Öle von A-Z

Anwendungen

Öle und Sternzeichen

Beschreibung von 116 ätherischen Ölen von Alant bis Zypresse, Wirkung + Anwendung. Duftmischungen Massageöle Bäder Hautpflege  Insektenmittel Putzmittel Getränke Jedem Sternzeichen werden bestimmte Elemente aber auch Düfte zugeordnet.
Trägeröle Grundregeln Sicherheits- hinweise
Vom Aprikosenkernöl bis zum   Weisenkeimöl, Eigenschaften, kosmetische Wirkung, Hinweise zu Anwendung und Dosierung von ätherischen Ölen. Gefahren bei der Öl- anwendung + toxische Wirkung.

      Ätherische Öle...

                              ...die Seele der Pflanzen

Das Wissen um die Wirkung ätherischer Öle ist alt. Schon die Ägypter, Sumerer, Assyrer und Chinesen, Römer und Polynesier setzten duftende Pflanzenessenzen für die verschiedensten Zwecke ein. Die Ägypter destillierten als erste Pflanzen, um daraus ätherische Öle zu gewinnen. Diese wurden zu Heilzwecken, bei religiösen Zeremonien, zur Körper- und Gesichtspflege oder auch als Parfum verwendet.

Keine andere Sinneswahrnehmung ist so unmittelbar wie das Riechen. Gerüche wecken längst verschüttete Erinnerungen und stimulieren Empfindungen wie Abscheu oder Verlangen. Optische und akustische Reize kann der Mensch ausschalten - nicht aber die Geruchswahrnehmung. Sie entzieht sich der Kontrolle durch den Verstand und spricht unsere Instinkte an.

 

Wir wollen immer wieder neue, sinnliche Erfahrungen machen. Ätherische Öle stimulieren den Geruchssinn, heben die Stimmung und wirken sich positiv auf unser Verhalten und unser geistiges und körperliches Wohlbefinden aus. Egal ob als Badezusatz, Massageöl, Raumluftverbesserer, Insektenschutzmittel, Haushaltsmittelzusatz oder zur Behandlung, Düfte sorgen für gute Laune, stimulieren die Sinne und tragen zur Entspannung bei.

 

Während Wissenschaftler erforschen, warum Gerüche Emotionen, Assoziationen und pharmakologische Reaktionen auslösen, behandeln Ärzte mit den ätherischen Ölen Infekte, Wunden, Magen-Darm- und Hautprobleme. Scharlatanerie oder sanfte Medizin? Darüber mag sich jeder selbst ein Urteil bilden und eigene Erfahrungen machen. Hier geht es um die Chancen und Risiken der Aromatherapie.

Bei richtiger Anwendung können ätherische Öle zur Entspannung und Aktivierung geistiger Kräfte beitragen, einfach einen Raum angenehmer gestalten, Stunden zu zweit bereichern, manche Beschwerde lindern und auch zur Schönheitspflege eingesetzt werden.

 

Was bewirken ätherische Öle?

Die Aromatherapie ist eine Untergruppe der Pflanzenheilkunde. Pflanzen enthalten neben Wasser, Flavone, Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe und anderen Stoffen auch ätherische Öle. Ein ätherisches Öl wiederum enthält eine Vielzahl von unterschiedlichen chemischen Komponenten..

Terpene – Ester – Kumarine – Alkohol – *Phenole – Lactone – Ketone – *Phenylether – Aldehyde - Oxide

Viele dieser Inhaltsstoffe sind allerdings noch nicht identifiziert. Ein ätherisches Öl besteht jedoch aus mehr als aus seinem Duft. Je nach Schwerpunkt der Inhaltsstoffe und Dosierung wirken die ätherischen Öle mehr oder weniger stark auf der körperlichen oder seelischen Ebene.

Ätherische Öle von guter Qualität sind ph-neutral bis leicht sauer, das erklärt weshalb viele dieser Öle antibakteriell wirken. Je nach Inhaltsstoffen wirken sie unter anderem auch:

Antiseptisch, erfrischend & stimulierend
=> Monoterpene

Beruhigend, entzündungswidrig & hautregenerierend
=> Sesquiterpene

Immunstimulierend, stimmungsaufhellend & hautfreundlich
=> Alkohol(e)

Antiviral, beruhigend & entzündungshemmend
=> Aldehyde

Entkrampfend & ausgleichend
=> Ester

Auswurffördernd & schleimlösend
=> Oxide

                                     (*) Stark phenol- und ketonhaltige Öle wie z. B. Piment, gewisse Minzen, Thymian 

                                             (thymol & carvacrol), Rosmarin (borneon & verbenon), Salbei , Dill & Ysop (diese

                                             Liste ist nicht vollständig und sollten nicht von Laien verwendet werden.)

