Der Duft der FEEN

 
zwischen den Bäumen
 in glasklarer Luft
 Zieht leicht euer Duft
 zum Träumen.

     
Der Dunkelheit Trauer,
      der Einsamkeit Ruh
      verfliegt dort im Nu
      wie ein Schauer.

 
Den Vielen verborgen
 in glasklarer Luft
 lebt ihr von dem Duft
 auch morgen.

     
Nur die, die vertrauen,
      den diesem Duft offen,
      gelangen vom Hoffen
      zum Schauen.

 

 Ich will zu den Feen..

 

Feen und Elfen 

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Woher kommen die Feensagen?

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Feen , Kobolde, Wichtel, Schutzengel, wer würde nicht gerne mal einen dieser netten Geister treffen? Existieren sie nur in unserer Fanatsie, oder gibt es sie wirklich?

 

Man sagt es gibt gute, aber auch böse Feen.

Die englische „Banshee“ ist eine Todesfee. Sie wird auch als die „Frau der Feen“ oder die „Frau aus den Hügeln“ bezeichnet. In der keltischen Mythologie kündigten die Todesfeen mit ihren Wehklagen einen bevorstehenden Tod an, und verkörperten die Unterwelt. Ihre Anführerin ist Áine, die Verstorbene auf ihrem Weg in die Unterwelt begleitet und auch Beschützerin des ungeborenen Menschen ist.

 

In vielen Märchen ist aber auch die Rede von guten Feen. Meist handelt es sich hierbei um ein hübsches weibliches Wesen, welches mit ganz besonderen Zauberkräften ausgestattet ist. Aus dem heidnischen Priesterinnenkult entstand die Annahme, daß sie im Jenseits, in ihrem eigenen Feenreich leben und in das Schicksal der Menschen einzugreifen vermögen. Das der Epos der Feen auch heute noch weiter lebt, kann man sehr gut am Beispiel der „Zahnfee“ erkennen. Dieser Brauch, wird heute noch unseren

Kindern vermittelt.

 

Die Darstellung einer Fee kann nicht vollkommen sein, da es ebensowenig wie den Menschen auch die Fee an sich gibt. Zunächt gilt einmal festzuhalten, daß auf der ganzen Welt männliche Feen und ganze Feenfamilien erwähnt werden. Dennoch überwiegen ganz eindeutig überall die weiblichen Feen - und zwar an Zahl und Bedeutung.
Im allgemeinen werden Feen als wunderschöne, bezaubernde Frauen beschrieben, die nach belieben auftauchen und wieder verschwinden können. Sie können sich, wann sie wollen, unsichtbarmachen. Im allgemeinen zeigen sie sich sowiso nur denjenigen, denen sie sich zeigen wollen. Lediglich unschuldige Kinder vermögen sie immer zu sehen.
Was das Aussehen der männlichen oder weiblichen Fee betrifft, so wird erklärt, die Feen seien von sehr kleiner Statur und sehr zierlich. Besonders Frauen sollen sehr hübsch und nicht selten blauäugig sein und häufig auch lange blonde Haare haben.
Die Frage, die ebenfalls des öfteren gestellt wurde, lautet, welcher Sprache sich die Feen eigentlich bedienen? Auch hier geben Märchen und Berichte verschiedene Auskünfte. Die Feen sprechen häufig nicht die Volkssprache sondern meistens die jeweilige Hochsprache des Landes. Ihr menschlicher Gesprächspartner scheint bei der Unterhaltung plötzlich imstande zu sein, die jeweilige Hochsprache zu verstehen und auch selbst zu sprechen.
Das Verkünden des Schicksals - oder ganz im allgemeinen das Weissagen - und das Spinnen sind zwei wesentliche Charakteristika der Feen. Sie sind den Feen des Himalaja ebenso zu eigen wie beispielsweise denjenigen des Balkans und Islands.
Die Feen rufen die Lebenden, damit sie bei ihnen wohnen sollen. Im Reich der Feen vergeht die Zeit ja auch wesentlich langsamer als in der menschlichen Welt. Wenn Menschen aus der Feenwelt nach einem Feentag in die menschliche Welt zurückkehren (konnten), so waren hier schon mehrere Jahrhunderte vergangen.
Feen sind kunstfertig und können ganz nach belieben den Menschen Gaben verleihen. Sie haben eine wundervolle angenehme und vor allem leise Stimme. Oft genug ist zu erfahren, daß die Feen jeglichen Krach und Lärm verabscheuen. Doch dafür lieben sie überall auf der Welt Musik, Tanz und Gesang. Sie berühren mit ihren Füßen kaum die Erde, wenn sie sich im Takt der Musik im Kreis wirbeln. Sie stehen in besonderer Nähe zur Natur. Ihr Reich sind die Wiesen, Wälder, Berge und das Wasser.
Feen können, wenn man sie kränkt, Krankheiten hervorrufen, die normale Ärzte nicht heilen können. Dies tuen die Feen aber eigentlich nur, wenn der Mensch sie respektlos oder unangemessen behandelt hat. Die Feen können in solchen Fällen launisch sein und darauf sehr empfindlich reagieren. Sie sind aber nie wirklich bösartig.
Sie haben eigene Gefühle, Interessen, Vorlieben und Antipathien, und sie streiten sogar miteinander.
Feen sind zu jeder Art von Schabernack bereit und was das angeht, sind die Grenzen zum Negativen durchaus fließend. Was der eine noch als Scherz versteht, ist dem anderen schon mehr ein Ärgernis. Dem müden Wanderer, der spät abends im Wald von übermütigen Feen "zum Spaß" in die Irre geleitet oder einen Abhang hinuntergeworfen wurde, konnte man wohl kaum verargen, wenn er nicht begeistert über diesen Jux war und die Feen für alles andere als freundliche Wesen hielt.

Aber gerade hierin liegt die Ähnlichkeit mit den Menschen: Sie sind keine Engel und auch keine Götter. Es gibt unter ihnen freundliche und gute, und solche, die man als Lausbuben unterschiedlicher Abstufung bezeichnen könnte. Ebenso falsch und ungerecht, wie die gesamte Menschheit nach ihren Missetätern zu beurteilen, wäre es, das Volk der Feen mit dessen unangenehmen Zeitgenossen gleichzusetzen. Genau dies ist aber mit dem Alp geschehen, wenn man den Christen nicht unterstellen will, daß sie ein freundliches Wesen in ein wirklich schlechtes umdeuteten.

