen Kalender, über den im Detail noch berichtet wird. Hier nur soviel: Der Neujahrstag sollte mit dem Frühaufgang des Sothis (Sirius) zusammenfallen, der von alters her den Beginn der fruchtbaren Nilschwemme ankündigte. Aufgrund der Tatsache, dass ihm eine Schaltregelung fehlte, war das aber nur alle 1461 Jahre der Fall. Für das Jahr 139 n. Chr. ist ein derartiges Ereignis belegt. Nun könnte man einfach die Aufzeichnungen durchsehen, bestimmen, an welchem Tage Sothis nach einer längeren Zeit der Nichtsichtbarkeit wieder am Morgenhimmel auftauchte und eine Chronologie erstellen, aber: Das Quellenmaterial ist nicht nur dürftig und unvollständig, sondern auch häufig nicht sehr genau.

Es konnten auf diese Weise bisher nur sehr wenige Sothisaufgänge datiert werden, so z. B. 1872 bzw. 1875 v.u.Z. im Regierungsjahr 7 des Königs Sesostris. III.

Dadurch konnte für das Neue Reich eine fast vollständige Chronologie erstellt werden, für das Alte und das Mittlere Reich bzw. die Zwischenzeiten liegen jedoch keine Aufzeichnungen vor.

Der altägyptische Kalender

Das Kalenderwesen der alten Ägypter war, verglichen mit dem heute gebräuchlichen, sehr viel einfacher, überschaubarer, aber auch ungenauer, wie wir noch sehen werden. Abgesehen von der Tatsache, dass die Jahreszählung mit jedem neugekrönten König wieder bei 0 anfing, umfasste ein altägyptisches Jahr genau 365 Tage, die zu 12 Monaten mit jeweils 30 Tagen (10 Tage pro Woche!) und 5 Zusatztagen am Jahresende gegliedert waren. Darüber hinaus kannte man drei feste Jahreszeiten zu je vier Monaten, die an das natürliche Leben im Laufe eines Jahres gekoppelt waren: Überschwemmung, Winter und Sommer.

Der ägyptische Kalender war vor allem ein landwirtschaftlicher. Es lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren, wann er das erste Mal offiziell benutzt wurde, wer ihn ersonnen hat und vor allem wann dies war. Als sicher darf angenommen werden, dass man ihn benötigte, um die Zeiten der Aussaat, der Ernte und der für die Bewohner des Nillandes ungemein fruchtbaren Nilschwemme vorhersagen zu können. Ein möglicher (aber kein zwingend notwendiger) Einstiegspunkt ist der Zusammenfall des offiziellen Neujahrstages mit dem ersten Wiedererscheinen des Sothis (Sirius).

So einfach der Kalender war, er kannte keine Schaltregelung und so klafften die Zeitpunkte des Neujahrstages und das die Nilschwemme ankündigende erste Auftauchen des Sirius in der Morgendämmerung immer weiter auseinander, bis nach Ablauf von 1461 Jahren wieder die gleichen Bedingungen gegeben waren (Sothis-Periode). Dies trat beispielsweise im Jahr 139 u. Z. ein. Nun lässt sich beliebig weit zurückrechnen, doch den Zeitpunkt, wann der Kalender eingeführt wurde, haben wir damit nicht gefunden. Überdies störte offenbar die Diskrepanz im Kalender den Ägypter herzlich wenig, weshalb auch keine ernsthaften Anstrengungen unternommen wurden, um den Fehler zu bereinigen.

Die erste Korrektur, die Einführung einer Schaltregel wurde 238 v. u. Z. mit dem Dekret des Canopus durch den ägyptischen König Ptolemäus III. Euergetes erlassen, in dem festgelegt wurde, dass alle 4 Jahre das Kalenderjahr 366 Tage lang war.

Neben diesem Sonnenkalender wurde zumindest in den ersten Dynastien des Alten Reiches auch ein reiner Mondkalender verwendet. Anders jedoch als etwa bei den Babyloniern im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, die ihren jeweiligen Mondmonat mit dem ersten Sichtbarwerden der schmalen Sichel nach Neumond begann, fiel im Nilland der 1. Tag des Monats auf den ersten Tag des Verschwindens der Mondsichel vor Neumond. Die zwangsläufigen Abweichungen – da im Mondkalender das Jahr nur 354 Tage hat – wurden durch einen willkürlich eingefügten Monat ausgeglichen, wenn dies aufgrund der zu großen Abweichungen gegenüber den drei Jahreszeiten notwendig wurde. Bis wann der Mondkalender im Gebrauch war und wann und warum man sich entschloss, einen Sonnenkalender zu verwenden, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall war er wohl für lange Zeit parallel zum letzteren im Einsatz.

Der ägyptische Mondkalender hatte eine analoge Einteilung zum Sonnenkalender: Drei feste Jahreszeiten (Überschwemmung, Saat und Ernte) mit 12 Monaten zu je 4 Monaten. Die 11 Tage Differenz zum nächsten Neujahrstag, ebenfalls festgemacht am heliakischen Aufgang des Sirius, wurden schlicht „Tage des Sirius-Aufgangs“ genannt und entsprechend festlich begangen.

Das Grab des Wesirs Rechmire in der Nekropole Thebens, der den Königen Tuthmosis III. (1470-1439 v.u.Z.?) und Amenophis II. (1439-1413 v.u.Z.) diente, zeigt bildreich die Aufgaben eines höchsten Verwaltungsbeamten in der ägyptischen Hierarchie. Es gehörte zu seinen Aufgaben, neben der Eintreibung von Steuern, der Rechtsprechung oder der Bearbeitung von Eingaben an den König dafür zu sorgen, dass ihm alle beobachteten Naturerscheinungen, insbesondere der Frühaufgang des Sothis, des Sirius, rechtzeitig mitgeteilt wurde, der in jedem Jahr den Beginn die für das Land so überaus wichtige Nilschwemme ankündigte. Damit wurde die Festlegung des Neujahrstages zu einer wichtigen staatlichen Aufgabe.

Schöpfungsmythen


Gleichsam vielschichtig wie die Vorstellungen über das Weltbild waren die ägyptischen Schöpfungslehren und –mythen, die in erster Linie naturalistisch waren, also aus einer Verbindung zwischen Naturbeobachtung und Religion hervorgingen.

Eine im alten Ägypten weit verbreitete Ansicht über die Entstehung der Welt ist möglicherweise aus der Beobachtung hergeleitet, dass während des Rückganges des Wasserstandes nach der Nilschwemme Schlammhügel zwischen den Wasserflächen auftauchten. Da dieser Vorgang am auffälligsten im Delta zu beobachten war, hat dieser Schöpfungsmythos hier wohl seinen regionalen Ursprung.

So entstand die Welt aus einem schlammigen Urhügel. Aus den unendlichen, weltumspannenden Wassermassen stieg schließlich der Schöpfergott empor, indem er die Essenzen im Wasser in sich vereinigte und schuf danach die Welt. Bis zu diesem Punkt sind sich die meisten Mythen einig, doch im weiteren Ablauf der Gestaltung der Welt treten mehr oder weniger deutliche Unterschiede zu Tage.

In Hermopolis, 300 km südlich vom heutigen Kairo entfernt, am linken Nilufer liegend, glaubte man, dass der Urhügel vom Schöpfergott Thot ein Ei empfing, dem die junge Sonne entsprang und zum Himmel aufstieg. Danach rangen verschiedene, tiergestaltige und furchterregende Gottheiten um die Vorherrschaft auf Erden, bis sich eine gültige Weltordnung einstellte.

Ebenfalls in Hermopolis existierte die Vorstellung, dass eine Lotosblüte auf den Urhügel fiel, ihren Kelch öffnet und einen jungen Sonnenknaben frei ließ, der ebenfalls zum Himmel empor kletterte und mit seinem Licht die Welt erhellte. Am Abend kehrte der Knabe dann zum Lotoskelch zurück, um ihm am kommenden Morgen wieder zu entsteigen.

In der Sonnenstadt Heliopolis, nordöstlich des heutigen Kairo am Rande der lybischen Wüste, entstand der Schöpfungsgott Atum aus dem Nichts. Ais seiner Hand schuf er dann den Luftgott Schu und die Göttin der Feuchtigkeit Tefenet. Aus ihnen bildeten sich wiederum zwei Götter: Der Erdgott Geb und der Himmelsgott Nun.

Abweichend von den Naturgöttern sah man im Memphis, für viele Dynastien Hauptstadt im Alten, Mittleren und Neuen Reich, an der Grenze zwischen Ober- und Unterägypten gelegen, immaterielle anstelle von Naturgöttern wirken. Der Menschen gestaltige memphitische Stadt- und Schöpfergott Ptah ließ die Welt durch die ihm inne wohnende Kraft entstehen, sein Herz brachte die Erkenntnis in die Welt, seine Zunge schuf durch Worte die Elemente der Schöpfung, aus der dann die Welt hervor ging.

Neben diesen Haupt-Weltentstehungslehren gab es weitere, die oft aber nur in einigen wenigen Regionen Ägyptens eine mehr oder minder starke Bedeutung hatten. In Sais, das besonders während der 26. Dynastie und den Königen (664 bis 525 v.u.Z.) Bedeutung erlangte, übernahm man unverändert den memphitischen Mythos und setzte an die Stelle des Ptah die Stadtgöttin Neith.

An verschiedenen Orten meinte man, der Widder gestaltige Gott Chnum habe die Welt mit all ihren Formen und Lebewesen auf der Töpferscheibe modelliert. Die Götterlehre von Edfu, einer Stadt, 100 km südlich von Luxor, nahm für sich in Anspruch, dass die Welt aus einem im Nil schwimmenden Gestrüpp aus Binsen entstand.

Allen Vorstellungen ist ein naturalistischer Mythos vom Ursprung der Welt zu eigen, der auch in späterer hellenistischer oder römischer Zeit nicht den Sprung zum Logos schaffte, zu einer logischen Form der Welterklärung. Selbst der Kontakt mit Fremdvölkern, die verschiedenen Fremdherrschaften in den so genannten Zwischenzeiten führten nicht zu einer wesentlichen Abkehr in den religiösen Überlieferungen.

Das Weltbild der alten Ägypter


war recht einfach strukturiert. Mittelpunkt der Welt war der Nil, der auch den Mittelpunkt des täglichen Lebens der alten Ägypter bildete. Bezeichnend für die Vielgötterkultur war die friedliche Koexistenz mehrerer regionaler Götter nebeneinander, die zu unterschiedlichen, im Grundtenor aber fast immer gleichen, Regionalgöttern führte. Einer kreisrunden, flachen Scheibe gleich, die auf einem riesigen Weltenmeer schwamm, wurde sie von dem Fluss in der Mitte durchschnitten. Geschaffen nach der Götterlehre von Hermopolis von einer Achtheit, in der vier Götterpaare für die Erschaffung des Wassers (Nun und Naunet), der Unendlichkeit (Huh und Hauhet), der Finsternis (Kuk und Kauket) und des Verborgenen (Amun und Amaunet) sorgten. Nun war gleichsam für die Erschaffung der Welt verantwortlich und ließ noch immer den Regen herabfallen und den Nil ansteigen.

Eine Gruppe von neun Göttern bestimmte in Heliopolis das Leben der Nilbewohner. Der in direkter Linie vom Schöpfungsgott Atum abstammende Luftgott Schu stützte, auf dem Rücken liegend, den Himmel ab und trennte Geb, die Erde, von Nut, dem Himmel, der gleichsam Gemahl der Geb war. Nut war darüber hinaus für die Entstehung der Winde zuständig.

Man kannte bereits die vier Himmelsrichtungen, wobei Ost und West die Grenze zum All bildeten, da hier die Sonne aufging und wieder in der Unterwelt versank. Nord und Süd hatten demgegenüber kaum eine Bedeutung und wurden mit den so genannten Fremdländern wie Kusch, Nubien, das sagenumwobene Weihrauchland Punt oder Syrien, gleichgesetzt.

Die Vorstellungen über die Unterwelt waren ebenso vielschichtig, wie die vom Oberirdischen. Einmal war es eine spiegelbildliche Welt, dann wieder ein unendlicher Ozean, in dem die Sonne eintauchte und sich für den neuen Tag erholte, ihrer Wiedergeburt. Einige dieser Vorstellungen war denn auch identisch mit dem Jenseits, von dem man glaubte, dass das irdische Leben dort fortgesetzt wurde und weshalb auch die Gräber der Pharaonen, wie die der einfachen Arbeiter Beigaben enthielten, um ihnen das Leben in der Unterwelt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Diese Weltsichten stammten vermutlich noch aus vorgeschichtlicher Zeit, als sich die ersten Jäger und Sammler im fruchtbaren Nildelta niederließen. Trotz mannigfaltiger Eroberungsfeldzüge und dem Kontakt mit anderen Völkern änderte sie sich aber nur geringfügig und blieb prinzipiell bis zur griechisch-hellenistischen Epoche nahezu unverändert erhalten. Dass die Ägypter vielfach an alten, überkommen erscheinenden Weltvorstellungen festhielten und für neue Sichtweisen kaum empfänglich waren, liegt auch in der Lage des Landes begründet.

Abgeschieden entlang des Nillaufs trennte sie die lybische Wüste im Westen und die Berge im Osten, dem Mittelmeer im Norden und dem gefahrvollen Süden (außer bei Strafexpeditionen oder Eroberungen traute man sich nie, weit in die südlicher gelegenen Teile des Kontinents vorzustoßen), von anderen Kulturen ab, was sich dann in den Köpfen festsetzte.

Astronomie


Welche astronomischen Kenntnisse die alten Ägypter wirklich besaßen, ist nur in wenigen Fällen mehr oder minder genau bekannt. Die Himmelsrichtungen waren ihnen ebenso bekannt wie die Auf- und Untergangspunkte der Sonne zu bestimmten Zeiten. Einige der Pyramiden, wie die Cheops-Pyramide werden oft als eine Manifestation astronomischen Wissens angesehen, die Anordnung der drei Pyramiden von Gizeh gar mit den drei Gürtelsternen des Orion in Verbindung gebracht. Tatsache ist, sie wurden tatsächlich nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und nicht nur die, sondern auch die Umfassungsmauern des angegliederten Tempels. Alles andere ist sehr umstritten, sowohl was die Ausrichtung des großen Ganges der Cheops-Pyramide betrifft, als auch die räumliche Koordination. Eine Orientierung der Großen Pyramide des Cheops nach dem damaligen Polarstern, wenn es denn zum Zeitpunkt des Baues überhaupt einen gab, der hell genug war, kann auch durch die Beobachtung zirkumpolarer Sterne oder Schattenwürfe erfolgt sein. Aber genau in dieser Frage scheiden sich wieder die Geister der Ägyptologen.

Einige sehen in den Bauwerken Altägyptens an jeder Hausmauer, besonders bei religiösen Bauwerken, Zeugnisse astronomischer Kenntnisse, während andere genau das verneinen. Wir haben es hier mit einem grundlegenden Problem zu tun, da in der Ägyptologie, wie in allen anderen Kulturwissenschaften auch, die Befunde interpretiert werden müssen. Und wenn ein Wissenschaftler in einer Ausrichtung oder der Form eines Bauwerkes die Manifestation astronomischer Kenntnisse sieht, so ist damit mitnichten entschieden, dass es sich auch tatsächlich um tiefergehendes Wissen handelt.

