hausmittel und

             "medizinmännisches"a

Rübezahl  hat hier angefangen eine Liste von Hausmitteln zusammen zu tragen. Diese ist längst nicht vollständig und ich bitte alle die sich auf diese Seite verirrt haben um Mitarbeit. Es gibt noch so viele alte Rezepte und Mittel, die ich gerne hier aufnehmen werde - also immer her damit.

a.

Ich möchte auch hier darauf hinweisen, dass es sich bei allen auf dieser Seite darstellten Methoden nicht um medizinische Therapien handelt. In jedem Fall ist bei Beschwerden ein Arzt aufzusuchen. Die Hausmittel sind aber in vielen Fällen ein schnelles Hilfsmittel oder können eine medizinische Behandlung unterstützen.

Die Anwendung natürlicher Heilmittel erfordert Zeit und Verständnis.

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Bei allem sollte man nicht vergessen schon vorab etwas für sein körperliches und seelisches Gleichgewicht zu tun.

Rübezahl glaubt, dass vieles auf unser körperliches Wohlbefinden Einfluss nimmt, ganz besonders unsere Emotionen. Schon bevor wir uns "krank" fühlen sollten wir uns helfen... die Sonne genießen, uns bewegen, seinem "Herz" Raum geben oder einfach entspannen an einem Seeufer, bei einem Baum.

Mir selbst hat ein Blick in einer sternklaren Nacht über einem See, mit einem lieben Menschen im Arm mehr gebracht als alle Pillen dieser Welt.

Hausmittel                                      Indianische Medizin

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Beschwerden und Ihre Hausmittel

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Aufbaumittel
(für lange Nächte)

Halsschmerzen

Mundgeruch

Aufstoßen

Hals- und Bronchialkatarrh

Nasenbluten

Blähungen

Hämorrhoiden

Nieren- und Blasenleiden

Blutungen stillen

Heiserkeit

Ohrenschmerzen

Darmträgheit

Herpes

Potenzstörungen

Durchfall

Husten

Schupfen

Empfindliche Augen
(Bindehaut)

Insektenstiche

Schlaflosigkeit

Erkältung

Kater

Sodbrennen

Fieber

Kopfschmerzen

Verbrennungen

Fieberblasen

Kreislaufbeschwerden

Verdauungsförderung

Fußpilz

Magenverstimmung

Verstopfung

Grippe

Migräne

Zahnschmerzen

 

Aufbaumittel (für lange Nächte)

1 Tasse Bouillon
2 Knoblauchzehen (gründlich zerdrückt)
Petersilie
Schnittlauch
1 kräftige Prise Pfeffer

Man läßt den Bouillon mit den Knoblauchzehen ziehen. Dann viel Petersilie und Schnittlauch darangeben, weiterhin eine Prise Pfeffer (am besten Cayennepfeffer). Man läßt das Ganze gut durchziehen und trinkt heiß. Nicht kochen! Danach kann man Bäume ausreißen, die Nacht wird zum Tage.

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Aufstoßen
(Rülpsen) entsteht nach dem Essen fetter, schwerer Speisen, süßer Mehlspeisen, frischer Biere und Weine. Dagegen hilft das trinken von Pfefferminztee, viel Bewegung in frische Luft und regelmäßiger Stuhlgang, einfache reizlose Kost, Vermeidung obiger Ursachen. Sind die ausgestoßenen Gase geruch- und geschmackslos, dann ist das Leiden nur nervös. Dann hilft das Trinken von Baldriantee mit Pomeranzenschalen, täglich zweimal eine Tasse.

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Blähungen

Bärlauch - Kornschnaps

Dieser Schnaps hilft bei Blähungen, Bauchschmerzen, Husten und bei Gedächtnisschwäche alter Leute.
Man stampft feingeschnittenen Bärlauch in eine Literflasche und gießt mit Kornschnaps auf. Den Schnaps stellt man noch drei Wochen an einen warmen Platz und füllt anschließend in kleine Fläschchen ab.
Anwendung nach Bedarf.

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Blutung
Manche kleine Wunde will gar nicht mehr aufhören zu bluten, Dagegen gibt es ein einfaches Mittel: Heißes Wasser. Denn es läßt das Eiweiß im Blut gerinnen. Also: Mit einem Wattebausch heißes Wasser auf die Wunde auftupfen, und der Strom versiegt.

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Darmträgheit
4-6 Wochen lang täglich, abends 2 Löffel Leinsamen mit viel Flüssigkeit einnehmen.
Auf nüchternen Magen des Morgens eine Tasse kaltes Wasser trinken.