Im allgemeinen sind die Feen gutmütig und hilfsbereit. Sie belohnen die Menschen für gutes Verhalten mit Geschenken, die zunächst oft geringfügig erschienen, sich dann aber dem, der sie dennoch zu schätzen weiß, als Gold oder andere Kostbarkeiten entpuppen.

Sorry, your browser doesn't support Java. Mit dem Herzen sehen

Sie saß am Bach und weinte. Sollte es wirklich alles zu ende sein? Sollte sie niemals mehr hier spielen, singen oder nach glatten Steinen suchen können? Nie mehr mit den kleinen Nymphen lachen oder mit ihnen um die Wette springen? Kleine Tränen rannen über ihre Wange und vermischten sich mit dem klaren Wasser des plätschernden Baches.

Wie hatte die Älteste des Elfenrates gesagt? „Wir müssen diesen Wald verlassen, denn die Menschen haben uns vergessen. Sie glauben nicht mehr an uns, sondern nur noch an das, was sie mit den Augen sehen können. Uns aber kann man nur mit den Augen des Herzens sehen. Das haben sie verlernt. Wir müssen sterben, wenn niemand mehr an uns denkt, laßt uns nach Ophir ziehen. Das ist der einzige Ausweg!“ Und alle vom Elfenrat hatten zugestimmt, bis auf die alte Haselfee, die schon immer anders gedacht hatte und sehr erfahren war. „Laßt uns noch eine Woche bleiben“,hatte sie den anderen vorgeschlagen, „wenn in dieser Woche kein Mensch an uns denkt oder unseren Namen ausspricht, dann wollen wir gehen.“

 

Sie hatte sich gefreut: eine Woche, bestimmt würde einer der Menschen nur einmal „Elfe“ sagen oder seinem Kind ein Märchen von ihnen vorlesen. Es gab doch so schöne Geschichten! Aber heute war der letzte Tag, und nichts war geschehen! Alle waren schon am Packen und es war merkwürdig still im Elfenwald. Sogar die Holunderfee sang nicht mehr, die sonst immer die Fröhlichste war.

Elfenkind sah ihr Spiegelbild im Bach und bemerkte, daß ihre Tränen jetzt wie kleine Perlen auf dem Wasser tanzten, schaukelnd und hüpfend dem Dorf entgegen, in dem die Menschen wohnten. Ob das ein Zeichen war?
 
Ganz aufgeregt lief sie zu ihren Eltern. “Hört“, sagte sie, „ich werde zu den Menschen gehen, und sie aufwecken, damit sie wieder richtig sehen können!“ - „Du? Was willst du ausrichten? Die Menschen haben uns nicht verdient.“ meinte ihre Mutter, und ihr Vater erwiderte: „Komm zur Vernunft, Elfenkind, wie willst du schaffen, was uns nicht gelang?“- „Träumerin, Träumerin!“ neckten sie ihre Brüder und nur Elfenkindskleineschwester, die erst so groß wie eine Hand war, machte ihr Mut und sagte: „Ich würde so gerne mitkommen und dir helfen, aber sie lassen mich nicht. Du kannst und wirst es schaffen, das weiß ich von Saron, dem Zauberer! Ich wünsche dir viel Glück, und sei vorsichtig, mein liebes Elfenkind!“
Elfenkind zog ihr schönstes, aus den guten, ausgeträumten Träumen der Menschen gewebtes Kleid an, das sie unsichtbar machte vor den Leuten im Dorf, denn das war in uralten Gesetzen so festgelegt, dass man Elfen nur mit den Augen des Herzens sehen kann, und federleicht schwebte sie auf den Weg.
Der war wider Erwarten sehr beschwerlich, und beinahe wäre sie mit ihrem zarten Kleidchen in den dornigen Brombeerranken hängengeblieben, wenn nicht im letzten Augenblick ein Käuzchen: „Hab´ acht! Hab´ acht!“ gerufen hätte. Dann begann es auch noch zu schneien, als Elfenkind gerade im Dorf ankam. Erwartungsvoll klopfte sie an die erste Tür. Ein Mann öffnete, sah sich um, brummte etwas in seinen Bart und schloß die Tür wieder. So ging es eins ums andere Mal. Elfenkind war entsetzt. „Sie können uns wirklich nicht sehen. Ihre Herzen haben keine Augen mehr!“ flüsterte sie und ging auf ein Wirtshaus zu, in dem viele Menschen lustig feierten. Elfenkind fror und hätte sich gerne ein wenig aufgewärmt, aber sie traute sich nicht hinein, denn diese Art von Fröhlichkeit war ihr fremd. So zog sie an der Klingelschnur, worauf ein griesgrämiger Wirt seinen Kopf zur Tür herausstreckte. „Wer war das? Wenn ich euch erwische, Lausbuben! Ich habe keine Zeit für solche Späße. Die vielen Gäste, ich muß Geld verdienen!“ rief er wütend. Er hatte sie auch nicht gesehen! Und sogar die Leute auf dem kleinen Markt, auf dem allerhand Bastelkram angeboten wurde, bemerkten das Elfenkind nicht. Sie dachten nur an ihr Geld, ihre Geschäfte, ihr Vergnügen und nicht an andere. Schon gar nicht an Elfenkinder.

Elfenkind fror. Sie war müde und erschöpft, als sie schließlich die Dorfkirche fand. Knarrend öffnete sich die alte Tür: drinnen war es kalt und still. Elfenkind kauerte sich auf eine der leeren Bänke. Der Schnee schmolz in ihren Haaren und tropfte auf ihr durchnäßtes Kleidchen. „Sie kennen uns wirklich nicht mehr, wir sind verloren, wir müssen fort“, hauchte sie und sah mit großen Augen auf das alte Kreuz, das über dem Altar hing. „Und dich kennen sie auch nicht mehr“, seufzte sie, dann fielen ihr die Augen zu.