 

      Rübezahl wüscht viel spaß beim Stöbern auf den "Ölseiten".

Probieren Sie aus, halten Sie sich an die Hinweise zu Dosierung und an die Warnungen. Dies hier erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Sie sind für das was Sie tun wie immer selbst verantwortlich.   

 

 

 

                                                    

 

                                                           Grundregeln

 

 


Ätherische Öle stimulieren den Geruchssinn, heben die Stimmung und wirken sich positiv auf unser Verhalten und unser geistiges und körperliches Wohlbefinden aus. Daher bieten sie sich auch für vielerlei Dinge an. Man kann aus ihnen zum Beispiel Badezusätze, Massageöle, Raumluftverbesserer, Insektenschutzmittel und Haushaltsmittelzusätze herstellen. Ebenso eignen sie sich für kosmetische Behandlungen

Man sollte lediglich ein paar Regeln beachten, dann kann eigentlich nichts schief gehen.

 

Vorsicht bei der Dosierung

Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Immer nur tropfenweise verwenden.

Nie mehr als angegeben verwenden. Bei Überdosierung sind manche Öle giftig.

Ätherische Öle nie pur auf die Haut auftragen.

Öle niemals einnehmen.

 

Ätherische Öle nur zur Behandlung leichterer Beschwerden verwenden.
Bei anhaltenden Symptomen immer einen Arzt aufsuchen.

 

Ist ein Spritzer Öl ins Auge gelangt, mit einigen Tropfen reinem Mandelöl, nie mit Wasser auswaschen. Dann unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Öle stets außer Reichweite von Kindern aufbewahren.

 

Nach einer Massage möglichst 24 (zumindest 12) Stunden nicht baden oder duschen. Erst dann hat die Haut das Öl vollständig aufgenommen.

Bei Massagen Ölmischung nie direkt aus der Glasflasche gießen, da diese aus der öligen Hand gleiten und zerbrechen könnte. Besser in eine Schale geben und Hände eintauchen.

 

Bei den Duftlampen wird leider oft Missbrauch getrieben. Es macht keinen Sinn, sie den ganzen Tag brennen zu lassen und ätherische Öle in höchster Konzentration einzusetzen. Davon bekommt man höchstens Kopfschmerzen.

   Sicherheitshinweise

  • Ätherische Öle nie pur verwenden

  • Außer wenn ausdrücklich angegeben, sind ätherische Öle stets mit Wasser oder einem Basisöl zu mischen.

  • Folgende ätherische Öle gelten als toxisch und sollten überhaupt nicht verwendet werden:
    Beifuß - Artemisia vulgaris
    Bittermandel - Prunus amygdalus var. amara
    Boldo - Peumus boldus

  • Wenn man zu Allergien neigt, ist es besser, Duftstoffe nur zu therapeutischen Zwecken einzusetzen

  • Allergiker sollten besser auf eine tägliche Dauer-Aromatherapie verzichten

  • Die orale Anwendung ätherischer Öle sollte nur durch Ärzte oder spezielle Aromatherapeuten erfolgen, die das jeweilige ätherische Öl in allen therapierelevanten und toxikologischen Aspekten genau kennen

  • Ätherische Öle sind hochwirksame Substanzen, die - falsch angewendet oder zu hoch dosiert - zu Nebenwirkungen führen können

  • Immer nur hochwertige ätherische Öle verwenden, da nur diese die beschriebenen Wirkungen haben und immer an die Tropfenangaben der vorgestellten Mischungen bei den Rezepten halten


Während der Schwangerschaft

 

Schwangere sollten vor der Arbeit mit ätherischen Ölen ihren Arzt konsultieren.                       Folgende Öle meiden

Anis -  wehenauslösend

Bay -  wehenauslösend

Basilikum

Engelwurz

Estragon

Fenchel

Kampfer

Lorbeer

Majoran

Myrrhe

Muskatnuß  -  wehenauslösend

Nelke -  wehenauslösend

Rosmarin

Salbei

Schafgarbe

Thymian

Wacholder

Zedernholz

Zitronell 
Zimt

 

Unter Lichteinfluss toxische Öle

 

Manche Öle können, vor allem unter Sonneneinfluß, zu Hautreizungen führen. Immer nur halb so stark wie andere Öle dosieren (bei Zitrone nur ein Drittel!) und mindestens sechs Stunden nach der Anwendung Sonne meiden:

Bergamotte

Engelwurz

Ingwer

Limone

Mandarine

Orange

Zitrone

Zitronell

auch Basilikum und Lorbeer können die Haut reizen

   Planzenöle Übersicht über fette Öle


Die wenigsten Ätherischen Öle kann man ohne Reitzungen direkt auf die Haut auftragen, man mischt sie mit Basisölen. Welches Öl sich für welchen Zweck und Hauttyp eignet, ist hier aufgelistet.
Verwendet möglichst nur kaltgepreßte Öle, denn diese enthalten Vitamine und andere Substanzen, die hitzeempfindlich sind.