Zum einen darf man hier nicht den Wissenschaftsbegriff unserer Tage als Messlatte ansetzen, zum anderen war die Welt der Ägypter eher von mystischem Wirken verborgener Mächte gekennzeichnet als von dem Ringen um Erkenntnis wie bei den Babyloniern oder den antiken Griechen. Daher ist eher von einer mythologisch geprägten Sternkunde, die der Sterndeutung sehr nahe stand, auszugehen, als von einer von Ernsthaftigkeit gezeichneten Wissenschaft.

Die Götter des antiken Ägypten

Die wichtigen Götter der Ägypter

A

Anubis:  

Schutzgott der Balsarmierer. Er tritt in Gestalt eines Hundes oder Schakals auf.

Man sagt, dass er ursprünglich der vierte Sohn von Re sei. Aber später wird er als Sohn des Osiris und der Nephthys genannt. Nephthys soll ihn in den Sümpfen des Nils versteckt haben, damit ihn Seth, ihr Gatte, nicht findet. Isis fand Anubis und zog ihn auf. Er begleitete Osiris auf seinen Reisen durch die Welt, wo er seine Lehren verbreitete. Nach dem Tod von Osiris kümmerte sich Anubis um dessen Leiche. Er wickelte sie in Tücher ein und somit war Osiris die erste Mumie. Anubis galt auch als Erfinder der Begräbnisriten, als Herr der Mumifizierung. Er richtete auch über die Toten und führte sie vor den Thron des Osiris. Er wird als Schakal oder als Mensch mit einem Schakalkopf dargestellt.

 

A

A

Apis:

Heiliger Stier (Symbol der Fruchtbarkeit) Er wurde in Memphis verehrt.

Apis wird auch gelegentlich als Hapi bezeichnet. Er ist das wichtigste heilige Tier von ganz Ägypten. Er wurde hauptsächlich in Memphis verehrt. Ihm wurde gegenüber des Ptah ein Tempel gebaut. In der Gestalt eines lebenden schwarzen Stieres wurde er als Reinkarnation oder als »glorreiche Seele« von Ptah angesehen. Dieser hatte eine jungfräuliche Kuh mit Feuer befruchtet und wurde dann als Stier wiedergeboren. Apis wurde jeden Tag ins Freigehege der Tempelanlage geführt. Die Priester konnten durch seine Bewegungen die Zukunft vorhersagen. Meistens starb der Stier eines natürliches Todes. Aber wenn er das 25. Lebensjahr erreicht hatte, wurde er in einem Brunnen ertränkt. Nur zwei Mal wurde er von den Persern umgebracht. Die Priester wählten den Stier nach bestimmten Merkmalen aus. Er mußte ein weißes Dreieck auf der Stirn haben und einen Fleck in Form eines zunehmenden sichelförmigen Mondes auf der rechten Seite. Apis‘ Verehrung war so groß, das sein Körper mumifiziert wurde und eine große Zeremonie statt fand, wobei er in einem großen Sarkophag begraben wurde.

A

 Amun:

Schöpfergott, Fruchtbarkeitsgott. Seine heiligen Tiere sind die Gans und der Widder.

Er wurde als König der Götter bezeichnet und in Theben als Fruchtbarkeitsgott verehrt. Seine Bedeutung stieg ständig und stetig. Die Pharaonen setzten ihn schließlich als Staatsgott ein. Er wird meistens mit einer Krone aus zwei langen Federn oder manchmal mit einem Widderkopf dargestellt. In der 18. Dynastie verschmolz er dann mit Re zu Amun-Re. Die Pharaonen Thutmosis III und Amenhotep III bezeichneten sich als seine Söhne. Also Sohn des Amun. Er soll ihnen geholfen haben ihre Feinde zu besiegen. Echnaton, der Sohn von Amenhotep III setzte dann Aton an die Stelle von Amun. Aber nach Echnatons Tod wurde Amun wieder an seine rechtmäßige Stelle gesetzt. Das hatte der nachfolgende Pharao Tutanchamun angeordnet. Tutanchamun heißt übersetzt „Lebendes Bild des Amun“. Amun wurde weit über die Grenzen Ägyptens bis hin nach Äthiopien und Libyen verehrt. Seine Frau war Mut und ihr gemeinsamer Sohn war Chons.

 

Apophis :

Apophis wird auch Apep genannt.

Er ist ein Schlangendämon und der Feind der Götter.

Apophis ist der Erzfeind von Re. Er wird als große Schlange dargestellt und diese symbolisiert die dunklen Kräfte des Chaos und der Zerstörung. Er greift jede Nacht die Barke des Re an, wenn dieser die Unterwelt durchquert. Nur bei der Mondfinsternis gelingt es der Schlange die Barke vollkommen zu verschlingen. Aber trotz seiner Wildheit kann er den Sonnengott nicht besiegen. Die Morgenröte symbolisiert den Sieg über die Schlange und die Dunkelheit. Einem Mythos zufolge ist Apophis entstanden als Neith, »die große Mutter« Jagd-und Kriegsgöttin, in das Urwasser NUN speit. Apophis wird später mit Seth gleichgesetzt.

A

Aton:

Die Sonnenscheibe, die Strahlen enden in den Händen, von Echnaton als einziger Gott verehrt.

Im 14. Jahrhundert v. Chr., in der 18. Dynastie, nahm Aton unter Amenhotep IV eine Vorrangstellung ein. Er wurde zu dieser Zeit mit Re gleichgesetzt. Amenhotep ließ die Aton- Tempel in unmittelbarer Nähe von den Tempeln des Amun erbauen. Die Priester sahen mit Entsetzen, dass die Opfergaben und Geschenke vor den Aton- Tempeln sehr viel mehr waren, als vor den Tempeln des Amun. Vier Jahre nach seiner Thronbesteigung erklärte der Pharao den Atonkult zum Staatskult. Er nannte sich von diesem Zeitpunkt an nicht mehr Amenhotep IV, sondern Echnaton. Übersetzt heißt das so viel wie „Ruhm des Aton“ oder „der den Aton verehrt“. Er verbot die anderen Götter anzubeten und die Amun- Tempel wurden geschlossen. Echanton verlegte seine Residenz von Theben nach Amarna. Diese Stadt wurde zu Ehren von Aton erbaut. Aton wird als riesige rote Sonnenscheibe dargestellt, dessen Lichtstrahlen in Händen enden, aus denen der Herrscher die Schönheit Atons empfängt. Nach Echnatons Tod wurden die anderen Götter wieder eingesetzt, allen voran Amun. Atons Strahlen wurden auf Abbildungen durchgeschnitten, um zu verhindern, das seine Schönheit Echnaton erreicht.

A

Atum:

Schöpfer- und Sonnengott von On welches später Heliopolis genannt wird. Sein heiliges Tier war der Mnevis- Stier

Atum war ein Urgott und galt als die Personifikation des Chaos, aus dem alles entstand. Er ist aus dem Urgewässer aufgetaucht. Atum ist der Oberste der Götterneunheit. Er gilt als Vater von Tefnut und Schu. Er wurde in Heliopolis verehrt. Später wurde er von Re verdrängt. Meistens wird er in einer menschlichen Gestalt mit einer Doppelkrone, Stab und Lebenskreuz dargestellt. Seine Symboltiere sind der Skarabäus und die Schlange.

Bastet:

Göttin von Bubastis. Wird in Katzengestalt dargestellt.

Sie ist die Ortsgöttin von Bubastis. Sie gilt gewöhnlich als Tochter des Re, manchmal auch als seine schwesterliche Gemahlin. Später sagte man, dass sie die Frau von Ptah war. In einigen Uberlieferungen gilt sie als Mutter von Anubis. Ursprünglich erscheint sie als Löwengöttin. Sie symbolisiert die Wärme der Sonne, aber auch den Zorn des Auges des Re. Um 1000 v.Chr. änderte sich ihre Darstellung von der Löwin zur Katze, oder als Frau mit einem Katzenkopf. In einigen Erzählungen behält sie die Eigenschaften von Sachmet (Hathor) bei, aber im Allgemeinen gilt sie als wohlwollende Göttin, die die Menschen vor Krankheiten und vor den bösen Geistern beschützt. Aber noch wichtiger war ihre Rolle als Göttin der Fruchtbarkeit, Liebe und Sexualität. Sie liebte die Musik und den Tanz. Im 4. Jahrhundert v.Chr. wurden in ihrem Tempel ihr zu Ehren Festspiele veranstaltet. Die Katzen sind ihre heiligen Tiere. Sie wurden auch mumifiziert in ihrem Heiligtum begraben.

A

Chepre:

Er ist die Manifestation der aufgehenden Sonne. Er wird als ein Skarabäus oder ein Mensch der einen Skarabäus als Kopf hat dargestellt.

Er gilt als Urgott, der nicht gezeugt worden ist, wie die Ägypter glaubten. Er soll aus der Erde gekommen sein. Er repräsentiert die Morgensonne die aus der Unterwelt aufsteigt um das Sonnenschiff zu begleiten. Sein Verehrungsort war Heliopolis. Er wird als Skarabäus oder als Mensch mit einen Skarabäus auf dem Kopf dargestellt. Er wird mit Atum, der untergehenden Sonne und mit Re, der Mittagssonne gleichgesetzt.

A

Chnum ( Khnum):

Er ist der Schöpfergott von Elephantine. Er wird mit dem Kopf eines Widders mit doppelt gedrehtem Gehörn dargestellt. Er schuf die Menschen auf seiner Töpferscheibe.

Er gilt als Schöpfergott, der die Menschen und Götter auf seiner Tonscheibe modelliert. Sein Name bedeutet Bildner. Er wird oft als widderköpfiger vor seiner Tonscheibe sitzender Mann abgebildet, der auf der Scheibe das letzte Wesen hat, das er erschuf. Er soll auch der Spender der Frucht der Nilfluten sein. In einer Erzählung ais dem 3. Jahrtausend v.Chr., fragt der Pharao Djoser, den Wesir und Architekten Imhotep nach den Gründen für die nunmehr schon 7 Jahre andauernde Hungersnot. Imhotep antwortete ihm darauf, dass der Nil nicht hoch genug steigt, um die Felder zu bewässern. Er solle doch den Gott Chnum anbeten und ihm Opfer darbringen. Der Pharao befolgte den Rat. Und in einem Traum erschien ihm der Gott und sagte ihm, dass er das Wasser des Nil freisetzten würde. Die Ernte war in jenem Jahr sehr gut.

 

Chons:

Er ist Mondgott in Theben. Er ist der Sohn von Amun und Mut und wird später als Heilgott, der die bösen Geister vertreibt, verehrt. Er wird als Mensch mit einem Falkenkopf und einer Mondscheibe darüber dargestellt.

Chons wird auch manchmal Chonsu genannt. Er der kindliche Mondgott und der Sohn von Gott Amun und der Göttin Mut. Zusammen bilden sie in Theben eine heilige Trias. Sie besteht immer aus drei Göttern. Er ist der Herr der Zeit. Damit ist gemeint, dass er die Jahre der Menschen und Könige zählt. Chons erteilt ihnen auch Ratschläge. Später wird er auch als Hilfsgott und Nothelfer angerufen. Er ist auch der Patron des nach ihm benannten neunten Monats Pachon des ägyptischen Kalenders. Er wird in Menschengestalt mit einem Falkenkopf, mit einem Stab und der Mondscheibe, die über der Sichel das volle Rund des Mondes zeigt, dargestellt. Chons wird bei den Griechen mit dem Herakles ( Herkules) gleichgesetzt.

Geb:   Erdgott ( Heliopolis)

Er war der Bruder und Gemahl der Nut und der älteste Sohn von Schu und Tefnut. Nach der Erzählung riß Schu Nut und Geb aus einer leidenschaftlichen Umarmung und stieß sie auseinander. Von nun an bildete Nut das Himmelsgewölbe und Geb die Erde. Vorher war auch kein Platz für Nut, ihre Kinder zu gebären. Geb und Nut sind die Eltern von Osiris, Isis, Nephthys und Seth. Geb soll fortwährend über die Trennung von seiner geliebten Nut getrauert haben. Sein Kummer war so groß, dass die Erde anfing zu beben. Er galt als wohlwollende Gottheit. Er sorgte für gute Ernte und heilte die Kranken. Aber man fürchtete ihn auch, denn manchmal verschlang er die Toten und hinderte sie somit daran, in die Unterwelt einzutreten. Häufig wird er als bärtiger Mann zu Füßen von Schu abgebildet. Manchmal ist er in den Abbildungen auch grün gefärbt, das Symbol für die Pflanzen, die aus seinem Leib wachsen. Die Könige Ägyptens bezeichnen sich selbst als »Erben von Geb«.

A

Hapi:

Bei Hapi gibt es verschiedene Versionen der Erklärung.

1.    Hapi= Apis

2.   Er gilt als Schutzgott des Leichnams. Er ist ein Kanopengott und eines der vier Kinder des Horus. Ihm wird die Lunge des Verstorbenen anvertraut. Er soll sie bewachen. Seit dem neuen Reich wird er als Mensch mit einem Affenkopf dargestellt.

3.   Er gilt als Nilgott und als Bezeichnung des Nils. Er ist die Personifikation der Nilüberschwemmung. Er wird als gut genährter Mann, der den Göttern und Königen seine Gaben zum Opfer bringt, dargestellt.

A

Harachte: 

Alter Sonnengott, der später mit Re zu Re-Harachte verschmolz.

Er ist ein Sonnengott. Sein Name bedeutet Horns vom Horizont. Der Sonnengott der sich am Morgen zwischen den östlichen Wüstenbergen am Horizont erhebt. Er wird freudig begrüßt und durch Opfer verehrt. Er wird als Falke dargestellt. Er verschmolz mit Re zu Re- Harachte.

Harpokrates:

Horus als Kind. Bilder der Isis und des Harpokrates beeinflußten die christliche Ikonographie. (Maria mit dem Jesuskind)

Er ist Horus das Kind. Er ist der Fruchtbarkeitsgott, der Spender der Hülsenfrüchte. Er ist Horus als unmündiger Sohn der Isis. In der griechisch römischen Zeit wird der sehr volkstümliche kindliche Horus in einer Lotusblüte sitzend dargestellt.

A

Hathor:

Himmelsgöttin, Göttin der Freude, des Tanzes und der Musik.Sie wird in Kuhgestalt dargestellt.

Sie ist die Himmelsgöttin, die Tochter des Re und wird als Kuh dargestellt oder als Mensch mit einem Kuhkopf. Weiterhin ist sie die Göttin der Freude,  der Liebe, des Tanzes und der Musik. Sie kümmert sich um die Kinder und die Mütter. Die Lebenden nährt sie und die Toten trägt sie in die Unterwelt, wo sie sie mit Speis und Trank aus einer Platane erfrischt. Die Särge der Könige wurden aus Platanenholz angefertigt. Dadurch hatten sie die Hoffnung, dass der Tod dann nichts anderes als eine Rückkehr in den Schoß Hathors sein würde. Hathor wurde aber auch mit dem Auge des Re identifiziert. Als Re alt wurde, schmiedeten die Menschen Pläne ihn zu stürzen. Aber er erfuhr davon und schickte das göttliche Auge, die schreckliche, alles versengende Macht der Sonne, um das Menschengeschlecht zu töten. Das Auge nahm die Gestalt von Hathor an, die als Löwin Sachmet ein Blutbad unter den gottlosen anrichtete. Als Re das Gemetzel sah, beschloß er, es zu beenden, da das Menschengeschlecht doch überleben sollte. Er tränkte das Schlachtfeld mit Tausenden von Fässern Bier, vermischt mit Granatapfelsaft. Die blutrünstige Sachmet trank das leuchtend rote Getränk. Durch den Rausch war sie nicht mehr in der Lage die Schlacht zu beenden. Die verwandelte sich zurück in Hathor. Zum Gedenken an diesen Tag und die Ereignisse tranken die Ägypter große Krüge mit Bier und Granatapfelsaft.