 

Als sie wieder aufwachte, lag sie in einem kleinen Bettchen und neben ihr lag ein großes Menschenmädchen mit langen schwarzen Haaren und dunklen Augen. „Wo bin ich, was ist passiert?“ fragte Elfenkind überrascht.  „Ich fand dich in der Kirche, und weil du so frorst, habe ich dich mitgenommen und in mein Bettchen getragen und nun wärme ich dich.“ - „Du kannst mich sehen? Du kannst mit dem Herzen sehen?!!“ Elfenkind richtete sich auf und lächelte. “Wie spät ist es?“ rief sie ungeduldig. „Es wird wohl bald Mitternacht sein.“ antwortete das Menschenmädchen und wunderte sich, dass Elfenkind so fröhlich im Zimmer herumtanzte. „Wir sind gerettet, wir sind gerettet!“ rief sie immerzu und erzählte dem erstaunten Mädchen die ganze Geschichte. „Vielleicht kann ich dich sehen, weil ich ein Kind bin; aber sag, kleine Elfe, warum hast du dich bei all dem Schnee und der Eiseskälte zu uns Menschen aufgemacht?“ fragte das Mädchen.

„Weil ich euch liebhabe“, antwortete Elfenkind und lächelte.
„Ich habe dich auch lieb!“ antwortete die Kleine und streichelte sie ein wenig.
 

Am anderen Morgen verabschiedete sich Elfenkind früh und machte sich auf, denn sie vermisste ihren Wald gar sehr. Und sie vermisste Elfenkindskleineschwester, die ihr mehr von Saron, dem Zauberer, erzählen sollte. Und solltest du einmal eine Elfe vermissen, so ist das sehr gut für dich, denn dann kannst du mit dem Herzen sehen.

                                         (Rübezahl  bedankt sich bei der Einsenderin)

 

 

 

 

Was sind Naturgeister?

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Naturgeister sind höhere feinstoffliche Wesen, doch stehen sie den Menschen weit näher als beispielsweise die Götter. Sie leben neben uns auf dieser Erde und mischen sich gerne auch mal unter die Menschen. Sie ernähren sich teilweise von dem, was die Erde bietet. Sie spielen, streiten, und sind sehr menschlich in ihrer Verhaltensweise.

 

 

 

Naturgeister begegnen

 

Wie schon so oft auf diesen Seiten, weist Rübezahl   auch hier noch enmal darauf hin, das vieles eine Frage des Glaubens und der inneren Einstellung ist.

Viele halten den Feenglauben wahrscheinlich für blanken Unsinn, andere bewahren sich ihren kindlichen Glauben und ihre Freude am Unerklärlichen. Ihr alle kennst sowohl die eine, als auch die andere Sorte Mensch und wisst was ihr sympathischer findet.

Die Wahl habt ihr.. werdet erwachsen oder bewahrt euch ein kleines bisschen den kindlichen Blick auf diese manchmal so harte Welt.

 

Wichtig vor eine Beschäftigung mit Naturgeistern (nichts anderes sind Feen) ist es, zu allererst seine Gedanken auf dieses Zauberreich einzustimmen. Vielleicht haben wir bewußt, meist eher unbewußt schon einmal Kontakt mit ihm gehabt. Wenn ihr eine oder mehrere der folgenden Fragen mit ‚ja' beantworten könnt, ist dies wahrscheinlich:

  • Haben Sie schon einmal aus dem Augenwinkel einen Lichtblitz oder eine plötzlich schnelle Bewegung gesehen, die Sie sich nicht erklären konnten?

  • Haben Sie um Ihre Pflanzen oder Blumen im Garten ein flimmerndes Licht gesehen?

  • Hat Sie, während Sie die Straße entlanggingen, der Duft eines Baumes oder einer Blüte getroffen? (Das ist oft ein Signal, daß Sie begrüßt werden. Manche Menschen erleben dies, während Begleitpersonen es nicht bemerken).

  • Haben Sie sich im Keller, auf dem Dachboden oder in dunklen Bereichen Ihres Hauses ungemütlich gefühlt? (Dunkle Elfen lassen sich oft an solchen Orten nieder).

  • Ist Ihnen aufgefallen, daß Ihre Pflanzen besser wachsen, wenn Sie mit ihnen sprechen?

  • Sind Sie auf offenem Feld gegangen und haben sich Spinngewebe aus dem Gesicht wischen müssen? (Spinnen weben ihre Netze nicht in Gesichtshöhe auf offenem Feld. Sie brauchen etwas, an das sie sie hängen können. Wenn sie dies erlebt haben, war es die Berührung einer Feld-Fee).

  • Haben Sie Musik oder Gesang gehört, deren Ursprung nicht zu identifizieren war?

  • Träumen Sie oft, daß Sie sich draußen aufhalten - in Wäldern, auf Feldern, an Flüssen etc.? (Das kann ein Signal dafür sein, daß Feen Sie rufen, oder es sind Erinnerungen an Zeiten, in denen Sie mit Feen zu tun hatten)

  • Ist Ihnen aufgefallen, daß in Ihrem Haus auf unerklärliche Weise Dinge auftauchen, verschwinden oder plätzlich an anderer Stelle stehen oder liegen?

  • Sind Sie beim Camping oder bei einem längeren Aufenthalt im Freien schon einmal übermäßig schläfrig geworden? Die Energien der Nturgeister können zu veränderten Bewußtseinszuständen führen, und wenn Sie auf einen Feenhügel oder in seiner Nähe schlafen, weden Sie ungewöhnlich müde. Ted Andrews nennt dies 'Rip Van Winkle Syndrom'

  • Haben Sie schon von seltsamen Tieren oder Drachen geträumt?

  • Sind Ihre bevorzugten Tageszeiten die Morgen- und Abenddämmerung? Ihre Jahreszeiten Herbst oder Frühling?

