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     Alantwurzel

Inula helenium (Echter Alant)

auch Helen(en)kraut, Großer Heinrich, Brustalant; für die Wurzel auch: Aletwurzel, Altwurzel, Oldwurzel, Darmwurz, Donavarwurzel, Edelherzwurzel, Fadenwurzel, Glockenwurzel, Handwurzel, Odinskopfwurzel, Schlangenwurz, Umlenkwurzel

 

Herkunft

Ursprünglich beheimatet ist die Pflanze wahrscheinlich in Zentralasien und Südosteuropa, eingebürgert in Kleinasien, Nordamerika und Mitteleuropa (bis Großbritannien und Norwegen). Die heute verwendeten Pflanzen stammen aus Kulturen, vorwiegend in China, GUS-Staaten und Bulgarien. Kleinere Anbauflächen gibt es auch in Nordholland, Belgien, Frankreich, Deutschland, Polen u.a.

 

Gewinnung

Der ästige, verdickte Wurzelstock wird samt Wurzeln im Herbst geerntet. Zu diesem Zeitpunkt, am Ende der Vegetationsperiode, ist der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten. Man unterwirft die Pflanzenteile einer Wasserdampfdestillation, dabei entsteht in einer Ausbeute von 1 bis 3% des Ausgangsgewichtes Auch die Methode der Lösemittel-Extraktion kann angewandt werden.

Destillierte Alantwurzelessenz ist sehr dickflüssig-viskos oder nahezu salbenartig-halbfest und dunkel-cremefarbig bis gelb-bräunlich.

 

Wirkung:

Die Inhaltsstoffe von Alant wirken vor allem antiseptisch.

Wirkung bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege, der Atemwege, Bronchialkatarrh, Keuch- und Reizhusten, Bronchitis durch auswurffördernde und schleimlösende Eigenschaften der Inhaltsstoffe.

Weiterhin auch bei Verdauungsstörungen, zur Magensekretionsförderung, Appetitanregend und Verdauungsfördernd. Seltener bei Menstruationsbeschwerden und Kopfschmerzen. Die Wirksamkeit der Wurzeln als schleimlösendes, gallenflußanregendes und wassertreibendes Naturmittel ist experimentell und klinisch nachgewiesen. Antiseptisch, sekretolytisch, expektorierend-hustenlindernd, verdauungsfördernd, diuretisch (harntreibend), emmenagog (menstruationsfördernd), beruhigend, anthelminthisch (=gegen Eingeweidewürmer, insbesondere Spulwürmer wirksam), antifungistisch (=gegen Mikropilze wirksam).

 

Vorsicht:

Allergische Reaktionen möglich.

Bei Überdosierung Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen.

Niemals während der Schwangerschaft anwenden.

 

Tip

Alantwein - Eine Handvoll geschnittener Wurzeln werden in einem Liter guten Weißwein angesetzt und eine Wochen lang stehengelassen. Die richtige Dosierung: Ein Likörglas zur Mahlzeit, gesüßt.

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