A

Horus:

Sohn von Osiris und Isis, häufig als Falke dargestellt, Schutzgott der Pharaonen.

Er erscheint in den Erzählungen von Isis und Osiris oft als Harsiesis, um ihn von den über 20 anderen Göttern des Pantheons‚ die auch alle Horus hießen zu unterscheiden. Er wird als Falke oder als Mensch mit Falkenkopf dargestellt. Er wurde auf der Insel Chemmis nahe von Buto geboren, als Osiris in die Unterwelt ging. Isis zog ihn heimlich auf. Es gelang ihm den von Seth verursachten Tod von Osiris zu rächen und dessen Thron einzunehmen. Ihm wurde in ganz Ägypten gehuldigt. Er war der Himmelsgott, seine Augen waren die Sonne und der Mond.

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Imhotep:

Vergöttlichter Ratgeber des Königs Djoser in der 3. Dynastie, 2800 v. Chr. Er war Baumeister der Stufenpyramiden von Sakkara. In der Spätzeit wurde er als Gott der Heilkunst verehrt. Er wurde mit dem griechischen Gott Asklepios gleichgesetzt.

Er war Weiser und Gelehrter am Hof von König Djoser. Er war nicht nur Astronom und Wissenschaftler, sonder auch Architekt. Er war der Erbauer der ersten Stufenpyramiden in Agypten. Er hat sie entworfen und beaufsichtigte dessen Bau. Bis zum Bau dieser Pyramiden wurden die Könige in unterirdischen Kammern begraben. Seine Pyramiden waren die ersten großen Steinbauten überhaupt. Imhotep soll auch die 7 Jahre andauernde Hungersnot beendet haben. Naja nicht persönlich. Er riet dem König zum Gott Chnum zu beten und ihm Opfer darzubringen. Der König befolgte seinen Rat und Chnum erhörte ihn. Imhotep wurde zu Lebzeiten sehr bewundert und nach und nach als Gott verehrt. In manchen Uberlieferungen soll er der Sohn vom Gott Ptah sein. Dieser schenkte ihm auch einen Sohn. Weiterhin gilt er als Schutzgott der Schreiber und war auch Gott der Heilkunst. Er wird meist als kahlköpfiger Priester dargestellt. Sein Name bedeutet: „Der in Frieden kommt“.

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Isis:

Sie ist die Gemahlin von Osiris. Sie ist eine vorbildliche Mutter und ihr Kult fand im römischen Reich eine weite Verbreitung.

Sie war eine ägyptische Muttergöttin. Sie ist die Tochter von den Göttern Nut und Geb. Und wurde dann die Gemahlin von ihrem Bruder Osiris. Ihre weiteren Geschwister waren Seth und Nephthys. Sie wird meist mit schützend ausgebreiteten Schwingen dargestellt. Das Schriftzeichen ihres Namen ist ein Thron. Ihr Schoß ist der Thron Agyptens. Sie half Osiris bei der Zivilisierung des Landes. Sie lehrte den Frauen wie das Korn gemahlen wird, unterwies die Menschen in der Heilkunst und führte den Hochzeitsritus ein. Wenn Osiris auf Reisen war, dann regierte sie Ägypten. Als Isis von der Ermordung ihres Gatten erfuhr, war sie außer sich vor Schmerz. Sie schnitt sich ihr Haar ab und legte Trauerkleidung an und machte sich auf die Suche nach ihm. Der Sarg mit Osiris strandete in Libanon an der Küste von Byblos unter einem schönen Baum. Der Sarg wurde vom Baum in seinem Stamm aufgenommen. Als der König von diesem Baum hörte ließ er ihn fällen und in seinem Palast bringen. Dort diente er als Stütze seines Daches. Die Neuigkeit verbreite sich schnell. Als Isis davon erfuhr, erriet sie dass es nur Osiris sein konnte und machte sich sofort nach Byblos auf. Sie setzte sich verkleidet an den Brunnen, dieser lag im Zentrum der Stadt. Die Dienerinnen der Königin kamen immer dorthin um Wasser zu holen. Isis flocht ihnen das Haar und versetzte sie mit wohlriechenden Essenzen. Die Königin schickte nach ihr und stellte sie als Amme ihres Kindes ein. Jede Nacht legte Isis das Kind in das Feuer der Unsterblichkeit, dann verwandelte sie sich in eine Schwalbe und flog zum Stamm in dem sich Osiris befand. Eines Tages kam die Königin in das Zimmer ihres Kindes und sah das Kind im Feuer liegen. Sie stieß einen durchdringenden Schrei aus und beraubte so ihr Kind der Unsterblichkeit. Isis gab ihre Tarnung auf und verlangte die Herausgabe des Stammes. Der König entsprach ihrem Wunsch und Isis kehrte mit Osiris wieder zurück nach Ägypten und versteckte sich in den Sümpfen des Nils. Als Seth Osiris entdeckt, zerteilte er ihn in 14 Stücke und verstreute sie über ganz Ägypten. Isis ging erneut auf die Suche und setzte die Teile mit Hilfe von Nephthys wieder zusammen. Nur ein Teil fehlte( der Penis), den hatte ein Fisch gefressen. Sie schenkten Osiris mit Hilfe ihrer magischen Fähigkeiten wieder das Leben. Vor seiner Abreise in die Unterwelt, zeugten Isis und Osiris noch Horns. Der Ruhm von Isis ging weit über die Grenzen von Agypten hinaus. Nach und Nach vereint sie alle Eigenschaften der Götter in sich. Sie hatte viele Titel: »Die große Mutter«, »Die Göttin der Vögel«, »Göttin der Unterwelt«, »Die den toten Leben schenkt« und »Göttin des Urwassers«. Sie wurde sogar in Griechenland und im ganzen römischen Reich gehuldigt. Ihre Verehrung währte mehr als 3000 Jahre. Von 3000 v.Chr. bis weit in die Christenzeit hinein. Ihr Kult und viele ihre Bilder gingen direkt auf die Jungfrau Maria und ihrem Kind Jesus über.

Maat:

Sie ist die Göttin der Gerechtigkeit und der Weltordnung. Sie wird durch ihre Feder symbolisiert.

Sie ist die Schutzgöttin des Gerichtswesen und Göttin der Weltordnung. Die Weltordnung beruhte auf Wahrheit, Recht und Gesetz. Das Herz eines Verstorbenen wurde gegen die Feder der Maat aufgewogen. Wenn die Waage im Gleichgewicht war, dann war das Gewissen des Toten rein und er konnte sein Leben im Jenseits antreten. Wenn das Herz aber mehr wog als die Feder so wurde er von der Verschlingerin, die neben der Waage wartete, verschlungen. Genauer findet ihr das unter dem Totengericht. Sie war die Tochter des Re. Sie begleitete ihn auf seiner Sonnenbarke. Der Haupttempel von Maat befand sich in Karnak. Dort war auch der Sitz des Gerichtswesen und das Untersuchungsgefängnis. Die Richter galten als ihre Priester. Sie wird in Menschengestalt mit einer Straußenfeder auf dem Kopf dargestellt. Die Feder ist zugleich das Schriftzeichen der Maat. Oft wird sie auch als »Atem des Lebens« dargestellt, wie sie den Pharaonen das Anch, das ägyptische Symbol für Leben an die Nase hält. Alle Menschen leben angeblich „durch Maat, in Maat und für Maat“.

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Meschenet: 

Sie ist Geburtsgöttin, die auch beim Totengericht anwesend ist.

Sie ist der Geburtsziegel auf dem die Kreißenden saßen. Dieser bestand gewöhnlich aus mindestens vier Ziegeln, die als Auflage für die Füße der hockenden Gebärenden Frau vorhanden waren. Sie ist eine Geburtsgöttin, die schon im Mutterleib das Ka ( Lebenskraft) des Kindes bildet. Sie ist aber auch Schicksalsgöttin, die das Schicksal des Kindes festlegt. Sie ist auch beim Totengericht anwesend um über den Charakter des Toten Auskunft zu geben. Sie wird mit einer Doppelspirale auf dem Kopf dargestellt.

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Min:

Er ist Fruchtbarkeitsgott und Herr der östlichen Wüstenstraßen.

Er ist ein antiker und volkstümlicher Gott. Er wird immer mit erigiertem Phallus und erhobener Geißel in der rechten Hand und eine hohe Federkrone auf dem Kopf dargestellt. Man glaubt, dass er der ursprüngliche Schöpfergott war, wurde aber in der klassischen Zeit als Schutzgott verehrt, der die Wege der Reisende durch die Wüste beschützte. Sein Hauptkultort war Koptos. Es war auch der Ausgangsort für die Karawanen. Bevor sich die Händler auf den Weg in die Wüste machten beteten sie zu ihm. Er war aber auch der Gott der Fruchtbarkeit und der Vegetation und als dieser beschütze er die Ernte. Ihm zu Ehren wurde das Fest der Treppe gefeiert. Min saß dabei auf einer Stufe und nahm die erste Gabe in Empfang, die der König selbst geerntet hat.

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Mnevis:

Er ist der heilige Stier und die Inkarnation des Re-Harachte in Heliopolis.

Er ist der Stiergott und Gott der Zeugungskraft und Fruchtbarkeitsspender. Er versieht die Opfertische der Götter mit Speisen. Mnevis hat mehrere Titel: »großer Gott«, »Herr des Himmels «‚ Herrscher von Heliopolis«, » Herold des Re «‚ »Der die Maat zu Amun aufsteigen läßt «. Er ist der Sohn von Hesat und der Bruder und Sohn von Apis. Mnevis wurde in Heliopolis feierlich inthronisiert. Nach seinem Tod wurde er einbalsamiert und rituell bestattet. Er war ein ganz schwarzer Stier mit gegen den Strich gebürstetem Haar und wurde meist mit einer Sonnenscheibe zwischen den Hörnern dargestellt.

Month:

Er ist ein falkenköpfiger Schutzgott der die Könige der 11. Dynastie beschützte. Sein heiliges Tier war der Stier Buchs.

Er wird auch Montu oder Muntu genannt. Er ist der Ortsgott von Hermonthis und ist auch nach ihm benannt. Nun weiß ich nicht genau ob die Stadt nach dem Gott benannt ist oder der Gott nach der Stadt. Er ist aber nicht nur Ortsgott sondern auch Kriegs -und Königsgott. Er verleiht dem König den Sieg im Krieg. In der 11 Dynastie nennen sich vier Pharaonen nach ihm. Ihr Name Muntuhotep, was so viel bedeutete wie „Muntu ist zufrieden“. Er ist ein Sohn des Re und Gatte der Raittaui und der Vater von Harpre. Auch er hat viele Titel: »Re in seinen Gliedern«, » Atum in seiner Gestalt « und »Allherr in seinen Formen «. Er wird als Mensch mit einem Falkenkopf und einer Sonnenscheibe auf dem Kopf dargestellt. Sein Symboltier ist ein weißer Stier mit schwarzem Kopf. Er verschmolz mit Amun und Re zu Month-Re-Amun.

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Mut:

Sie ist Lokalgöttin in einem Dorf in der Nähe von Karnak. Und sie ist die Gattin von Amun.

Sie ist Ortsgöttin vom See Ischeru, der südlich vom Amuntempel in Karnak liegt. Mut ist Himmelsgöttin und hat zwei Titel. Zum einem ist sie» Herrin des Himmels« und zum anderen » Auge des Re «. Sie ist auch Urgöttin. Sie ist die Mutter der Sonne in der diese aufgeht. Mut bildet mit Amun und ihrem Sohn Chons die thebanische Triade und inkarniert sich in die Königin, weshalb diese auch oft eine Geierhaube trägt. Sie wird oft als Mensch mit einer Geierhaube oder als Geier dargestellt. Sie wird mit Hathor und Uto gleichgesetzt.

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Neith:

Sie ist Stadtgöttin von Sais und Totengöttin.

Sie ist die große Mutter der Ägypter. Weiterhin war sie die Ortgöttin von Sais im Nildelta Unterägyptens und Heimgöttin. Sie war aber auch Kriegsgöttin. Sie soll an der Spitze der Soldaten geritten sein, wenn diese in den Krieg zogen. Ihr Symbol ist ein Schild mit gekreuzten Pfeilen. Sie ist die Mutter von Sobek, dem Krokodilsgott. Als sie in das Urgewässer NUN spuckt erzeugt sie die Schlange Apophis. Sie galt als Mutter aller Götter und insbesondere von Re. Als Himmelskuh Meneturet gebar sie den Himmel. Sie gilt auch als Schutzgöttin der Toten. Sie wird oft dargestellt wie sie die Toten bei ihrer Ankunft in der Unterwelt Essen und Trinken anbietet.

Nephthys: 

Sie ist die Schwester von Osiris, Isis und Seth und die Gattin von Seth.

Manchmal wird sie auch Nebethut genannt. Sie war die Gattin von Seth und dessen Schwester, sowie von Osiris und Isis. Sie ist die Tochter von Geb und Nut. Ihr Name bedeutet: „Herrin des Hauses“. Manchmal wurde sie auch als Symbol des Wüstenrandes betrachtet, oft als Trocken, aber nach der Flut äußert fruchtbar. Sie hatte keine Kinder mit Seth. Sie nötigt Osiris einmal zum trinken und verführte ihn dann und empfing von ihm ein Kind. In manchen Versionen soll dieses Kind Anubis gewesen sein. Nachdem Seth Osiris getötet hatte, verließ sie ihn und half Isis bei der Einbalsamierung. Dann verwandelten sich beide in Drachen und kreisten über Osiris, bis dieser beigesetzt war. So wurde sie auch mit dem Toten in Verbindung gebracht.

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Nut:

Göttin des Himmelsgewölbe

Sie ist Himmelsgöttin und die Zwillingsschwester von Geb, den sie auch gegen den Wunsch von Re geheiratet hat. Aufgebracht befahl Re dem Gott Schu das Paar zu trennen. Dieser stieß Nut nach oben und Geb nach unten. Dabei wurde Nut der Himmel und Geb die Erde. Re‘s Zorn war so groß, dass er verfügte, dass Nut in keinem Monat des Jahres Kinder gebären durfte, aber der Gott Thot hatte Mitleid mit ihr und forderte den Mondgott zu einem Damespiel heraus. Thot gewann das Spiel und forderte von ihm das Licht für fünf neue Tage. An jedem dieser Tage gebar Nut jeweils ein Kind. Es waren Osiris, Seth, Isis und Nephthys. Und in einigen Versionen ist sie sogar die Mutter von Horns. In einem anderen Mythos half sie Re sich von den Menschen zu entfernen, als diese ihn enttäuscht hatten. Sie nahm die Gestalt einer Kuh an und trug Re auf ihrem Rücken in den Himmel. In der Höhe wurde ihr schwindlig. Sie rief vier andere Götter zu Hilfe. Diese stützten sie, indem jeder Gott eines ihrer Beine festhielt und somit zu Säulen des Himmels wurden.

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Osiris:

Er ist ein Mumiengestaltiger Fruchtbarkeitsgott mit einer Königskrone. Er steht in der Beziehung zum

Mond und zum Getreide. (Aus dem Nilschlamm geformte Figuren waren mit Körner vermengt, die schon

bald anfingen zu sprießen und zu wachsen.).