 

Anzeichen für Annäherungsversuche und die Gegenwart von Feen

  • ein plötzliches unerklärliches Zittern oder Rascheln der Blätter

  • ein Wirbelwind oder eine Staubwolke

  • Grashalme beugen sich ohne wahrnehmbare Ursache

  • Plötzliche, unerklärliche Kälteschauer und Gänsehaut, wenn man allein in der Natur ist

  • Das Gefühl, ein Insekt würde durch das Haar krabbeln

  • Ein Kräuseln des Wassers, wenn nicht durch einen Fisch, eine Brise oder etwas anderes erklärbar

  • Extreme Albernheit und zeitweilig unkontrollierbares Gelächter

  • Ein unerklärlicher Zeitverlust

Die besten Zeiten für Feenkontakte

  • Morgendämmerung

  • Abenddämmerung

  • Mittag

  • Mitternacht

  • Tag- und Nachtgleiche und Sonnenwenden, vor allem im Herbst und Frühling

 

Die besten Plätze für Begegnungen mit Feen (alle Zwischenplätze)

  • Verzweigungen von Flüssen

  • Straßenkreuzungen

  • Strände und Meerufer

  • Ufer von Binnenseen

  • Zäune und Hecken

  • Inseln

  • Schwellen

  • Straßenbiegungen

  • Treppenschachte, Treppenabsätze und Korridore

  • Jede Öffnung zu Wasser oder zu Lande

  • Waldschneisen

 

Was zieht Feen und Elfen am meisten an?

Lachen ist immer eine eindeutige Einladung. Wo Geschichten erzählt werden, sind Feen und Elfen nicht weit. Ernste Musik und einfache Lieder - und Kinder: Feen werden sich überall dort einfinden, wo Kinder spielen, oder, wo sich die Natur frei entwickeln darf - selbst wenn es nur eine kleine Ecke auf Ihrem Hinterhof ist. Wo immer es Feste, Freude und Farbe gibt, wird man diese Wesen finden.

 

Feen-Lexikon

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Alfar/Alfen

nordische Feen, die nach ihren Wohnorten in Licht- und Dunkelalfen unterschieden werden.

Sie stehen in engem Kontakt zu den Menschen, sind aber mit Vorsicht zu behandeln.

Wenn verärgert, können sie Krankheiten schicken.

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Alp

ehemals vermutlich "gutes" Feenwesen, schon im Mittelalter aber zum bösen, schlafende Menschen zäumenden und reitendem Gespenst umgedeutet.

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Alven

durchsichtige, praktisch unsichtbare niederländische Feen.

Sie leben in Gewässern oder kleinen Erdhügeln, den sogenannten Alvinnenhügeln.

Sie sind Herrscherinnen über zahlreiche Flüsse und vor allem Nachts aktiv.

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Apsaras

(Sanskrit, wörtlich etwa "Wassergeherin") indische Nymphen, die oft mit einem Lotos in der Hand dargestellt werden. Berühmt wegen ihrer Tanz- und Verführungskünste.

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Berchta/Bertha

deutsche, hauptsächlich aus dem bayerischen Raum überlieferte Fee, Königin der Elben.

Sie wird mit Frau Holle gleichgesetzt und wohnt in Bäumen, Felsen und Brunnen.

Ihr Tag ist der 6. Januar.

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Brownie

kleiner englischer und schottischer Hausgeist, der sich bestimmten Familien anschließt und diese beschützt, solange täglich Milch oder Sahne bereitgestellt und er nicht gekränkt wird.

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Buschfräulein

dem Spinnen ergebene Feen aus Thüringen, Sachsen und Böhmen,

die sich im Wald aufhalten und dort den Umgang mit Holzweiblein und Beerenpflückerinnen suchen.

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Cluricaunes

irische Hausgeister, die Familie und Vieh beschützen, gerne Streiche spielen und ungesellig sind.

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Dames vertes/blanches

reizvolle französische Feen, die vor allem in den Wäldern des Jura leben und es lieben,

Menschen in die Irre zu führen.

Doch übernehmen sie auch Schutzfunktionen für einzelne Familien.

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Deva

(Sanskrit "Gott") allgemeine Bezeichnung für hinduistische und buddhistische Götter.

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Dryaden

altgriechische Waldnymphen, schöne Mädchen in weißen oder grünen Kleidern, die gerne tanzen und singen und jungen Männern gefährlich werden können.

Sie bestrafen Kinder, die im Wald Lärm machen, und heiraten manchmal Sterbliche,

dürfen aber niemals an ihre Herkunft erinnert werden, da sie sonst augenblicklich verschwinden.

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Elben

nord- und mitteldeutsche Feen, die vor allem in Wäldern, Gewässern und Bäumen leben.

Sie pflegen vertrauten Umgang mit den Menschen, stehen ihnen bei,

strafen sie aber auch mit Krankheiten.

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Elementargeister

mittelalterliche Zuordnung der Geistwesen zu den vier Elementen: die Gnomen und Feen zur Erde,

die Sylphen zur Luft, die Undinen zum Wasser, die Salamander zum Feuer.

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Elfen

ursprünglich englische, mit dem nordischen Alf verwandte Bezeichnung der Feen.

Wurde erst im 18. Jahrhundert von Johann Jako Bodmer in einer Übersetzung eingeführt

und durch dessen Freund Christoph Martin Wieland verbreitet.

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Ellefolk

dänische, schwedische und norwegische Feen, deren Hauptvergnügen das Tanzen und Musizieren ist.

Sie sind schön, leben in Hügeln, an Flüssen und in Sümpfen.

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Fanggen

eng mit Bäumen verbundene Feen in Tirol.

Sie wurden mit der Zeit zu häßlichen, menschenfressenden Wesen umgedeutet.

Früher aber beschützten sie die Menschen und gingen auch bei ihnen als Mägde in Dienst.

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Fata/Fatae

(lateinisch "Schicksal) meist zu dritt auftretende weibliche Geistwesen, die über das Schicksal der Menschen bestimmen, die Zukunft vorhersehen können und mit Vorliebe spinnen.

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Follets

französische Kobolde, denen teilweise dieselben Fähigkeiten wie den Feen zugesprochen werden.

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Gandharven

als hervorragende Sänger und Musiker sowie auch als Ärzte berühmte männliche Gefährten der Apsaras.

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Gentry

im Gegensatz zu den Sidhe großgewachsene irische Feen,

die aristokratische Züge besitzen und hauptsächlich auf dem Berg Ben Bulben wohnen.

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Gutes Volk, Gute Nachbarn

apotropäische Bezeichnung für die irischen und schottischen Feen.

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Hagzissa/Hagzussa

althochdeutscher Name für Wesen, die "auf dem Zaun (Hag) sitzen",

also mit einem Bein in der Welt der Menschen (der Welt innerhalb des Zaunes),

mit dem anderen in der der Geister (Wildnis) stehen. Hieraus entwickelte sich das Wort "Hexe".