 

Name

Eigenschaften

Kosmetische Verwendung

Aprikosenkernöl

unaufdringlicher Geruch, gute Haltbar-
keit, weichmachend, hell- bis mittelgelb

gute Grundlage für Hautcremes und
Körperöle, alternde, trockene Haut

Avocadoöl

geruchlos, sehr fett, mild und weichmachend, hellgelb bis transparent, hoher Vitamingehalt, gute Haltbarkeit

sehr gute Grundlage für Hautcremes und Körperöle, für normale Haut

Boretschöl

hoher Gehalt an Gammalinolsäure, sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden

empfehlenswert für Gesichtsöle wegen verjüngender Eigenschaften

Canolax „Kanadisches Öl"

sehr leicht, farblos, dringt sehr gut in die Haut ein, hoher Gehalt an Linolensäure, wird nicht ranzig

ausgezeichneter Träger für Massageöle

Distelöl (Färber-auch Safloröl)

geruchlos, geringe Haltbarkeit, Vitamin-E-haltig, höchster Gehalt an Linolensäure, hellgelb bis transparent

Basisöl für Cremes, Gesichts- und Massageöle, bei normaler, trockener und
alternder Haut

Haselnußöl

typischer Nußgeruch, sehr fett, geringe Haltbarkeit, goldgelb bis hellbraun, nicht trocknend

geeignet für Reinigungs- und Nährcremes bei trockener, schuppiger Haut

Jojobaöl

flüssiges Wachs, sehr gute Haltbarkeit, milder, nussiger Geruch, feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend

sehr gute Grundlage für alle Cremes und Hautöle, für alle Hauttypen geeignet, auch für Babyhaut, idealer Träger für Parfümöle und Haaröle

Maiskeimöl

frischer Geruch, hoher Vitamin-E-Gehalt gute Haltbarkeit, hell- bis goldgelb

Cremes und Öle zur Reinigung und Regeneration für jeden Hauttyp

Mandelöl

zarter, süßlicher Geruch, gute Haltbarkeit, hellgelb bis transparent, beruhigend, reizmildernd, glättend, pflegend

sehr gutes Hautöl für jeden Typ, empfindliche Babyhaut

Nachtkerzenöl

unaufdringlicher Geruch, hoher Anteil an Linol- und Linolensäuren, sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden

Hautöle und Cremes bei trockener, entzündeter Haut

Olivenöl

würziger Geruch, sehr fett und schwer, hell- bis dunkelgrün, gute Haltbarkeit, gute Heilwirkung

sehr gutes Körperöl bei schuppiger trockener Haut, geeignet für „Herrendüfte"

Pfirsichkernöl

typischer Geruch, hell- bis mittelgelb, sehr gute Haltbarkeit, sehr dünnflüssig

für Hautcremes und -öle, gut verträglich für alle Hauttypen

Rosa musceta „Hagebuttenöl"

lindernd, nährend, geweberegenerierend,
hoher Gehalt an Gammalinolensäure

empfehlenswert für Gesichtsöle

Sesamöl

nussiger Geruch, mittelbraun, hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren, natürlicher, aber geringer UV-Schutz, gute Haltbarkeit

gute Grundlage für Körper- und Massageöle, für tägliche Hautpflege

Sojaöl

bohnenartiger, erdiger Geruch, sonnengelb, gute Haltbarkeit, sehr fett und nährend, Vitamin-E-haltig

für Cremes und Öle zur Regeneration, Packungen, nicht für fette Haut

Sonnenblumenöl

leicht nussiger Geruch, hell- bis goldgelb, sehr gute Haltbarkeit, hoher Vitamin-E-
Gehalt

für Hautcremes und Öle, bei fetter und unreiner Haut

Traubenöl

sehr leicht, farblos, dringt gut in die Haut ein

zu Reinigung und Anregung

Walnußöl

typischer, herber Geruch, braungelb, dünnflüssig, leicht trocknend, hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, gute Haltbarkeit

Nährcremes zur Regeneration für jede Haut, zieht schnell ein

Weizenkeimöl

kräftiger Geruch, sehr schwer (nur in geringen Mengen Beigeben),  hellgelb, sehr gute Haltbarkeit, hindert Mischung am Ranzigwerden, hoher Vitamingehalt (E, A, B), wirkt geweberegenerierend, verbessert die Hautelastizität

gute Eignung für Hautcremes, Haut- und Badeöle, tägliche Pflege, jeder Hauttyp