Er ist ein Sohn von Nut und Geb. Er ist ursprünglich das Symbol für das ständige Werden und Vergehen in der Natur. Und mit der Zeit wurde er zum Herr des Totenreiches. Bei seiner Geburt rief man ihn „ Alleiniger Herrscher“. Er wuchs zu einer großen und schönen Gottheit heran und trat die Nachfolge seines Vaters als König von Ägypten an. Isis, seine Schwester, wählte er als seine Königin. Er lehrte den Menschen, wie man Brot backt und Wein anbaut. Weiterhin überwachte er den Bau des ersten Tempels und Statuen zu Ehren der Götter. Nachdem er Ägypten die Kultur gebracht hatte, brach er auf um auch den anderen Ländern die Zivilisation zubringen. Er hatte dabei Erfolg. Seine Ausstrahlung zog jeden in seinen Bann. Nach seiner Rückkehr nach Ägypten wurden viele Feste gefeiert, die Seth sehr neidisch machten, auf seinen erfolgreichen und mehr geliebten Bruder. Er beschloß Osiris zu töten. Wie er es gemacht haben soll könnt ihr unter Osiris und Seth nachlesen. Ich will nicht ständig das selbe schreiben müssen. Aber es gibt auch noch einige andere Versionen wie Seth Osiris getötet haben soll. Seth soll sich in ein Krokodil verwandelt haben und Osiris dann getötet haben. In einer anderen Variante soll Seth zum Stier geworden sein und Osiris zu Tode getreten haben. Tief enttäuscht von seinem Bruder Seth beschloß Osiris sich aus dem Leben zurückzuziehen und fortan in der Unterwelt über die Toten zu herrschen. Er wird häufig als bärtiger Mann mit Mumienbandagen, Krummstab und Geißel als königliche Insignien in den Händen dargestellt. Er steht für die Fähigkeit der Natur sich stets zu erneuern, aber auch für die Bedrohung, die widrige Wetterbedingungen und für das Wohlergehen der Menschen.

Ptah:

Schöpfergott von Memphis und Schutzherr der Künstler und Handwerker. Der Apis Stier galt als seine Inkarnation.

Er ist der Stadtgott von Memphis, das ist die alte Hauptstadt im Norden von Ägypten, in denen die Pharaoen gekrönt wurden. Zuerst war er nur Furchtbarkeitsgott, später soll er die Welt erschaffen haben, also ein Schöpfergott. Im 3. Jahrtausend vor Christus stand Ptah an dritter Stelle in der göttlichen Hierarchie. Vor ihm standen Amun und Re. Er ist auch Urheber der Künste. Es ist überliefert, dass er die westlichen Bauten und Tempel entworfen und dessen Bau überwacht haben soll. Als Schöpfergott soll er die Könige und Götter aus Metall geformt und die Welt mit seinen Worten erschaffen haben. Meist wird er in einer Mumienhülle mit einer eng anliegende Kappe, die sich natürlich auf seinem Kopf befindet, und in der Hand das Regierungszepter dargestellt. Manchmal aber auch als gekrümmtes, furchteinflößendes Wesen, das die Menschen vor Übel beschützen soll. Als Memphis an Bedeutung verlor, verschmolz er mit Osiris. Seine Frau war Sachmet und sein Sohn Nefertum. Als seine Inkarnation galt der Apis — Stier, dessen Tempel seinem gegenüber lag.

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Re:Re ist gleich Ra.

Er war Sonnengott in Heliopolis. Er wurde auch mit Chepri (als Kind bei Sonnenaufgang) und Atum ( Als Greis am Abend) identifiziert. Auf ihn bezog sich auch die Autorität der Könige, die sich Söhne des Re nannten.

Re ist gleich Ra. Ra ist nur eine andere Bezeichnung für ihn. Er nahm den Platz von Atum, als oberster Gott ein. Re nahm die wichtigste Stellung im ägyptischen Pantheon ein. Er ist aus den Urhügel entstanden, die aus dem NUN entstanden sind. Er erstellte nach seiner Geburt einen Schöpfungsplan. Re wird manchmal als Kind, dass aus einer Lotusblüte steigt dargestellt. Das soll symbolisieren, das er jeden Tag neu geboren wird. Nachdem er ein Bad genommen und gefrühstückt hat, besteigt er seine Barke um seinen täglichen Flug über den Himmel zu beginnen. In jeder seiner 12 Provinzen verweilt er eine Stunde. Die Zeit vom Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang verbringt er in der Unterwelt, wo er jede Nacht auf die Schlange Apophis trifft und mit ihr kämpft. Aber da die Sonne jeden Morgen wieder aufgeht, gewinnt Re den nächtlichen Kampf mit Apophis. Re gebar die beiden Götter Schu und Tefnut. Einmal machte sich Schu und Tefnut auf das Universum zu erkunden. Als Re sie wieder fand brach er in Tränen aus und erschuf so die ersten Menschen. In einer anderen Geschichte, soll er schon ein alter Mann gewesen sein, aus dessen Mund der Speichel lief. Aus diesem Speichel und der Erde formte Isis eine Schlange. Sie wollte Re‘s geheimen Namen wissen. Sie setzte die Schlange an den Wegesrand, wo Re jeden Tag vorbeikam bei seinem Spaziergang. Die Schlange biß ihn und er hatte durch das Gift der Schlange sehr starke Schmerzen. Isis tauchte auf und verlangte von Re, dass er ihr seinen geheimen Namen nennt. Da die Schmerzen sehr groß waren, hatte er keine andere Wahl, als den Namen preis zu geben. Isis versprach ihm, es niemanden außer Horus weiter zu geben. Isis heilte Re indem sie seinen geheimen Namen aussprach. Seit der 4. Dynastie bezeichnen sich die Könige als „Söhne des Re“, damit verehrten sie den Gott Re. Er soll das Chaos geordnet haben. Dargestellt wird er als Mensch mit einem Falkenkopf und einer Sonnenscheibe auf dem Haupt. Mit Harachte verschmolz er zu Re - Harachte und war somit auch der Patron des 12. Monats des ägyptischen Kalenders. Und mit Atum verschmolz er zu Re -Atum bzw. Re -Harachte -Atum. Später wurde er mit den Göttern der Hauptstädte, also Ptah von Memphis und Amun von Theben zu einer Trias. Sein Kultsymbol ist der Obelisk.

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Renenutet:

Sie ist die Göttin der Kinder ( Geburtsgöttin und Schicksalsgöttin) in einer Schlangengestalt.

Ihr Name bedeutet Nährschlange. Sie ist Ernte - und Fruchtbarkeitsgöttin. Sie hat drei Titel » Sie gibt den Erntesegen «‚ » Herrin des Fruchtlandes «und» Herrin der Scheunen«. Sie ist die Ernährerin der Kinder. Der Korngott Neper gilt als ihr Sohn und sitzt in ihrem Schoß und wurde von ihr gesäugt. Sie ist auch die Spenderin der Flachsernte. Aus ihrer Hand kommen die Gewänder für Gottheiten und den Menschen. Den Toten legt sie die Bänder an. Außerdem ist sie noch die Personifikation des Glücks und den Segen und somit auch eine Schicksalsgöttin. Sie ist auch noch die Patronin des achten Monat ( Pharmuthi ) im ägyptischen Kalender. Das Fest zu Ehren von Renenutet wurde als Erntefest in Edfu, am 7. V. und in Theben 1. VII des ägyptischen Jahres begangen. Dargestellt wird sie als Schlange oder als Mensch mit Schlangenkopf. Der Gott Schai ist ihr Gatte. In der Ptolemärerzeit verschmolz sie mit Isis zu Isis -Thermutis. Thermutis heißt Tradition die Tochter des Pharao, die den Moshen auffindet und aufzieht.

Sachmet.

Sie ist die löwengestaltige Kriegsgöttin und wurde in Memphis als Gattin des Ptah verehrt.

Zum einem sagt man das Hathor gleich Sachmet wäre, aber es gibt auch andere Geschichten oder Überlieferungen. Sie ist Löwen — und Kriegsgöttin und als diese bekämpft sie die Feinde der Götter und Könige. Sie begleitet aber auch den König im Kampf und verbreitet Schrecken und Angst durch Wüten eines Feuerbrandes unter ihren Feinden. Ihre Pfeile und Feuerglut sind vernichtende Waffen. Sie wird immer angerufen gegen böse Menschen und Mächte. Aber sie wird nicht nur als Kriegsgöttin verehrt, sondern auch als Heil -und Arztgöttin. Die Ärzte bezeichneten sich deshalb auch als „Propheten der Sachmet“. Der kranke Amenophis III ließ hunderte von Sachmet Statuen im Tempelbezirk von Karnak aufstellen. Sie ist aber auch eine Krankheitsbringerin und verbreitet alljährliche Epidemien. Das Wüten der Löwengöttin, das sich auch in ihrem Symboltier spiegelt fürchten die Menschen und versuchen es immer durch Rituale zu besänftigen. Sie ist Furcht und Schrecken und der gefährliche Gegentyp von der Katzengöttin Bastet. Seit dem Neuen Reich bildet sie in Memphis mit ihrem Gatten Ptah und ihrem Sohn Nefertum eine Triade. In der Spätzeit gilt sie auch als Mutter von Imhotep. Sie ist die Patronin des 4. ägyptischen Monats. Da sie die Löwengöttin ist wird sie natürlich auch als Löwin oder als Mensch mit einem Löwenkopf und einer Sonnenscheibe auf dem Haupt dargestellt. Und mit Mut verschmolz sie zu Mut -Sachmet.

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Satis: 

Gattin vom Schöpfergott Chnum und Ortsgöttin von Sehel.

Sie ist die Ortsgöttin von Sehel und Spenderin des kühlenden Kataraktwassers, das den Toten Reinigung gewährt. Sie ist mit Chnum verheiratet und mit ihm und Anuket bilden die drei eine Trias im mittleren Reich des Kataraktsgebiet. Sie hat zwei Namen. Der erste ist »Herrin von Elephantine «und der zweite ist » Herrin Nubiens «. Dargestellt wird sie mit der ägyptischen Königskrone und zwei Antilopenhömern an der Seite. Später war sie die Fürstin der Sterne und wurde mit Sothins gleichgesetzt und wurde mit Isis zu Satis -Isis vereinigt.

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Schai:

Er ist Schicksalsgott, der bei der Geburt und dem Totengericht anwesend.

Er ist Segens- und Nahrungsspendergott, der den Königen und Menschen die Fülle bewahrt aus der sie leben. Zusammen mit seiner Gattin Reneutet ermöglicht er das menschliche Leben. Durch die beiden Götter Schai und Reneutet läßt der jewalige Schöpfergott ( Aton, Re, Amun, Ptah, Chnum oder Thot) seinen Segen erteilen. Die Menschen begrüßten sich mit dem Segensspruch: „ Schai und Reneutet seinen mit dir“ Als Schicksalsgott teilt er auch den Menschen bei der Geburt schon das Todeslos zu. Als Herr des Todessicksals nimmt sein Name die Bedeutung „Tod“ ein. Dargestellt wird er als Schlange.

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Schu: 

Er ist Luftgott in Heliopolis und Bruder und Gatte von Tefnut.

Er ist er Luftgott und die männliche Hälfte des ersten Götterpaares. Seine Gattin ist Tefhut. Sein Name wird manchmal mit dem Wort „Leere“ oder dem Wort „Träger“ übersetzt. Re oder Re- Aton stießen ihn und Tefnut aus dem Mund oder der Nase aus. Eines Tages gingen die beiden auf Entdeckungsreisen. Als sie wieder zurück kamen, war Re so froh, das er vor Freude weinte, aus den Tränen entstanden dann die ersten Menschen. Schuh und Tefnut sind die Eltern von Geb und Nut. Schu trennte die beiden auch, womit dann die Erde und der Himmel entstanden sind. Er folgte Re auf den Thron, aber die Anhänger von Apophis griffen ihn fortwährend an. Er war bald des ewigen Kampfes Müde und setzte bald seinen Sohn Geb auf den Thron. Nach einen verheerenden Sturm, der mehr als eine Woche dauerte, nahm er seinen Wohnsitz im Himmel ein. Manchmal wird er als Sohn des Re mit einem Löwenkopf dargestellt.

Serapis: 

Er war der Reichsgott der Ptolemäer.

Er war Ortsgott von Alexandria und Reichsgott der Ptolemäer. Aber er war auch Unterwelts­und Fruchtbarkeitsgott. Als Herr des Nils war er der Spender der Nilschwelle. Serapis war auch Meergott und als dieser gebietet er den Stürmen und rettet so auch Menschen die in Seenot sind. Er ist aber auch Heilgott der die Blinden heilt. Dann ist er auch noch Orakelgeber in den Träumen. Und die Traumdeuter deuten dann die Träume. Und zu guter Letzt ist er noch Weltherrschersgott und als dieser verleiht er den Königen die Weltherrschaft. Sein Haupttempel befindet sich befindet sich in Serapeum in Alexandria. Dargestellt wird er meist mit einem Kalathos, einem von Ehren umgebenen Getreidemaß. Später wurde er mit dem griechischen Helios, Pluos und Hades gleichgesetzt.

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Seth:

Er ist Bruder und Feind des Osins. Er wurde zur Zeit der Hyksos-Herrschaft mit Baal identifiziert und später als Wüstengott verstanden und als Gott des Bösen.

Er ist der Sturm und Chaosgott, der aber in laufe der Zeit mit dem Bösen gleichgesetzt wurde. Aber trotzdem war er hoch geschätzt. Er war sehr wild, mit rotem Haar und weißer Haut. Er war es der Osiris getötet hat. Genauer könnt ihr das unter Osiris und Seth nachlesen. Seth wußte nicht das es Horns gab, der ihn dann später tötete. Aber bevor es soweit war, stieg Osiris manchmal von der Unterwelt auf um seinen Sohn in der Kriegskunst zu unterweisen, dies half ihn sehr und er konnte Seth töten. Vor dem göttlichen Gericht erklärte Seth das er der einzige wäre der stark genug ist Re zu beschützen und darum stehe ihm alleine der Thron Agyptens zu. Einige der Götter waren auf seiner Seite, aber Isis stimmte die Götter um. Daraufhin wurde Osiris um Rat gefragt. Osiris forderte für Horus den Thron und drohte gleichzeitig mit Dämonen die er aussenden würde um die Götter anzugreifen, wenn sie nicht Horus den Thron zusprechen würden. Die Götter beugten sich Osiris und so mit bekam Horus den Thron und nicht Seth. Es gibt nun mehrere Versionen was danach passierte mit Seth. Die erste ist das er mit Re zusammen im Himmel lebte. Die zweite ist, das er dazu verurteiltet wurde Osiris für alle Ewigkeit auf seinen Schultern zu tragen. Und die dritte und letzte ist das die Göttin Neith vorschlug, ihm zwei fremde Göttinnen zur Frau zugeben. Diese Göttmnnen waren Anat und Astorte. Dies sollte als Entschädigung sein für den verlorenen Thron. Seth soll einmal die Göttin Hathor beim baden im Fluß überrascht haben. Er war von ihrer Schönheit so geblendet, das er sie vergewaltigt hat. Als Strafe für diese Tat wurde er von einer schrecklichen Krankheit überfallen. Anat bat Re um Hilfe. Aber es war nicht Re der half sondern Isis. Seth symbolisiert die rauhen Seiten der Natur und soll in der unfruchtbaren Wüste gelebt haben.