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Högfolk

"Hügelvolk", hüsche skandinavische Feen, die mit Vorliebe in Hügeln wohnen und wunderschön singen.

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Holda/Holle

mitteldeutsche Fee. Sie ist eine eifrige Spinnerin, unterstützt die Fleißigen und bestraft die Faulen.

Holda hat Elben im Gefolge, die nach ihr die "guten Holden" heißen.

Sie wohnt häufig in einem See, Teich oder Brunnen und zeichnet sich durch

ihren wundervollen Gesang aus. Ihr Tier ist die Katze.

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Huldelfe

schwedische Fee, die oft am Kindbett erscheint und dem Neugeborenen das Schicksal weissagt.

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Huldrafolk

norwegische Feen. Sie stehen den Menschen nahe, singen sehr schön und wohnen in Hügeln.

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Korrigans

kleine, weißgekleidete bretonische Feen, die nachts mit Vorliebe bei Menhiren,

Steinkreisen und auf abgelegenen Wiesen tanzen.

Sie leben unter anderem auch im Wasser und haben lange blonde Haare.

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Kräuterkunde

Alle Feen sind in der Kräuterheilkunde sehr bewandert und geben ihr Wissen an

 bestimmte vertrauenswürdige Menschen weiter.

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Melusine

Ahnherrin des Hauses Lusignan in Frankreich. Sie verwandelte sich einmal pro Woche in eine Fee mit Schlangenschwanz und verschwand für immer, als sie dabei überrascht wurde.

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Moiren

drei altgriechische Schicksalsgöttinnen, Klotho, Lachesis und Atropos,

die wie die Feen spinnen und das Schicksal vorhersagen.

Ihr römisches Gegenstück waren die Parzen.

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Morgane

keltische Fee, die in der Artussage eine wichtige Rolle spielt.

Daneben gibt es verschiedene Feen desselben Namens,

unter anderem in England und Frankreich, die jeweils eine eigene Geschichte besitzen.

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Mummel

Bezeichnung für die Seerose, die mit "Muhme" zusammenhängt.

"Mummel" oder "Mümmelchen" wurden in vielen Teilen Deutschlands in Seen wohnende Feen genannt, die an Land kamen, um den Menschen bei ihren Arbeiten zu helfen.

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Najaden

den Menschen freundlich gesinnte, hübsche altgriechische Wassernymphen.

Sie haben die Gabe der Weissagung, können heilen und Mensch und Tier Fruchtbarkeit gewähren.

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Nereiden

die fünfzig Töchter des altgriechischen Meeresgottes Nereus.

Sie helfen den Schiffern in gefährlichen Situationen,

sie spinnen gern und pflegen Menschen zu necken.

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Nixen

(von althochdeutsch nicchessa = "Wasserfrau") germanische Wasserfeen von fröhlichen Wesen mit langen blonden Haaren, die gern mit den Menschen Kontakt aufnehmen.

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Nörglein/Norggen

grüngekleidete Tiroler Feenwesen, die mit Vorliebe in hohlen Bäumen oder auf Bergen wohnen.

Sie hüten das Vieh der Bauern und helfen ihnen bei der Arbeit,

spielen den Menschen aber auch gerne Streiche.

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Nornen

drei nordische Schicksalsjungfrauen: Udr, Verandi und Skuld.

Sie wohnen bei einem Brunnen unter der Weltesche Yggdrasil

und halten hier über die Menschen Gericht.

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Nymphen

(altgriechisch "Braut", "Mädchen") allgemeine Bezeichnung für altgriechische Feen.

 Es gibt Bergnymphen, die Oreaden, Wassernymphen, die Najaden, und Baumnymphen, die Dryaden.

Sie sind schön, stehen in enger Beziehung zu den Menschen, besonders den Männern,

tanzen und singen gern.

Die Bezeichnung wurde von den Römern übernommen und auf ihre Feen übertragen.

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Oberon

Feenkönig vor allem bei Wieland und Shakespeare. Ist mit Titania verheiratet.

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Peri

persische Bezeichnung für Fee,

die in den meisten islamischen Ländern (so auch in Hunza) verwendet wird.

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Rus(s)alki

slawische Wasserfeen. Sie bedecken sich entweder mit grünen Blättern oder mit einem weißen Hemd. Sie wohnen in Wäldern, auf Wiesen, Feldern und im Wasser, schützen das Korn

und lieben das Spinnen, die Musik und den Gesang.

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Salige Fräulein

apotropäische Bezeichnung für hübsche blonde Feen in Tirol.

Sie stehen den Menschen sehr nahe, helfen vor allem den Bauern und Mägden bei der Feldarbeit

und gehen oft Liebschaften mit Männern ein.

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Schicksal

Die Feen stehen in enger Beziehung zum Schicksal der Menschen.

Sie sind imstande, die Zukunft vorauszusehen, und weissagen bevorzugten neugeborenen Kindern.

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Selkies

Wasserfeen der Orkney- und Shetlandinseln, die ein Seehundfell tragen,

um sich im Wasser schneller fortbewegen zu können.

 In Westschottland heißen sie Roane.

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Sidhe

irische Feen, die von der Göttin Dana und ihrem Volk Tuatha dé Danaan abstammen sollen.

Sie erhielten ihren Namen nach dem altirischen Wort für ihre Hügelwohnungen (Sidh).

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Skogsra

schwedische Feen, die über die Natur gebieten.

Sie wohnen in Berghöhlen und stehen den Jägern zur Seite.

Sie verwandeln sich gern in Bäume oder bestimmte Tiere und haben einen hohlen Rücken.

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Spinnen

weltweit eine der Hauptbeschäftigungen der Feen. Feen sind überall gern bereit,

den Menschen bei dieser Tätigkeit zu helfen.

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Szépasszony

hübsche blonde ungarische Feen, die in Bäumen und auf Bergen leben und gern singen und tanzen.

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Titania

Frau des Feenkönigs Oberon,

vor allem in Shakespeares Ein Sommernachtstraum und Wielands Oberon.

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Tylwyth Teg

(auch Bendith Y Mamau) blonde walisische Feen,

die tanzen, singen und Harfe spielen. Sie wohnen unter der Erde und unter Wasser.

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Vila

serbische bzw. bulgarische (Samovila/Samodiva) Feen, die jung und schön sind, lange blonde Haare haben und auf Bergen und in Wäldern wohnen.

Sie standen ursprünglich in engem Kontakt zu den Menschen.

Sie singen und tanzen, können die Zukunft voraussagen und Krankheiten heilen.

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Wechselbalg

den Menschen untergeschobenes Feekind.

Er wächst langsam, ist meist sehr häßlich, ungezogen und gefräßig.

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Wilde Frauen

Feen in Böhmen, Polen und Slowenien, gutaussehende Wesen,

die in unterirdischen Höhlen hausen und gern Hanf kämmen und weben.

Sie kennen die geheimen Kräfte der Natur, stehen in enger Verbindung zum Wetter und stellen aus Pflanzen salben her, mit denen sie sich unsichtbar machen können.

Verloren im Feenland!

 

"Wie willst du zurückkehren?", fragte die Frau. "ich weiß es nicht, denn ich habe gehört, daß es für all jene, die das Feenland betreten, keine Rückkehr gibt. sie müssen weitergehen, es durchqueren."

Wer Geschichten über Naturgeister - Sagen und Märchen - aufmerksam verfolgt, wird bald feststellen, daß es in ihnen von Zeitanomalien nur so wimmelt.

Das kleine Volk - Feen, Elfen, Nixen, Sylphen und Zwerge, die "farfadets" im westfranzösischen Poitou, die "sleagh maith" (guten Leute) der Schotten, die gälischen "Na h-Amhuisgean" und die "ikals" der Tzeltal-Indianer - scheint in einer Welt, einer Realität zu leben, die nicht die unsrige ist. In einschlägigen Erzählungen der Völker fließt unausgesprochen das ein, was seit Albert Einstein als Relativität der Zeit bezeichnet wird. Wenige Minuten oder Stunden im Geheimen Imperium jener mysteriösen Naturwesen - heute würde man es wohl eher als anderszeitig bzw. zeitlose Transwelt bezeichnen - werden in unserer irdischen Realität zu Monaten und Jahren.

 

Für die Heimkehr aus den geheimnissvollen Gefilden jener "Übernatur" scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, während ihre Angehörigen zu Hause um einiges älter geworden sind. Sie haben eine Zeitdehnung oder -dilation erfahren, wie sie nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie bei Raumflügen ab etwa 90% der Lichtgeschwindigkeit, d.h. ab 270 000 Kilometer pro Sekunde auftreten soll. Dieses als Zwillings- oder Uhrenparadoxon bekannte Phänomen besagt, daß wenn Raumfahrer mit solch hohen, d.h. relativistischen Geschwindigkeiten die Erde verlassen, um nach einer bestimmten Zeit auf einer geschlossenen Bahn wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückzukehren, deren Uhren vorgeht. Für Beobachter auf der Erde müßten die Uhren der Raumfahrer hingegen nachgehen. Letztere sind, verglichen mit den Zeitmeßinstrumenten der Daheimgebliebenen, "jünger" geworden. Anders ausgedrückt: Während die Astronauten an Bord ihres Raumfahrzeuges dem normalen biologischen Alterungsprozeß unterworfen waren, sind die Bewohner ihres Heimatplaneten aus der Sicht der Raumfahrer scheinbar "schneller" gealtert. Sie waren der Zeitdehnung ausgesetzt.

In Wirklichkeit ist ihr Alterungsprozeß ebenso normal verlaufen wie die der unseren Astronauten. Ohne zwischen dem Uhrenparadoxon und Geschichten aus der Welt des Kleinen Volkes direkte Zusammenhänge konstruiren zu wollen, muß man sich dennoch fragen, warum in den zahlosen Überlieferungen, die von Begegnungen zwischen Mensch und Naturgeistern handeln, permanent von Zeitanomalien - Zeitdehnungs - und -neutralsiationseffekten - die Rede ist, wo es doch zwischen Erzählern aus unterschiedlichen Kulturkreisen kaum nennenswerte Kontakte gegeben haben dürfte. Oder gab es sie etwa doch?

 

Liegt der Faszination, die von der Beherschung zeitlicher Abläufe ausgeht, womöglich ein handfestes Motiv zugrunde? Steckt vielleicht mehr dahinter; als wir vermuten? Könnte es nicht sein, daß Geschichten aus dem Reich der Überwesen, wenn auch kaschiert und reichlich ausgeschmückt, das wiederspiegeln, was heute in phantastischen anmutenden Berichten über "risse" und "Kurzschlüsse" im Raumzeit.Gefüge, über das plötzliche Verschwinden von Personen und Objekten aus unserer Welt, über artifiziell ausgelöste Zeitverzerrungen usw. nachzulesen ist?

Die Permanenz, mit der das relatiistische Phänomen der Zeitdehnung in Sagen, Myhten und Märchen abgehandelt wird, muß jeden verblüffen, der sich etwas näher mit Zeitanomalien befaßt. Typisch hierfür ist z. B. die Geschichte der Bauernknechte Rhys und Llewellyn, die sich um 1825 im walischen Vale of Neath (England) zugetragen haben soll. EdwinS. Hartland präsentiert sie in seinem Buch The Science of Fairy Tales - an Inquiry into Fairy Mythology, und er behauptet allen Ernstes, daß er sogar den Gewährsmann dieser Geschichte persöhnlich kenne. Die beiden Knechte befanden sich mit ihren Pferden auf dem Heimweg, als Rhys Llewellyn zum Anhalten aufforderte, um die "zarte Musik" besser hören zu können. Llewellyn bestritt, irgend etwas zu hören, und drängte zum Weiterreiten. Rhys aber begann zum Rhytmus der Phantom - Musik zu tanzen. Er bat Llewellyn, seinen Weg unbesorgt fortzusetzten. Später würde er ihn schon wieder einhoilen. Nichts dergleichen geschah, und llewellyn kam schließlich alleine zu hause an. Am anderen Tag wurde Llewellyn verdächtigt, Rhys umgebracht zu haben, und man sperrte ihn vorsorglich ein. Sein Herr aber, der sich in den "Bräuchen" der naturwesen auskannte, griff sich ein paar beherzte Männer - unter ihnen der vorübergehend freigelassene Llewellyn und Hartlands Zeuge -, um die Angelegenheit vor Ort zu recherchieren. An der bewußten Stelle angekommen, vernahm Llewellyn plötzlich die seltsame Melodie, die Rhys zum Verweilen bewogen hatte.