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Suchos:

Er ist ein Krokodilgott der in den Sümpfen des Nildelta lebt und er wurde in Ombas und Korn Ombo verehrt wurde.

Suchos ist gleich Sokek oder auch Sebek. Er ist der ägyptische Krokodilgott. Er wird als Krokodil oder als Mensch mit einem Krokodilskopf dargestellt. Sein Hauptkultort war Krokodilopolis. Das lag in der Provinz Fayum. In einem See neben dem Heiligtum lebte ein Krokodil das verehrt wurde, weil die Leute glaubten das dieses Krokodil die Verkörperung von Suchos war. Anhänger von ihm tranken aus diesen See das Wasser und sie sorgten für das Tier. Sie fütterten es um damit den Gott gnädig zustimmen. Im 2. Jahrtausend in der 13. Dynastie nannten sich viele Könige Sobekhotep, was so viel heißt Sobek ist zufrieden. In einigen Uberlieferungen steht geschrieben das Seth sich in Sobeks bzw. Suchos Körper versteckt haben soll um so der Strafe für Osiris Tod zu entgehen. Manchmal galt Suchos als Sohn von Neith.

 

Tefnut:

Sie ist die Göttin der Feuchtigkeit, des Regens und des Taus. Sie ist die Gattin und Schwester des Schu.

Sie ist die Göttin der Feuchtigkeit. Sie ist die Tochter von Atum und die Schwester und Gattin des Gottes Schu und sie ist die Mutter von Geb und Nut. Sie und ihr Gatte Schu bringen der Welt die Zweisamkeit. Mit Ihnen beginnt auch die geschlechtliche Fortsetzung. Sie sind das erste Paar, das die Götter gezeugt haben. Dargestellt wird sie mit einem Löwenkopf In der römischen Zeit werden Teffiut und Schu Pate des Tierkreises Zwillinge. Später wird sie mit der Göttin Maat gleichgesetzt.

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Thot:

Er ist der Gott der Weisheit, Wissenschaft und der Magie.

 Er ist der ägyptische Mondgott. Er galt auch als Schützer der Schreiber und des Wissen. Weswegen er auch den Titel hat: Herr des heiligen Wortes. Es gibt zwei Versionen wessen Sohn er sein soll. Zum einem soll er der Sohn des Re sein und zum anderen soll er aus den Kopf des Seth entsprungen sein. Thot ist der Wesir und der heilige Schreiber des Osiris. Als Gott der Weisheit verfügt er über geheimes Wissen, was ihm auch bei der Bestattung von Osiris half. Er half Isis auch bei der Erziehung von Horns. Er folgte Horns auf den Thron von Ägypten. Den er mehr als 3000 Jahre friedlich regierte. Danach nahm er seinen Platz als Mond am Himmel ein. In einer Erzählung befahl Re ihm die Nacht zu erhellen, wo ihn aber Ungeheuer langsam verschlangen. Aber sie spuckten ihn nach und nach wieder aus. Dargestellt wird er als Pavian oder als Ibis. Thot hat auch ein Buch der Magie geschrieben Der Titel dieses Buches ist: „ Buch des Thot“. Das Buch ist in einer Grabstätte nahe bei Memphis begraben. Die Zaubersprüche in diesen Buch verleihen Macht über die Götter. Thot ist auch Derjenige der das Urteil beim Totengericht aufschreibt.

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Thoëris:

Sie ist Göttin der Geburt.

Sie ist Nilpferd- und Geburtsgöttin. Sie beschützt die Frauen bei der Geburt und beim stillen. Sie wird als aufrecht gehendes trächtiges Nilpferd mit Krokodilskopf und Löwenbeinen dargestellt. Ihr Attribut ist die Sa-Schleife, was auch als Schutzzeichen gilt.

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Uto:

Sie ist Göttin von Buto und göttliche Herrin von Unterägypten.

Sie ist die Schlangengöttin von Buto. Sie ist es die Unterägypten die Fruchtbarkeit schenkt und die es grünen läßt. Sie ist auch Schutz- und Muttergöttin des Königs und des Reiches. Sie verleiht ihm Macht und den Sieg. Aber sie schütz auch Horns und alle Toten. Ihr Hauptkultort ist Buto, da befindet sich auch eine bekannte Orakelstätte. Dargestellt wird sie als Schlange die sich um einen Papyrnsstengel windet. Uto die Schlange, das Symbol von Unterägypten bildet zusammen mit dem Symboltier, den Geier Nechbet von Oberägypten den Pharaoenschmuck.

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Weniger wichtige Götter Ägyptens

 

Ach:

Ist ein überirdisches Wesen, das zu einer der 4 Klassen gehört. (Gottheiten, Achu, Menschen und Tote) Der Tote wird zum Ach, wenn ihm die Verklärung durch einen Totenpriester zuteil geworden ist. Hinter den verklärten Toten schreitet dann sein Ach. Es wird meist durch das Schriftbild eines Vogels dargestellt. Dieser Vogel ist meist ein Schattenvogel.

 

Aker:

Er ist die Personifikation der Erde und gleichzeitig ein Totengott. Als Erdgott bewacht er die Schlangen und beschützt Ra vor Apophis. Wenn die Sonne aufgeht nennt man dies auch „Herauskommen aus Aker“. Die Sonne so dachte man ist in der Nacht durch seinen Leib gewandert. Dargestellt hat man ihn oder es als schmalen Landstreifen, manchmal als Untersatz der Sonnenbarke des Ra, allerdings auch oft mit zwei Männerköpfen, die in die entgegengesetzte Richtung blicken. Später hat man ihn mit Geb gleichgesetzt.

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Amaunet:

Sie ist eine Urgöttin und die Göttin des Nordwindes. Sie bildet mit ihrem männlichen Pendant Amun das vierte Urgötterpaar. Da sie als Göttermutter der Urzeit keinen Gatten benötigt um Kinder zu haben wird sie auch Mutter, die Vater war genannt. Sie wird als Schlange oder als Mensch mit einem Schlangenkopf mit der Krone von Unterägypten auf den Haupt dargestellt. Sie verschmolz mit Neith zu Neith-Amaunet. Sie Griechen haben sie mit Athene gleichgesetzt.

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Amentet:

Sie ist die Personifikation des Westens. Was so viel heißt, das sie die Göttin der westlichen Länder ist, genauer gesagt der in westlicher Richtung liegenden Nekropolen, wo sie als Unterweltsgöttin die Toten empfängt, die ins Daut eintreten wollen. In der Spätzeit befand sich ihr Abbild auf den Böden der Särge.

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Ammit:

Sie ist eine Dämonin beim Jenseitsgericht. Sie wird auch „die Verschlingerin“ genannt, die je nach Ausgang des Totengerichts die Bösen verschlingt. Dargestellt wird sie mit einem Krokodilskopf, einem Raubkatzenleib und einem Nilpferdhinterteil.

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Anuket:

Sie ist die Lokalgöttin des Kataraktgebietes von Elephantine. Sie ist das kühle Wasser, das aus Elephantine kommt. Mit den Göttern Satis und Chnum bildet sie eine Trias. Später wird sie als „Herrin von Nubien“ verehrt. Bei der Nilüberschwemmung hielt man ihr zu Ehren eine Prozession ab. Sie wird mit einer kranzartigen Krone dargestellt. Die Gazelle ist ihr Symboltier. In Griechenland wurde sie mit Hera gleichgesetzt.

Asch:

Er ist ein Wüstengott, aber auch der „Büro“-Gott der königlichen Weinberge. Dargestellt wird er als Falke mit Menschenkopf oder als Mensch mit einem Schakalkopf.

 Ba: Er ist Widder- und Fruchtbarkeitsgott von Mendes. Er spendet dem Vater und König Zeugungskraft. Zuerst wurde er als Widder und später als Ziegenbock dargestellt. Es gibt noch eine zweite Bedeutung von

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Ba:

Er ist oder soll ein göttliches Wesen sein. Man bezeichnete die Psyche, also die geistige Kraft als Ba. Aber Ba hat verschiedene Erscheinungsformen machtvoller Wesen. Er kann auch sichtbarer Machtträger eines Gottes sein. (z.B. Pharao als Ba des Re) Dann besitzt jeder Mensch ein Ba, welches beim Tod, wenn der Leichnam verklärt wurde, sich frei bewegen kann. Am Tage folgt er der Sonne am Horizont und in der Nacht vereint er sich wieder mit seinem Körper in der Unterwelt. Dargestellt wird er als Falke mit Menschenkopf und Götterbart.

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Babi: 

Ist ein Dämon der Finsternis. Es soll ein schreckliches Ungeheuer gewesen sein, das beim Totengericht den Toten verspeisen will.

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Bata: 

Er ist der Ortsgott von Sako. Er gilt als jüngerer Bruder von Anubis. Bata wird als Stier dargestellt.

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Behedti: 

Er ist der Lokalgott von Behedet (Edfu) und ein Sonnengott. Er gilt als guter Gott und Herr der beiden Länder. Er ist aber auch Schutzgott von Ober- und Unterägypten und des Königs. Er wird als hockender Falke mit einer Sonnenscheibe dargestellt. Später verschmolz er mit Horus zu Horus-Behedit.

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Buchis: 

Er ist ein Stiergott, dessen Mutterkühe heilig sind, weil Re sie geboren hat. Buchis selbst gilt als Herold des Re. Hermonthis bei Theben ist sein Kultort und Becheum seine Begräbnisstätte. Er wird auch weißer Stier genannt. Er gilt als das lebende Abbild Months und wird mit diesem gleichgesetzt.

Bes: 

Er ist ein Schutzgott. Er beschützt vor Schlangen und vor allem Bösen. Er ist aber auch noch der Beschützer der Wäscherinnen und der Säuglinge. Man vertraute ihm die Fehlgeburten an. Die toten Säuglinge wurden mit hölzern Bes-Figuren begraben. Bes ist auch noch Orakelgott. Dargestellt wird er zwergengestaltig mit breiten fratzenhaften Gesicht und Tierohren und Löwenschwanz.

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Chensit: 

Sie ist Lokalgöttin des zwanzigsten unterägyptischen Gaus. Sie hat sich als Uräusschlange manifestiert und wird mit einer Krone oder Feder dargestellt.

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Chentechtai: 

Er ist Lokalgott von Athribis, des zehnten unterägyptischen Gaus. Zuerst wurde er als Krokodil dargestellt, später als Falke. Er ist Kemwer gleichgesetzt.

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Cherti:   

Er ist Lokalgott von Letopolis. Er trägt den Ehrennamen: „An der Spitze von Letopolis“ In den Pyramidentexten taucht er als Totengott und Fährmann der Unterwelt auf. Dargestellt wird er als Widder.

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Chontiamentiu: 

Er ist Toten- und Schutzgott der westlichen Länder. Er wurde in Abydos verehrt. Dargestellt als liegender schwarzer Hund ( Schakal )‘ verschmolz er später mit Anubis.

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Djebauti: 

Er ist ein Lokalgott von Djebauti. Dargestellt wird er als Reiher und er wird mit Horus gleichgesetzt.

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Dua: 

Er ist der Gott der Toilette. Er wäscht dem König das Gesicht und rasiert ihn auch. Er trägt die Titel: „großer Dua“ und „göttlicher Dua“. Er wird zum Teil als Reiher dargestellt.

Daut: 

Daut ist kein Gott oder Wesen, aber es wird sehr oft in Verbindung mit anderen Namen genannt und aus diesem Grunde möchte ich es an dieser Stelle etwas näher erklären. Daut ist das dunkle Totenreich, das sich westlich des Nils befindet. Das Reich des Dunkels im Schoß der Erde spannt sich des nachts über den Himmel. In den Horizonten von Ost und West berühren sich das himmlisch und irdische Daut. Im irdischen befindet sich das Totengericht. Wer die Prüfung die dort stattfindet nicht besteht, muß im dunkeln Reich verbleiben. Seit dem Neuen Reich ist die Unterwelt ein Teil des Weltbaus und die Grundelemente werden Himmel, Erde, Daut und Berge genannt. Im Daut versinkt die Sonne um sie bei Nacht zu durchqueren. Die Hieroglyphe von Daut ist ein Stern.

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Duamutef: 

Er einer von vier Schutzgöttern des Leichnams und auch ein Kanopengott. Ihm wird der Magen des Verstorbenen anvertraut. Er ist einer der vier Horuskinder. Als Himmelsrichtung wird ihm der Osten zugeteilt. Sein Name bedeutet: Der seine Mutter verehrt.

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Earu: 

Earu ist ebenfalls kein Gott, aber wird wie Daut oft erwähnt und ist mit diesem eng verbunden. Man kann beide nicht voneinander trennen. Earu ist das lichte Totenreich am östlichen Himmel. Wenn man die Prüfung beim Totengericht besteht, darf man seinen Weg fortsetzen ins Earu. Dort erwartet einen dann die Fortsetzung aller beleibter Tätigkeiten aus seinem irdischen Leben. Damit man aber nicht arbeiten muß im Jenseitsland wurden einem Uschebtis mit ins Grab gelegt, die dem Toten helfen und dienen sollten.

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Götterachtheit: 

Die Achtheit ist nicht nur ein Gott, sondern setzt sich aus acht Göttern zusammen, wie der Name schon sagt. Die Götterachtheit die aus Urgöttern besteht wurde in Hermopolis zusammengefaßt. Die Urgötter verkörpern alle urzeitliche Erscheinungen und Kräfte in denen sich der Urzustand der Welt befand, als der Urhügel auftauchte, aus welchem dann der Lichtgott entstand. Dessen Mütter und Väter sind die zusammengefaßten vier Paare aus den acht Gottheiten. Die Götter werden als Mensch mit einem Froschkopf oder als Frosch dargestellt, die Göttinnen als Mensch mit einem Schlangenkopf oder als Schlange.

 

Gott

Göttin

Personifikation

1.

Nun

Naunet

Urgewässer

2.

Huh

Hauhet

räumliche Unendlichkeit

3.

Kuk

Kauket

Finsternis

4.

Amun

Amaunet

Verborgenheit, Luft

4a.

Niau

Niaut

Verneinung, Nichts

Götterneunheit: 

Dies ist eine Gruppe von neun Urgöttern die in On systematisch und genealogisch zu vier Göttergenerationen zusammengefaßt worden sind. Sie repräsentieren die Grundelemente des Kosmos, die da sind: Luftraum, Wasser, Erde und Himmel, aber sie repräsentieren auch die Existentialien des Menschen, wie Leben und Tod und Liebe und Haß. An der Spitze der Neunheit steht der Gott Atum. Wie es weiter geht könnt ihr am Stammbaum sehen.

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Ha: 

Er ist ein Wüsten- und Totengott der westlichen Wüste. Er trägt die Titel „Herr des Westens“, „Herr der Libyer“ und „Herrscher der Verklärten“. Seine Abbildungen findet man auf der rechten Seite eines Sarges. Er wird als Mensch mit einem Bildzeichen der Wüste auf dem Kopf dargestellt. Manchmal wird er auch mit Horus gleichgesetzt.

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Hah: 

Er ist ein Luft- und Zeitgott. Er ist die Endlosigkeit des Luftraums, welcher sich um die Erde spannt, was ihn zu einem Himmelsträger macht. Dadurch das er die Endlosigkeit der Zeit verkörpert, sind ihm die Millionen von Jahren die die Götter als Ausdruck ewiger Dauer dem König verheißen allgegenwärtig. Sein Bild ist das Zahlwort für Million.