Er war zunächst der einzige, der sie hörte, was darauf schließen läßt, das er wohl mehr zufällig, an die äußere Begrenzung eines "Feenrings" geraten war. Llewellyn bat einen der Männer, seinen Fuß auf den seinigen zu stellen, woraufhin auch dieser zarte Harfenklänge gehört und die kleinen Leute tanzen gesehn haben will. Unter den Tanzenden befand sich auch Rhys. Als er ganz nahe an llewellyn vorbeitanzte, erwischte dieser ihn am Rockzipfel, um ihn augenblicklich aus dem Kreis herrauszuziehen. Einmal draußen, fragte Rhys sofort nach dem verbleib der Pferde. Er selbst glaubte, nicht länger als 5 minuten unter den naturwesen geweilt zu haben. Niemand konnte ihn davon überzeugen, das er sich mehr als einen Tag im Feenland aufgehalten hatte. Rhys verfiel ins Grübeln. Er würde schwermütig und starb kurzer zeit nach seinem merkwürdigem Erlebnis.

 

 

Gittobach, ein Farmersohn, war, wie Hartland zu berichten wusste, ganze zwei Jahre verschwunden. Seine Mutter hielt ihn für Tot und trauerte um ihn. Doch eines morgens als sie die Haustüre öffnette, saß er, mit einem Bündel unter dem arm, auf der Türschwelle. Sein Aussehn hatte sich nicht im geringsten verändert. Er war nicht gewachsen und trug noch die gleiche Kleidung wie bei seinem plötzlichen verschwinden. Seine Mutter fragte ihn, wo er sich die zwei Jahre aufgehalten hatte, woraufhin er sie wissen ließ, er hätte doch erst tags zuvor das Haus verlassen. Dann schnürte er sein Bündel auf und zeigte der erstaunten Mutter ein Kleidungsstück das ihm die kleinen Kinder, wie er sie nannte, dafür geschenkt hatten, das er mit ihnen getanzt hatte. Das Gewand bestand aus Papier und besas keine Nete. Die verängstigte Mutter verbrannte es auf der Stelle, um jede Erinnerung an sein Erlebniss in der fremden, unheimlichen Realität zu löschen.

 

Im Spätherbst des Jahres 1888 verfolgten Beamte von Scottlandyard die Spur eines als vermisst gemeldeten Mädchens. Sie führte in die randbezirke von London. An einer Stelle konnten die Männer des Suchkommandos plötzlich die Stimme der vermissten klar und deutlich vernehmen: "...ich kann das Loch nicht mehr finden..." das weh klagen schien förmlich aus dem nichts zu kommen. Weit und Breit war niemand zu sehn. Die Situation erinnerte fatal an eine geläufige Flosstel unter Fernsehtechnikern. "Ton da - Bild weg." Letzte Lebenszeichen von Personen, die zufällig in einer anderen Realität stranden, erreichen uns offenbar auf akusstischem wege, traum dünn muss der Vorhang zwischen uns und Feenland sein.

Reisen ins Feenland und nach Avalon

 

Das Feenreich liegt hinter jeder Biegung des Weges, gerade eben außer Sichtweite. Wir können den Weg dorthin durch viele verschiedene Türen finden, durch Traumarbeit, durch Meditation oder indem wir die alten Stätten besuchen, wo der Schleicher zwischen den Welten dünner ist als anderswo. Wo wir dort anlangen, müssen wir stets daran denken, dass dies für Sterbliche ein gefährlicher Ort ist, denn manche sind schon hinüber gewandert, um niemals zurückzukehren. Manchmal verbringt man auch scheinbar kurze Zeit dort, um später festzustellen, dass in der oberen Welt Jahrhunderte vergangen sind. Daher sollten wir bestimmte Regeln beachten, wie sie uns aus alten Traditionen überliefert sind: keine Feenspeisen zu essen, nichts außer Wasser zu trinken und niemals entgegen dem Uhrzeigersinn gegen die Sonne zu laufen. Außerdem sollten wir uns dort mitgeteilt werden. Unter diesen Voraussetzungen können wir jederzeit nach Belieben diese alten Reiche betreten und mit mehr zurückkehren als bloßen Feengold, das sich bei der Rückkehr in Staub verwandelt.

 

Du stehst am Rande des Landes, und eine riesige, graugrüne Wasserfläche erstreckt sich vor deinen Augen bis zum Horizont. Ein seltsames Schiff nähert sich über das Wasser dem Ufer. Es wird von Meermännerrn gerudert, die von silbernen Schuppen bedeckt sind, Schwimmhäute zwischen den Fingern und seltsame purpurfarbene Augen haben. Sie geben dir durch Zeichen zu verstehen, dass du ihr Boot besteigen sollst, und du folgst ihnen ohne zu zögern, denn du bist sicher, dass sie dir nichts Böses wollen. Das Boot setzt sich sogleich in Bewegung, und bald kreuzt du rasch über den grenzenlosen Ozean. Die Meermänner beginnen beim Rudern einen seltsamen, wortlosen Gesang, der sich mit dem Rudern hebt und senkt.

 

Vor dir erkennst du, wie sich eine Insel aus dem Wasser erhebt. Die hohen Klippen sich mit Türmen und Mauern von unirdischer Erscheinung bestückt. Das Boot rudert dicht unter die Klippen, und du trittst an Land, auf einen Strand mit feinem Sand. Von dort führen Stufen in einem spiralförmigen Pfad um die Klippen herum stetig nach oben. Oben angekommen, blickst du ins Inselinnere und siehst eine Burg, die im fahlen Licht glänzt, und du gehst darauf zu, weil du weißt, dass dort dein Ziel ist.