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Harendotes: 

Seine Name bedeutet: Horus der seinen Vater beschützt. Er ist somit ein Schutzgott. Er beschützt die Verstorbenen und Osiris. Er ist der der die Sargwände umgibt. Er ermöglicht in dem Osirismythos seinen Vater das er in der Unterwelt weiter leben kann.

Harmachis: 

Harmachis ist gleich Haremachet und sein Name bedeutet: Horus am Horizont. Es ist aber auch der Name der Sphinx die auf den Totenfeld von Gizeh steht. Sie stellt aber ursprünglich den König Chephren da. Sie gilt aber auch seit den neuen Reich als Horus der Herr der Morgensonne.

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Harmerti: 

Sein Name bedeutet Horus der beiden Augen. Er ist ein Lichtgott, der als Horus der Himmelsfalke mit beiden Augen, die Sonne und der Mond gilt. Er ist aber auch Stadtgott von Horbeit im Ostdelta. Dann ist er noch siegreicher Kampf- und Helfergott von Re, den er begleitet und ihm hilft Apophis zu besiegen.

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Haroëris: 

Er wird auch Her-ur genannt. Sein Name bedeutet Älterer Horus. Er ist ein Falken- und Himmelsgott. Er ist Horus der in Korn Ombo als Sohn des Re verehrt wurde, im Gegensatz zum Horus im Osirismythos.

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Har-p-re: 

Sein Name bedeutet Horus, die Sonne. Er ist ein Heilgott. Er ist Horus der als Schutzgott der Könige, diese vor Krankheiten und Unheil bewahrt. Er gilt hier in Gegensatz zum Horus aus dem Osirismythois, als Sohn von Month und Rait-taui.

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Harsiesis: 

Sein Name bedeutet: Horus, Sohn der Isis. Er ist ein Schutzgott. Er ist Horus den Isis von ihrem toten Gatten empfangen hat und den sie in den Sümpfen des Nildeltas verborgen hat und ihn vor allen Gefahren beim heran wachsen beschützt hat.

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Harsaphes: 

Harsaphes ist der Lokalgott von Herakleopolis, aber er ist auch ein Fruchtbarkeitsgott und ein Urgott, der aus dem Ursee aufgetaucht ist und dessen Augen die Sonne und der Mond sind. Dargestellt wird er als Widder. Später setzte man ihn mit Re und Osiris gleich.

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Hor-Hekenu: 

Sein Name bedeutet: Horus die Salbe. Auch er ist ein Schutzgott. Er ist die Personifikation der Salbe, die dem König überirdische Kräfte verleiht. Als Herr des Schutzes repräsentiert er den Sonnenbrand der mit seinem Gluthauch das Böse vertreibt. Er wurde als Horus in Bubastis verehrt. Er wird als Mensch mit Falkenkopf dargestellt. Im neuen Reich wurde er mit Nefertem gleichgesetzt.

Hatmehit: 

Sie ist eine Ortsgöttin von Mendes. Im Osirismythos hilft sie beim Aufsuchen und Zerstückeln der Osirisleiche. Sie wird mit einem Fisch auf dem Kopf dargestellt, meistens einem Delphin.

Hauhet: Hauhet ist eine Urgöttin aus der Götterachtheit und bildet mit Huh das zweite Götterpaar. Sie repräsentieren die räumliche Endlosigkeit. Dargestellt wird sie als Schlange oder Mensch mit einem Schlangenkopf.

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Heket: 

Heket ist Ortsgöttin von Herwer. Sie ist aber auch eine Geburtsgöttin. Sie soll das Kind im Mutterleib bilden und dann die Endbindung einleiten. Auf den Särgen wird sie als Schutzgöttin der Toten abgebildet. Sie gilt als Tochter des Re und sie hat folgende Titel: „Auge des Re“, „Gottesmutter“, „Herrin des Himmels“ und „Fürstin der Götter“. In der späteren Zeit setzte man sie mit Nut und Nechbet gleich.

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Hemen: 

Er ist ein Falkengott und wurde in Hesfün verehrt. Er wurde den Haroëris gleichgesetzt. Sein weibliches Pendant ist Hemenet.

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Hemset: 

Sie wird auch manchmal Hemuset oder Hemusut genannt. Sie sind Geistwesen und verkörpern die weiblichen schöpferischen Kräfte. Als Urquell aller Lebenskraft schaffen sie Nahrung heran und verleihen dieser Macht. Bei der Geburt sind sie Schutzgöttinnen und auch Schicksalsgöttinnen die das Königskind in den Arm nehmen. Ihr männliches Gegenstück ist die Kas. Dargestellt werden sie als Mensch. Auf dem Haupt tragen sie ein Schild mit durchkreuzten Pfeilen darauf.

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Hesat: 

Sie ist eine Kuhgöttin und wurde in Atfih verehrt, als erste der Kühe. Als Kuhgöttin wird sie natürlich als Kuh dargestellt. Aber als 7fache weiße Kuh. Sie gilt als Mutter der Stiergötter Apis und Mnevis. Nach dem Mythos der göttlichen Geburt des Königskindes säugt sie den jungen König.

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Hetepet: 

Sie ist eine Lokalgöttin des Ortes Hetepet, der in der Nähe von Heliopolis liegt. Sie trägt die Titel: „Herrin von Helepet“ und „Baumgöttin am Brunnen“. Als diese wird sie auch verehrt. Ab der 18. Dynastie wird sie mit Hathor gleichgesetzt.

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Hike: 

Er ist ein Arztgott und verkörpert die geheime Kraft, die überirdische Wirkung herbei bringt und die Gottheiten erfüllt. Hike‘s Priester sind die Ärzte. Hike ist der älteste Sohn von Atum, aber manchmal wird er auch der Sohn von Chnum, Nebetu und Menchit genannt. Gleichgesetzt wird er mit Atums schöpferischen Organen Herz und Lunge.

Horuskinder: 

Horus hatte vier Kinder, die alle Kanopengötter und Schutzgötter des Leichnams waren. Und jeden von ihrem wurde eine Himmelsrichtung zugedacht.

Name

Gestalt

Schutzfunktion

Himmelsrichtung

Imset

Mensch

Leber

Süden

Hapi

Affe

Lunge

Norden

Duamutef

Hund

Magen

Osten

Kebechsenef

Falke

Unterleib

Westen

 

Huh: 

Er ist auch ein Urgott. Er ist die Personifikation der räumlichen Endlosigkeit. Mit seinem weiblichen Pendant Hauhet bildet er das zweite Urgötterpaar. Dargestellt wird er als Frosch oder als Mensch mit einem Froschkopf.

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Ihi: 

Ihi ist ein Musikgott. Sein Titel ist „Herr des Sistrumspieles“ und als dieser vertreibt er die bösen Mächte. Er gilt als Sohn von Hathor und Horus. Dargestellt wird er als Knabe mit einer Sistrum und Menat.

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Imiut: 

Imiut ist ein Schutzgott dessen Zeichen sich am Thron des Königs befindet. Er gilt als Sohn der Hesat und dargestellt wird er als kopfloses, an einer Stange aufgehängtes Kalbsfell. In der späteren Zeit wurde er mit Anubis gleichgesetzt.

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Imset: 

Sie ist einer der vier Kanopengötter und auch Schutzgötter des Leichnams. Ihr wird die Leber des Verstorbenen anvertraut. Auch sie ist eines der vier Hornskinder. Als Himmelsrichtung wird ihr der Süden zugeteilt. Sie galt zunächst als weiblich, aber später im neuen Reich als männlich. Sie oder er wird als Mensch, meist bartlos mit gelber Hautfarbe, wie es bei weiblichen Darstellungen üblich war, dargestellt.

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Inmutef: 

Er wird auch manchmal Junmutef genannt. Er ist ein Sohngott und verkörpert den ältesten Sohn. Er gilt als männlicher Träger des als weiblich gedachten Himmels. Und als solcher wird er auch verehrt. Er wird aber auch Horus gleichgesetzt.

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Ipet: 

Sie ist eine Nilpferd- und Geburtsgöttin. Sie ist die Mutter und gleichzeitig die Gefährtin von Amun und auch die Amme des Königs. Sie trägt die Titel: „die die Götter gebar“ und „Herrscherin der beiden Länder“. Sie wird natürlich als Nilpferd dargestellt und mit der Urmutter gleichgesetzt.

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Isdes: 

Er ist ein Totengott und in der Unterwelt ein Totenrichter. Er trägt den Titel „Herr des Westens“ und wird mit Thot und Anubis gleichgesetzt.

Junit: 

Junit ist die Lokalgöttin von Tuphium bei Theben und verkörpert den heiligen Pfeil. Sie verschmolz mit Month und Suchos.

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Juesaes: 

Sie wird auch Jusas genannt. Sie verkörpert die „Gotteshand“ mit der Atum durch Selbstbegattung ( Masturbation ) die Welt aus sich selbst erschaffen hatte. Sie ist die Mutter, aber auch die Tochter des Re. In einem anderen Mythos soll sie auch aus Geb‘s Scheitel hervorgegangen sein.

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Ka: 

Ka ist ebenfalls kein Gott oder Wesen, aber da es häufig erwähnt wird, sehe ich mich gezwungen auch diesen Begriff etwas genauer zu erläutern. Ka verkörpert die Lebenskraft. Eigentlich ist das Ka die Zeugungskraft des Mannes. Die „Mächtigkeit“ eines jeden Lebewesen und jeder Sache,  erzeugt durch ihr Gegeneinander eine machtmäßige Abstufung aller Wesen und wird schließlich zur weltbewegenden Kraft des Königs. Das weibliche Gegenstück ist Hemsut. Das sogenannte Einzel-Ka wird bei der Schwangerschaft von der Göttin Meschenet erschaffen und begleitet den Menschen von Geburt an durch sein ganzes Leben. Nach dem Tod des Menschen wird dessen Grab zum Ka-Haus und dort werden auch Ka-Statuen aufgestellt. Der Mensch verbindet sich im Jenseits wieder mit seinem Ka.

Es gibt aber auch die Ka-geister, die im Gegensatz zum Einzel-Ka, in sich selbst bestehen und daher ewig leben. Die Ka-Hieroglyphe ist mit der Zaubergeste der abwehrend erhobenen Hände geschrieben, deren Daumen sich berühren. Damit schützt man sich vor fremden Mächten.

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Kamutef: 

Kamutef ist nicht direkt ein Gott, sondern mehr ein Beiname der Götter Min und Atum. Der Beiname sagt aus, dass dieser Gott sein eigener Erzeuger war. Diese Erzeugung stellt den Uranfang durch Selbstbegattung dar, der durch sich selbst existiert und niemand anderen in der Ahnenreihe vor sich hat.

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Kauket: 

Sie ist eine Urgöttin die zur Götterachtheit gehört und mit ihrem männlichen Pendant Kuk das dritte Paar bildet. Zusammen stehen sie für die Finsternis. Sie wird wie alle weiblichen Urgöttinnen die zur Achtheit gehören, als Mensch mit Schlangenkopf oder als Schlange dargestellt.

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Kebechet: 

Sie ist die Göttin des Überschwemmungswassers und verkörpert den reinigenden Wasserüberguss im Totenkult. Sie ist die Tochter des Anubis und hilft dem König bei seinem Aufstieg in den Himmel. Dargestellt wird sie als Schlange.

Kebechsenef:  

Auch er ist einer der vier Hornskinder, Kanopengötter sowie Schutzgötter des Leichnams. Ihm werden die Unterleibsorgane des Verstorbenen anvertraut. Als Himmelsrichtung wird der Westen an gedacht. Sein Name bedeutet: Der seine Brüder labt.

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Kematef: 

Er ist ein Urgott und wurde in Medinet Habu, welches in der Nähe von Theben liegt, verehrt. Alle 10 Jahre kam Amun von Luxor herüber gefahren um seinen Vorfahren Opfer darzubringen. Dargestellt wird er als Schlange. Bei den Griechen nannte man ihn Kneph.

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Kemwer: 

Er wird auch Kemur genannt. Er ist ein Stier- und Himmelsgott und wird in Athribis verehrt. Dargestellt wird er als schwarzer Stier. Man hat Osiris und Cheutechtai gleichgesetzt.

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Kis: 

Er ist der Lokalgott von Kusae und verkörpert den Häuptling als Jäger, der die Wildtiere bändigt. Dargestellt wird er mit zwei langhalsigen Drachen bzw. Giraffen.

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Kuk: 

Er ist ein Urgott und die Personifikation der Urfinsternis, die es vor der Erschaffung der Gestirne gab. Er bildet mit seinem weiblichen Pendant Kauket das dritte Urgötterpaar. Er wird als Frosch oder als Mensch mit einem Froschkopf dargestellt.

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Mafdet: 

Sie ist die Göttin der rächenden Strafgewalt aber auch Schutzgöttin gegen Schlangen. Sie verkörpert die strafende Gewalt in Verbindung mit dem Hinrichtungsgerät. Sie klettert an diesem empor. Im Hinrichtungsgerät sind die Geräte der Folter und des Henkers eins. Sie wird als katzenartiges Raubtier das einen Pfahl hinauf klettert dargestellt.

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Mahes: 

Er ist ein Löwengott und verkörpert die verzehrenden Kräfte der untergehenden Sonne und des niederfahrenden Blitzes bei einem Unwetter. Er trägt den Titel „Herr des Gemetzels“ und „der der sich über Blut freut“. Als dieser wird er auch verehrt. Mahes ist der Sohn der Bastet. Er wird als Mensch mit einem Löwenkopf dargestellt. Gleichgesetzt wird er mit dem Gott Nefertem.

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Mehet-uret: 

Sie wird auch Methyer genannt und ist eine Kuhgöttin. Als diese verkörpert sie das Urgewässer aus dem Re entstanden ist.

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Mehit: 

Sie ist eine Löwengöttin und die Gemahlin von Onuris. Beide wurden in der Gegend von Thinis verehrt.

Menchit: 

Sie ist eine Löwen- und Kampfgöttin. Sie ist die Gemahlin von Chnum und Mutter von Hike. Zusammen bilden sie eine Trias in Latopolis. Sie wird als Löwe dargestellt. Man hat sie Sachmet und Tefnut gleichgesetzt. Später ist sie mit Neith zu Neith-Mechit verschmolzen.

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Meresger: 

Manchmal wird sie auch Merit-Seger genannt. Sie ist die Schutzgöttin der Toten. Sie trägt den Titel „Herrscherin des Westens“ und als solche wird sie auch verehrt. Man stellte sie als Ringelschlange oder als Fee mit einem Schlangenkopf dar. Man setzte sie mit der Uräusschlange gleich.

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Meret:  

Sie sind im Prinzip zwei Göttinnen die den Kultgesang und die Tempelmusik verkörperten. Die eine ist für Ober- und die andere für Unterägypten zuständig. Sie tragen den Titel „Herrin des Goldhauses“. Mit anderen Worten heißt das, sie stehen im Sanktuarium häufig auf dem Schriftzeichen für Gold. Dargestellt werden beide mit zu taktmäßigen Schlangen erhobenen Händen. Man hat sie der Maat, Isis und Hathor gleichgesetzt.

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Naunet: 

Sie ist eine Urgöttin die zur Götterachtheit gehört. Mit ihrem männlichen Pendant verkörpert sie das Urgewässer, aber sie verkörpert auch den unterirdischen unteren Himmel, auf dem die Erdscheibe ruht und das Gegenbild zum über die Erdscheibe ausgespannten oberen Himmel darstellt. Diesen Gegenhimmel durchzieht die Sonne in der nacht und die Sterne bei Tag. Sie wird wie alle weiblichen Göttinnen der Achtheit als Schlange oder Mensch mit einem Schlangenkopf dargestellt.

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Nebetu: 

Sie ist die Lokalgöttin von Esneh. Sie ist die Mutter von Hike und wurde der Menchit angeglichen.

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Nechbet: 

Sie ist die Ortsgöttin von Necheb. Sie gilt als Geier- und Landesgöttin von Oberägypten. Weiterhin ist sie aber auch Muttergöttin und gilt als Urbild der Mutter schlechthin Sie ist auch die Schutzgöttin des Königs, den sie als Mutter säugt. Seit dem neuen Reich ist sie auch Mond-, Sonnen- und Geburtsgöttin. Nechbet ist die Tochter des Re. Dargestellt wird sie als Geier und manchmal auch als Mutter, die den jungen König säugt. Der Geier ist ihr Symboltier und in der Hieroglyphenschrift wird sie auch als Geier dargestellt. Zusammen mit der Schlange, die Uto darstellt und ihr Pendant ist, bildet sie den Pharaonenschmuck. (Geier steht für Oberägypten und die Schlange für Unterägypten)

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Nechmet-awaj: 

Sie ist eine Urgöttin und die Schutzgöttin des Rechts. Zusammen mit Thot, der ihr Gatte ist, und ihrem Sohn Neferhor bildet sie eine Trias. Ihr Titel ist „Herrin der Stadt“ und sie wird in Hermopolis verehrt. Sie wird mit einem Kuhgehörn und der Sonnenscheibe dargestellt. Später hat man sie mit Hathor gleichgesetzt.

Nefertem: 

Nefertem verkörpert die Lotosblume als Urwesen. Bei der Urflut tauchte sie auf. Als sich ihre Blüte öffnete, ging die Sonne aus ihr auf. Er ist der Salbengott der Wohlgeruch spendet. Wenn er auf der Lotusblüte sitzt ist er der Lichtgott und zugleich ein Totengott. Sein Vater ist Path und seine Mutter Sachmet. Zusammen sind sie eine heilige Trias von Memphis. Dargestellt wird er als Mensch mit einer geschlossenen Lotusblüte auf den Kopf oder in der Hand, manchmal aber auch als Löwe.

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Nehebkau: 

Er ist ein Schlangendämon. Meistens begleitet er Re auf dessen Barke.Er ist ein Wächter des Jenseits, der am Eingang steht und als dieser hat er große Macht über die Ka‘s. Weiterhin ist er ein Zauberspender und der Herr der Zeit. Er wird in den Zaubertexten als Schutz- und Urgott angerufen, wenn ein Verstorbener verlangt, eine Ewigkeit zu verbringen wie Nehebkau.

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Neper:  

Er ist ein Korngott und verkörpert das Getreidekorn, aber er ist auch ein Totengott. Sein weibliches Gegenstück ist Nepit und seine Mutter Renenutet. Die Menschen setzten damals Hoffnung in ihn, denn er lebte, nachdem er gestorben war, genau wie Osiris. Und setzten sie ihn diesem gleich. Neper hilft den Toten beim Aufstieg aus dem Grab. Dargestellt wird er als ein üppiger (fülliger) Mensch, dessen Körper mit Getreidekörnern bemalt ist.

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Nepit: 

Sie ist eine Korngöttin und ihr männliches Pendant ist Neper. Dargestellt wird sie mit einem Ährenbündel auf den Kopf, aber manchmal stellt man sie auch als Mensch mit einem Schlangenkopf oder als Schlange dar.

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Niau und Niaut: 

Sie sind ein Urgötterpaar, das nach der Götterachtheit die Verneinung und das Nichts darstellen. Sie werden manchmal an Stelle von Amun und Amaunet als das vierte Urgötterpaar genannt. Niau wird als Frosch oder als Mensch mit einem Froschkopf dargestellt, während Niaut, als Schlange oder Mensch mit einem Schlangenkopf dargestellt wird.

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NUN: 

Ist das Urgewässer aus dem alles entstanden. Einer Legende zufolge soll es im NUN vier Götterpaare gegeben haben und zwar Nun und Naunet, Kuk und Kauket, Huh und Hauhet und Amun und Amaunet. Sie sind als Götterachtheit bekannt. Im Wasser von NUN formten sie ein Ei aus dem ein Sagenhafter Vogel ( Phönix bzw. Benu), eine Erscheinung des Schöpfergottes empor stieg. In einer anderen Variante wurde so die Luft geboren. In einigen Uberliefernngen soll Atum aus dem Urgewässer als Hügel entstanden sein. Dargestellt wird NUN als Mensch der im Wasser stehend sie Barke des Sonnengottes in seinen Armen hält.

Pachet: 

Sie ist eine Wüsten- und Löwengöttin und wurde in der Nähe von Beni Hassan verehrt. Man sagte von ihr, sie hätte scharfe Augen und spitze Krallen und dass sie in der Nacht Nahrung errafft. Dargestellt wird sie als Mensch mit einem Löwenkopf und wurde der Göttin Urthekau gleichgesetzt.

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Patak: 

Sie sind Schutzgeister. Sie beschützen die gesunden Kinder bei der Geburt und seit der Spätzeit schützen sie auch gegen böse Tiere. Der Gott Path gilt als ihr Vater. Dargestellt werden sie zwergenhaft.

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Pharao: 

Zuerst war es nur eine Bezeichnung des königlichen Palastes. Ab der 18. Dynastie ist es auch ein Königstitel.

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Phönix: 

Phönix (nicht zu verwechseln mit dem Phönix aus der Asche)wird im ägyptischen auch Benu genannt. Er ist ein göttlicher Vogel der auf den Urhügel bei der Erschaffung der Welt erschien. Er wurde in Heliopolis verehrt. Dargestellt wird er als Reiher.

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Rait-taui: 

Sie ist eine Himmels- und Sonnengöttin. Sie wurde mit ihrem Gatten Month und ihrem Sohn Harpe in On verehrt. Das Kuhgehörn mit Sonnenscheibe und die Geierhaube sind ihre Attribute.

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Sched: 

Sched ist der Nothelfergott, aber in erster Linie ist er Schutzgott, der die Menschen vor den wilden Tieren beschützt, indem er mit seinem Wagen den Tieren hinterher jagt und sie mit Pfeil und Bogen erlegt. Seine Kraft erlangt man durch Beschwörung.

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Schentait: 

Sie ist eine Schutzgöttin der Toten. Dargestellt wird sie als Kuh mit einer Sonnenscheibe. In der Spätzeit setzte man sie mit Isis gleich.

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Schemu: 

Er gilt als Gott der Öl- und Weinpressen. Da man bei der Mumifizierung Salbe benötigt, wird der Bringer des Weines und der Salben auch zum Schutzgott der Toten. Er hilft Osiris, in Gestalt von dessen Folterknecht. Er tötet die Seelen der Sünder und Feinde, aber den guten Seelen reicht er lebensspendenden Wein. Die Toten fahren auf seiner Barke zum Himmel. Deswegen ist er auch ein Sternengott.

Sechat-Hor: 

Sie ist eine Kuh- und Herdengöttin. Ihr Titel ist „Herrin der Herden“ Dargestellt wird sie als Kuh und sie ist die Amme des Horus.

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Selket: 

Zum einen ist sie Schutzgöttin des Lebens der Menschen und insbesondere des Königs. Zusammen mit der Göttin Neith, Nephthys und Isis hielt sie Wache am Sarg des Osiris und ist somit die Schutzgöttin der Toten. Aber sie ist auch Skorpiongöttin, die vor Skorpionen schützt, wenn man sie anruft. Die damaligen Zauberer nannten sich „Propheten der Selket“. Sie gilt als Horus’ Gefährtin. Im neuen Reich verschmolz sie mit Isis zu Isis-Selket.

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Sepa: 

Er ist ein Schutzgott der Menschen, der vor bösartigen Tieren beschützt. Aber er ist auch Totengott und wurde in Heliopolis verehrt. Die Straße die von Heliopolis nach Gizeh führte, nannte man „Straße des Sepa“ Sein Symboltier ist der Tausendfüßler. Sepa verschmolz mit Osiris zu Osiris-­Sepa.

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Sokar: 

Er wird auch Seker oder Sokaris genannt. Er ist der Totengott der Nekropole bei Sakkara. Sein Hauptheiligtum Ro-Setau, was Pforten der Gänge bedeutet, umschließt den Eingang zum Totenreich. Er ist aber auch Schutzgott der Handwerker, die in der Nekropole von Memphis arbeiten. Dann ist er auch noch Erd- und Vegetationsgott. Das Sokarisfest wurde von 21. bis 30 IV des ägyptischen Jahres gefeiert, Es war ein großes Fest für die Toten. Wurde später in der ptolemeischer Zeit mit der Wintersonnenwende in Verbindung gebracht. Dargestellt wird er als Mensch mit einem Falkenkopf. Er verschmolz mit Ptah zu Ptah-Sokar und mit Osiris zu Ptah-Sokar-Osins.

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Sopdu: 

Sopdu ist ein Wüstengott und trägt die Titel „Herr der östlichen Wüste“ und „Herr der Fremdländer“ und als dieser gibt er dem König die östlichen Fremden zu Untertanen. Damit wird ihm die Herrschaft über die östlichen Nachbarn gesichert. Dargestellt wird er als Falke. Verehrt hat man ihn in Sinai im Bergwerksgebiet. Mit Harachte ist er zu Har-Sopdu verschmolzen.

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Sothis: 

Sie verkörpert den Siriusstern. Als man den ägyptischen Kalender eingeführt hat, der mit dem Einsetzen der Nilschwelle den Jahresbeginn kennzeichnete, wurde Sothis auch zur „Herrin der Fruchtbarkeit“ bei der Nilüberschwemmung. Sie ist auch die Neujahrsgöttin und  die „Herrin des Neujahrs“ und bleibt dies auch weiterhin, wenn sich der Jahresbeginn und das steigen des Nils mit der Zeit vom Siriusaufgang entfernt haben. Ein Sothisjahr ist 4* 365 Jahre, also 1460 Jahre lang. Nach Ablauf dieser Zeit fällt das Aufgehen des Siriussternes wieder auf das Neujahr. Sothis ist auch die Schutzgöttin der Toten, die sie mit ihrem lebendigen Wasser reinigt. Sie verschmolz mit Isis zu Isis-Sothis.

Tatenen: 

Er ist ein Ur- und Erdgott und verkörpert beim Weltbeginn den aus dem Urmeer aufsteigenden Urhügel. Die Mineralschätze aus dem Urmeer sind die seinen. Er spendet Früchte und Speisen, die aus der Erde kommen. Zum einen ist er der Urgrund allen Seins und zum anderen aber auch Gott der Zeit und als dieser schenkt er den Königen die Regierungsjahre. Als Handwerksgott wirkt er beim Tempelbau mit. Dargestellt wird er mit Federkrone und Widderhörnern. Osiris hat seine Grabstätte auf den Urhügel des Tatenen errichtet und deswegen ist er mit Osiris verbunden. Verschmolzen ist er zum einen mit Path und zum anderen mit Horus. Einmal zu Path-Tatenen und zum anderen zu Horus-Tatenen.

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Uaset: 

Sie verkörpert den thebanischen Gau und später die Stadt Theben. Zusammen mit Amun führt sie dem König, den an Stricken gefesselten Gefangen vor. Während der König von seiner Barke aus opfert, stimmt sie Litaneien zu Ehren des Gottes Amun an. Ihr Zeichen ist das Gauzeichen von Theben. Dargestellt wird sie mit Pfeil und Bogen auf dem Haupt und einer Keule in der Hand.

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Uneg: 

Er ist ein Pflanzengott. Der Gott Re gilt als sein Vater. Er begleitet Re und beschützt den Himmel.

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Unut: 

Sie ist die Hasengöttin von Hermopolis und Schutzgöttin, aber auch eine Unterweltsdämonin. Ihr Titel ist „Herrin von Unu“. Dargestellt wird sie als Hase.

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Upuaut: 

Er ist der Ortsgott von Siut bzw. Asynt. Er ist auch Kriegsgott, der siegreich den Weg bahnt im Kampf. Da er den Toten voran schreitet ist er auch Totengott, aber nur in Abydos. Sein Hauptkultort ist Lykoloplis. Dargestellt wird er als stehender schwarzer Schakal oder Wolf. Der Bogen und die Keule sind seine Attribute.

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Uräus: 

Sie ist die Nachbildung einer sich aufbäumenden giftigen Kobra und die Stirnschlange der Götter und Könige. Sie wird als Diadem getragen. Angeblich leuchtet sie und bäumt sich an der Stirn getragen gegen die Feinde auf. Angeblich kann sie sie mit einem Gluthauch ihres Feueratems vernichten. Ursprünglich war sie das Symboltier der Uto, das später zum Symbol der Königsherrschaft wurde. Der König der das Diadem trägt hat Anteil an der Macht Uto‘s, die da wären: Schrecken, Achtung, Macht und Liebe.

Urthekau: 

Es gibt zwei Erklären für den Namen Urthekau. Zunächst ist sie die Kronengöttin und verkörpert die geheimnisvollen überirdischen Kräfte der Königskrone. Dargestellt wird sie als Mensch mit Löwenkopf.Weiterhin wird Urthekau als Beiname von Göttinnen verwendet.

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Wosret: 

Sie ist die Schutzgöttin des jungen Horus und wurde in Theben verehrt. Später wurde sie Isis und Hathor gleichgesetzt.

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Zenenet: 

Ihr Name bedeutet „Die Erhobene“. Zenenet ist eine Göttin und die Partnerin von Month. Sie wurde in Hermonthis verehrt. Später ist sie mit Rait-taui verschmolzen.

Ägyptische Erzählungen

Der Streit zwischen Horus und Seth

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Der Mythos ist in zahlreichen Varianten und Geschichten erhalten geblieben. Hier wird eine gekürzte Fassung von einem Text aus der Zeit Ramses V. (etwa 1160 v.Chr.) erzählt.

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Das Tribunal

Als Horus erwachsen geworden war, beschloss er Anspruch auf den ägyptischen Thron zu erheben, denn immerhin war er der legitime Sohn des früheren Herrschers Osiris, der nur durch Seths Machthunger getötet wurde. Aber da hieß es erst einmal, seinen Onkel Seth vom Thron zu stoßen und so wandte er sich an ein Tribunal, dem die wichtigsten Götter unter dem Vorsitz des Sonnengottes Re angehörten. Horus' Großvater Schu und der Weisheitsgott Thot unterstützten ihn in seinem Vorhaben. Isis glaubte ihren Sohn schon sicher auf dem Thron Ägyptens zu sehen und schickte den Nordwind in die Unterwelt, um Osiris die gute Nachricht zu überbringen.
Aber Re war sich nicht sicher, ob Horus der richtige Herrscher wäre. Er ist zwar der Nachfolger seines Vaters Osiris, aber Seths Herrschaft ist immerhin durch seine Macht und Stärke berechtigt.
Seth schlug vor, den Streit außerhalb des Gerichtssaales bei einer Kraftprobe zu entscheiden, was aber von Thot abgelehnt wurde. Die nächsten 80 Jahre geschah nun gar nichts. Als die Geduld des Gerichtes zu Ende war, fragte man die Göttin Neith um Rat. Sie stellte sich mit der Begründung der Erbfolge auf Horus' Seite, schlug aber gleichzeitig vor, Seth durch die beiden Töchter des Re Anat und Astarte zu entschädigen.
Das Gericht war einverstanden aber Re war da ganz anderer Meinung. Er nannte Horus einen Schwächling, der keine Autorität zum König hätte. Daraufhin machte ein unbedeutender Gott sich lustig über Re, so dass er beleidigt abzog. Seiner Tochter Hathor gelang es aber ihn zurückzuholen, indem sie sich vor ihm auszog und seine Freude über ihre Schönheit weckte.
Nun brachten Seth und Horus noch mal ihre Thronansprüche vor. Seth war der Meinung, dass er genau der Richtige wäre, weil er so stark und mächtig ist, die große Apophisschlange jeden Tag zu besiegen und somit das Chaos zu verhindern. Horus unterstrich noch mal seine Legitimität als rechtmäßiger Nachfolger seines Vaters Osiris. Isis schaltete sich zu Gunsten ihres Sohnes Horus ein, was Seth so sehr erzürnte, dass er drohte jeden Tag einen Gott zu töten und kein Gericht anzuerkennen, dem Isis beigehörte. Deswegen verlegte Re den Gerichtshof auf eine abgelegene Insel und befahl den Fährmann Nemty niemanden, der Isis auch nur ein wenig ähnelte auf die Insel zu lassen.