Am Eingang der Burg bleibst du stehen und blickst staunend an den hohen, glatten Mauern empor. Sie sind mit phantastischen Bildern verziert, die weder gemalt noch gehauen sind, sondern Bestandteil des Steins selber zu sein scheinen. Dann öffnet sich das große Tor, und eine Gestalt kommt dir entgegen, um dich zu begrüßen. Es ist Gewand eine schöne, hochgewachsene Frau, die ein fließendes Gewand trägt, das so grün wie das Meer selbst schimmert. Ihr Gesicht wirkt zunächst eher kühl, aber ihre Augen scheinen voller Glanz, und sie begrüßt dich aufs herzlichste. Dann fordert sie dich auf, ihr Reich zu betreten, und nennt dir ihren Namen: Morgan, Tochter des Meeres. Im Inneren ist die Burg ebenso wundersam wie von außen. Die Mauern glänzen in einem durchscheinenden Licht, als bestünden sie aus Perlen. Überall sieht man phantastische Schnitzerein, die Szenen aus dem Leben des magischen Feenreiches darstellen, wie man sie in den verschiedenen Elementarreichen findet, wobei das Meer hier am stärksten vertreten ist. Du folgst der Dame von einem Raum zum anderen und gerätst immer mehr ins Staunen über alles, was du siehst. Hier ruhen Schätze jenseits all deiner wildesten Träume, und Objekte der Macht und der Magie, über die du bisher nur gelesen hast.

 

Schließlich gelangt ihr in einen Raum im Herzen der Burg - ein wunderschönes Zimmer mit Ruheliegen aus Bronze und Zedernholz entlang den Wänden. Hier bleibt Morgan stehen und bittet dich, dich auf einer dieser Liegen auszuruhen. Denn du befindest dich in der Kammer der Träume, wo du eine Weile nun Fragen über alles stellen kannst, was du gesehen hast. Doch denke dran, dass sie ein großes und mächtiges Wesen ist und mit Respekt und Achtung behandelt werden muß. Sie kann und wird dir vieles erzählen, wenn sie will, auch das Geheimnis ihrer eigenen Rolle in der Geschichte von Artus, denn du bist dem König selbst schon begegnet und hast mit ihm geredet, wie auch mit Merlin, der oft hierher kam, ehe er sich an seinen eigenen Ort zurückzog. Denn dies ist nur eines der Gesichter Avalons, und wenn seine Herrscherin es erlaubt, kannst du es weiter erkunden, das Schiff an der gleichen Stelle wieder besteigen und ringsum die Insel an anderen Stellen betreten.

 

Wenn die Zeit reif scheint, solltest du dich von der Herrin von Avalon wieder verabschieden. Ein schweigender Meermann wird dich durch die Hallen und Gänge der Burg führen, wie du gekommen bist, bis du wieder auf der Klippe stehst und das Boot unter dir Anker siehst. Steige die Klippe hinab und geh an Bord. Deine Heimreise wird kurz sein, und dann stehst du wieder an der Stelle deiner Abfahrt, und du kannst beginnen, in dein Alltagsbewußtsein zurückzukehren. Du wirst aber feststellen, dass du dich an alles, was du besonders an den Traum, den du in der Kammer der Träume hattest.

Wenn du bereit bist, kannst du die Insel wieder besuchen und mehr über die Geheimnisse erfahren, die sie in ihrem geheimen Herzen bringt.

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Die Rosenfeen

Seit vielen, vielen Jahren gibt es einen unendlich nahen Garten, in dem auch einige Feen leben.

Sicher weißt du, dass es sehr große Feen gibt,  etwa wie Menschen mit langen Haaren und ganz sternenbunten Flügeln. Die Feen aber, von denen ich dir heute erzählen will, sind so winzig klein wie ein großer Fingernagel und sie tragen bunte Kleidchen und sind den ganzen Tag fröhlich.

Aber wer so klein ist, muss sehr aufpassen, dass er nicht von den Tieren und Vögeln im Garten zertreten wird. Nicht etwa, weil diese Tiere böse sind und den Feen etwas antun wollen. Nein, nein, nur aus Unachtsamkeit passiert es dann und wann, dass

die Großen den Kleinen aus Versehen einen Schaden zufügen. Darum müssen sich die Kleinen in Acht nehmen und sich ein sicheres Plätzchen suchen, wo sie in Ruhe leben können.

 

Unsere Feen also suchten und suchten, rutschten von nassen Blättern und ertranken fast in den Tautropfen der großen Blumen, bis sie endlich mitten im Garten eine wunderschöne Blume entdeckten, die die Menschen „ROSE“ nennen.

Hey, war das eine Freude, den Honig aus ihrer Blüte zu kosten und sich dann zwischen den vielen Blütenblättern zu verstecken.

Und schlafen konnte man dort gut und sicher, denn die Blütenblätter sind fest und dicht und so können sich kleine Feen gut festhalten und fallen nicht heraus, wenn einmal ein Sturmwind die Blüte schüttelt.
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So freuten sich die kleinen Feen, endlich eine Wohnung gefunden zu haben,in der sie sich richtig wohlfühlten, und sie spielten Versteck in der Blüte, schaukelten und

sangen Feenlieder. Sie waren eigentlich ziemlich glücklich, wenn da nicht die Zwergentrolle gewesen wären; dunkle Gesellen, die jede Nacht versuchten,

an den Rosenstielen zu rütteln, bis die kleinen Feen aus den Blüten herausfielen. Und lagen sie erst einmal am Boden, dann konnte man sie richtig ärgern und

ihnen schlimme Streiche spielen.

Das war sehr gemein, aber leider gibt es immer welche, die es nicht ertragen können, wenn andere glücklich sind.

 

So setzten sich die Feen zusammen und beratschlagten, was zu tun sei: sollten sie ihre Blüten verlassen und sich woanders ein Zuhause suchen? Sollten die Zwergentrolle ihr Ziel erreichen, nur weil sie stärker waren?

Nein, das war ungerecht, und so schmiedeten die Feen

einen Plan:

Am nächsten Tag, als die Sonne schien und die Vögel sangen, gingen sie in den Wald und sammelten Kastanien. Unter großer Mühe brachen sie von deren Schalen die spitzen Stacheln ab und klebten sie mit Eibensaft an die Stiele der Rosen. Das war eine schwere Arbeit für die kleinen Feen, aber sie hatte sich gelohnt:

Als am Abend die Zwergentrolle an den Stielen rütteln wollten, um die Feen aus den Blüten herauszuschütteln, zerstachen sie sich ihre kleinen Hände, liefen laut

schreiend weg und ließen die Feen von diesem Tage an in Ruhe.

 

Und seit dieser Zeit haben die Rosen Dornen und an manchen Tagen findet man zwischen den Blütenblättern noch eine kleine Fee.

Dann lass sie ruhig schlafen.