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Isis' List

Isis wollte unbedingt auf die Insel und verwandelte sich in eine alte Frau, steckte einen goldenen Ring um den Finger und nahm eine Schüssel Mehl unter den Arm. So bestückt machte sie sich auf zur Fähre und bat Nemty sie auf die Insel zu bringen, der sich aber strickt dagegen weigerte. Isis flehte ihn an und sagte, sie müsse dringend einem jungen Hirten etwas zu essen bringen. Letztendlich ließ sich Nemty doch überzeugen und forderte als Gegenleistung den goldenen Ring.
Auf der Insel angekommen wartete Isis bis die Götter bei ihren Verhandlungen eine Pause einlegten, verwandelte sich in eine schöne Frau und näherte sich in ihrer neuen Gestalt Seth, der auch sofort Gefallen an ihr fand. Isis gab sich als Witwe aus, deren Sohn von einem Fremden bedroht wird, der ihm die väterliche Herde wegnehmen und aus dem väterlichen Haus vertreiben will. Seth war empört über das Verhalten des Fremden und stellte sich auf die Seite des Sohnes. In diesem Moment verwandelte sich Isis in ein Sperberweibchen und flog zum nächsten Baum, wo sie Seth vorwarf sein eigenes Verhalten gegenüber Horus und Osiris verurteilt zu haben. Unter Tränen berichtete Seth Re was vorgefallen war. Der Sonnengott empfand aber kein großes Mitleid mit ihm. Dem Fährmann Nemty wurden zur Strafe die vorderen Glieder seiner Beine abgerissen und er schwor sich nie wieder vom Gold verleiten zu lassen.

Der Wettkampf

Das Gericht wurde in die westliche Wüste verlegt, wo die Götter Horus als rechtmäßigen Thronfolger bestätigten. Seth erhob Einspruch gegen das Urteil und forderte Horus auf in einem Wettkampf seine Kraft zu beweisen.
Seth schlug vor, dass sich beide in Nilpferde verwandeln und drei Monate unter Wasser aushalten sollen. Wer eher auftaucht, verliert den Thronanspruch. Horus war einverstanden. Nach einer Weile sorgte sich Isis so sehr um ihren Sohn, dass sie eine Harpune anfertigte. Unglücklicherweise wurde Horus aber mit der ersten Harpune getroffen. Sofort entfernte sie diese durch Magie. Der zweite Wurf traf dann endlich Seth, der Isis darum bat ihn zu verschonen. Immerhin sind die beiden Bruder und Schwester. Isis empfand Mitleid mit Seth und entfernte die Harpune. Das erzürnte Horus so sehr, dass er aus dem Nil auftauchte und ihr den Kopf abschlug, den er mit in die Berge nahm. Isis Leichnam verwandelte sich in eine Statue aus Feuerstein. Als Re von dieser Tat erfuhr, schwor er, dass er Horus finden und ihn für seine Tat bestrafen werde.

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Das Auge des Horus

Eines Tages entdeckte Seth den schlafenden Horus in einer Oase, riss ihm die Augen aus und begrub sie in den Bergen, wo sie sich in Lotosblüten verwandelten. Seth hielt ihn für tot und verschwieg Re bei seiner Rückkehr Horus gefunden zu haben. Währenddessen fand die Göttin Hathor den weinenden Horus in den Bergen. Sie benetzte seine Augen mit Gazellenmilch und gab ihm durch Zauberkraft sein Augenlicht wieder. (In einer anderen Version stahl Seth das linke Auge des Horus, das den Mond verkörperte. Auch hier wurde das Auge wieder geheilt. In beiden Varianten wird das Auge nur in Einzahl erwähnt. Durch die Heilung gewann es an Stärke und war deswegen als "Auge des Horus" oder "Udjat-Auge" als Schutzamulett sehr populär.)
Isis kehrte bald darauf wieder ins Leben zurück.

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Der Streit zwischen Re und Osiris

Thot überredete eines Tages Re, einen schmeichelnden Brief an Osiris in die Unterwelt zu schicken, um ihn um seinen Rat zu fragen. Osiris war entsetzt, dass man seinem Sohn so übel mitspielte. Ist er, Osiris, nicht derjenige, der die Götter mit Weizen und Gerste ernährt? Hat deswegen nicht sein Sohn Anspruch auf den Thron? Re aber behauptete, es gäbe auch Gerste und Weizen ohne ihn. Osiris wiederum unterstrich seine Macht dadurch, dass alle früher oder später in sein Totenreich einkehren müssen. Die Götter stimmten Osiris zu und dann waren sich alle einig, dass Horus der rechtmäßige Nachfolger seines Vaters ist. Seth wurde von Isis gefesselt vor Gericht gebracht und er gab aufgrund der misslichen Lage zu, dass der Thron Horus gehört. Seth erhielt als Entschädigung von Re einen Platz im Himmel, wo er sich als Donnergott am Gewitter erfreuen konnte. (In einer anderen Version wurde Seth in die Wüste verbannt, wodurch der Gegensatz zwischen Osiris als Fruchtbarkeitsgott und Seth als Sinnbild der Vertrocknung und Zerstörung deutlich wurde.)

Der Löwe und die Maus

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Die Fabel ist ein Teil vom "Mythos vom Sonnenauge", in der Thot versucht, die Sonnenkatze Tefnut von Obernubien wieder zurück nach Ägypten zu holen. Das erweist sich als ziemlich schwierig, denn wenn Tefnut wütend wird, verwandelt sie sich in eine herrische Löwin und als Tochter des Re kann sie über Leben und Tod entscheiden und somit Thot töten. Um sie also gnädig zu stimmen, erzählt er ihr einige Fabeln, darunter auch die vom Löwen und der Maus.
Diese Fassung stammt aus römischer Zeit, die Geschichte ist aber schon früher belegt.

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Es war einmal ein Löwe in der Wüste, der stark war an Kraft und gern jagte. Das Wild der Berge kannte die Furcht und Schrecken vor ihm.
Eines Tages begegnete er einem Panther, dessen Haut geschunden und dessen Fell zerrissen war; halb tot, halb lebendig, trug er viele Wunden.

Da sagte der Löwe: "Wie kommst du in diesen Zustand, in dem du bist? Wer hat deine Haut zerrissen, dein  Fell geschunden?"
Da antwortete ihm der Panther: "Der Mensch ist es gewesen."
Da sagte der Löwe zu ihm: "Der Mensch? Wer ist das?"
Und der Panther antwortete ihm: "Es gibt nichts Listigeres als ihn, den Menschen. Mögest du niemals in die Hand des Menschen fallen!"
Da wurde der Löwe zornig auf den Menschen und ging von dem Panther weg, um den Menschen zu suchen.
Da begegnete der Löwe einem (Haustier-) Gespann, an dessen Zaumzeug (eine Trense) war; ein Gebiss war im Maul des Pferdes und eine Kandare im Maul des Esels.

Der Löwe sprach zu ihnen: "Wer ist das gewesen?"
Da sagten sie: "Unser Herr, der Mensch ist es gewesen."
Da sagte er: "Ist der Mensch denn stärker als ihr?"
Und sie antworteten: "Unser Herr, es gibt nichts Listigeres als ihn, den Menschen. Mögest du nie in die Hand des Menschen fallen!"
Da wurde der Löwe zornig auf den Menschen und ging von ihnen fort.
Es begegnete ihm nun folgendes mit einem Stier und einer Kuh, deren Hörnerspitzen abgestumpft, deren Nasen durchbohrt und an deren Köpfen Stricke waren. Er fragte sie, und sie nannten ihm wieder den gleichen Grund.
Dann begegnete ihm folgendes mit einem Bären, dessen Krallen ausgerissen und dessen Zähne abgestumpft waren. Er fragte: "Ist der Mensch auch stärker als du?"
Er sagte: "So ist es. Mir diente ein Diener, und er bereitete mein Futter zu. Da sagte er einmal zu mir: 'Wahrlich, deine Krallen hängen aus deinem Fleisch heraus. Du kannst mit ihnen kein Futter mehr fassen. Deine Zähne sind lose, und sie lassen das Futter deinem Maule nicht mehr schmecken. Lass sie mich herausziehen! Ich hole dir das Doppelte an Futter.'
Da ließ ich sie ihn herausziehen, und er nahm meine Krallen und meine Zähne an sich; ich hatte aber keine andere Kraft außer ihnen. Er streute mir Sand in den Augen und lief von mir fort."
Da wurde der Löwe zornig auf den Menschen und ging von dem Bären weg, um den Menschen zu suchen.
Da traf er einen (anderen) Löwen, der zwischen einem Wüstenbaum (so eingeklemmt war), dass das Holz sich über seine Tatze schloss, so dass er sehr traurig war, weil er nicht weglaufen konnte. Da sagte der Löwe zu ihm: "Wie kommst du in diese schlimme Lage, in der du bist? Wer hat dir das angetan?"
Da sagte ihm der andere Löwe: "Der Mensch ist es gewesen. Hüte dich! Trau ihm nicht! Der Mensch, er ist schlecht. Begib dich nicht in die Hand des Menschen! Ich hatte zu ihm (dem Menschen) gesagt: 'Was für ein Gewerbe betreibst du?' Da sagte er: 'Mein Gewerbe ist es, einen alt werden zu lassen. Ich könnte dir einen Talisman machen, dass du nie stirbst. Wohlan, ich will dir ein Stück Holz abschneiden und es dir als Talisman auf deinen Leib legen, auf dass du in Ewigkeit nicht sterben wirst.' Da ging ich mit ihm, bis zu diesem Wüstenbaum. Er sägte ihn ab und sagte zur mir: 'Gib deine Tatze her!' Da legte ich meine Tatze zwischen das Holz und er schloss einen Spalt darüber zu. Als er nun von mir wusste, dass meine Tatze gefesselt war, so dass ich nicht hinter ihm herlaufen konnte, da streute er mir Sand in die Augen und lief fort."
Da lachte der Löwe und sagte: "O Mensch, wenn du in meine Hand fällst, dann zahle ich dir das Leid heim, das du meinen Gefährten in der Wüste angetan hast!"
Als nun der Löwe auf der Suche nach dem Menschen hinausging, da begab es sich, dass sich eine kleine Maus unter seiner Tatze verlief, zierlich von Aussehen und winzig an Gestalt. Als er im Begriff war, sie totzutreten, sagte die Maus zu ihm: "(Zertritt) mich nicht, mein Herr Löwe! Wenn du mich frisst, wirst du davon nicht satt. Wenn du mich loslässt, so wirst du nach mir nicht weiter Hunger haben. Wenn du mir aber mein Leben als Geschenk gibst, so werde ich auch dir dein Leben als Geschenk geben. Wenn du mich vor dem  Verderben bewahrst, so werde ich dafür sorgen, dass (auch) du deinem Unglück entgehst."
Da lachte der Löwe über die Maus und sagte: "Was willst du schon tun? Gibt es denn einen auf Erden, der es mit mir aufnehmen könnte?"
Da schwur sie ihm noch einen Eid mit den Worten: "Ich werde dafür sorgen, dass du deinem Unglück entgehst an deinem bösen Tage."
Der Löwe hielt zwar das, was die Maus zu ihm gesagt hatte, für Scherz, aber er überlegte bei sich: Wenn ich sie fresse, werde ich wahrhaftig nicht satt - und er ließ sie frei.
Es war einmal ein Jägersmann mit einem Netz, der Fallen stellte und eine Fallgrube vor dem Löwen aushub. Nun fiel der Löwe in die Fallgrube und geriet so in die Hand des Menschen. Man steckte ihn in das Netz, fesselte ihn mit trockenen Riemen und band ihn mit frischen Riemen.
Als er nun traurig in der Wüste lag - es war die Nachtstunde des Herzerfreuens-, da wollte der Schicksalsgott ihren (der Maus) Scherz wahr machen wegen der prahlerischen Worte, die der Löwe gesprochen hatte, und er ließ die kleine Maus vor dem Löwen treten. Sie sagte ihm:
"Erkennst du mich wieder? Ich bin die kleine Maus, der du das Leben gegeben hast. Ich bin gekommen, um es dir heute zu vergelten, und will dich aus deinem Unglück erretten, nachdem du (in die Hand des Menschen) gefallen bist. Schön ist es, dem eine Wohltat zu erweisen, der sie selbst getan hat."
Da legte die Maus ihren Mund an die Fesseln des Löwen. Sie zernagte die trockenen Riemen und durchbiss alle frischen Riemen, mit denen er gebunden war, und löste den Löwen von seinen Fesseln. Dann aber versteckte sich die Maus in seiner Mähne, und er machte sich an jenem Tage mit ihr auf in die Wüste.

Möge der Hörer lernen aus dem wunderbaren Ereignis, das hier erzählt ist von der kleinen Maus, dem schwächsten Tier in der Wüste, und dem Löwen, dem stärksten Tier in der Wüste. Möge er an den glücklichen Vorfall denken, den der Schicksalsgott hat geschehen lassen, damit sein Heil sich erfülle.

Die Vorzüge eines Schreibers

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Aus der Lehre des Cheti
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Ich lasse dich die Schriften mehr lieben als deine Mutter.

Ich führe dir ihre Schönheit vor Augen; sie ist größer als die aller anderen Berufe, und im ganzen Land gibt es nichts, was ihnen gliche.

Kaum hat ein Schriftkundiger angefangen heranzuwachsen - er ist noch ein Kind -, so wird man ihn grüßen und ihn als Boten senden; er wird nicht zurückkommen, um sich in den Arbeitsschurz zu stecken ...

Der Maurer baut, er ist immer draußen im Winde und baut im Arbeitsschurz; seine Arme stecken im Lehm, alle seine Gewänder sind beschmiert.

Er muss sein Brot mit ungewaschenen Fingern essen.

Sein Brot gibt er seiner Familie, seine Kinder sind Fronarbeiter ...

Siehe, es gibt keinen Beruf, in dem einem nicht befohlen wird, außer dem des Beamten; da ist er es, der befiehlt.

Wenn du schreiben kannst, wird dir das mehr Nutzen bringen, als alle die Berufe.

Nützlich ist dir schon ein Tag in der Schule, und eine Ewigkeit hält die in ihr geleistete Arbeit vor wie Berge