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Durchfall
Als beliebtes und schnell wirkendes Hausmittel gilt die trocknete Heidelbeere. Ebenfalls Brombeerblätter, roh gekaut oder als Tee gekocht wirken recht schnell. Hilft aber alles nichts, so nimm halb Eichenrinde und halb Blutwurz, koche dies längere Zeit in mit Wasser verdünntem Wein und gib dies dem Patienten zu trinken. Dieses Mittel hat sich schon in ganz verzweifelten Fällen bewährt.

Schwarzen Tee mit einer Kleinen Prise Salz trinken. Dazu nimmt man Zwieback, etwas Bitter-schokolade. gut geeignet:
Getrocknete Äpfel. Bei auftretenden Bauchschmerzen helfen lauwarme Bauchwickel ñ mit einem kleine Schuß Essig (3 x 20 Minuten) Bei Brechdurchfall helfen manchmal Salzstangen mit Coca-Cola. (Empfiehlt sich besonders für kleinere Kinder.)

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Empfindliche Augen-Bindehaut
Augenbad:
Frauenmantel 20 g, Holunderblüten 20 g, Kamillenblüten 20 g, Augentrost 30 g, Raute 10 g
Auf 1/2 Liter Wasser 3 Teelöffel dieser Mischung nehmen. 3 Minuten sieden lassen, dann abseihen. Mit dieser Flüssigkeit
täglich 3 x Augenbäder nehmen.

Erkältung
Tee zur Vorbeugung – 15 TL Lindenblüten, 15 TL Huflattichblüten, 10 TL Pfefferminzblätter, 10 TL Kamillenblüten, 1 gehäufter EL mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Min. ziehen lassen, abseihen und 2-3 Tassen täglich mäßig warm trinken.
Heiße Milch – mit Bienenhonig gesüßt Heißer Tee – mit Zitronensaft

Kopfdampfbad

Von Heublumen oder Kamille ca. eine Handvoll für 1 Ltr. heißes Wasser. Überbrüht die Blüten und nach ca. 10 Minuten atmet man den Dampf ein. Ein großes Handtuch über den Kopf legen und so mit mehr Erfolg über dem Topf dampfen. Ein zusätzlich heißes Fußbad verstärkt die Wirkung.

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Fieber

Neben den bewährten Wadenwickeln helfen auch Teezubereitungen dabei, das Fieber zu senken.
Petersilientee: Petersilienblätter und -stengel klein schneiden (Menge etwa für einen Eßlöffel), 1 Tasse Wasser zufügen,  gut aufkochen und abseihen.
Lindenblütentee: 2 Teelöffel getrocknete Lindenblüten mit 1/4 Liter Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, dann abgießen. Mit Honig süßen, schluckweise trinken. Stark schweißtreibend!

Kalte Essigwasserumschläge um beide Waden wickeln. Auf einem Liter Wasser kommen ca. 5 Eßlöffel Essig. Tücher jeweils gut anfeuchten und wechseln, wenn sie warm geworden sind (ca. alle 5 Minuten).
Bei hohem oder länger andauerndem Fieber unbedingt den Arzt hinzuziehen!

Das japanische Geißblatt ist ein Schlinggewächs mit fiebersenkender, entzündungshemmender Wirkung. Bei Fieber und Erkältung werden 10 Gramm getrocknete Blüten in einem Liter Wasser gekocht bis etwa noch 1/3 Flüssigkeit vorhanden ist.
Abseihen und trinken! Bei Kindern aber in kleineren Mengen.

Fieberblasen
....kann man schneller verschwinden lassen wenn man sie am abens mit 'scharfer' zahnpaste dick einschmiert.

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Fußpilz
Teebaumöl ist ein wahnsinnig gutes Mittelchen gegen Fußpilz.

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Grippe
30g Eukalyptusblätter, 30g Holunderblüten und 30g Weidenrinde gut mischen. Davon 2 EL mit 1/4 l Wasser kalt ansetzen und zum Kochen bringen. 10 Minuten ziehen lassen. In eine Thermoskanne abfüllen und jede Stunde einen Schluck trinken.

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Halsschmerzen
Schmalzwickel: In einer Pfanne wird Schmalz erhitzt, es kann auch Öl verwendet werden. Mit dieser heißen Masse wird ein Leinentuch getränkt und so heiß wie möglich um den Hals gelegt. Mit einem Wollschal abdecken und die Nacht über wirken lassen. Mehrmals am Tage mit einer Kochsalzlösung gurgeln. 1 Teelöffel Salz auf ein Glas lauwarmes Wasser. Am besten im Wechsel mit Salbeitee.

Bei Halsschmerzen hilft oft ein Umschlag aus gekochten und gut ausgedrückten Kartoffeln abends vor dem Schlafengehen, so warm als es zu ertragen ist, um den Hals gelegt. Auch Umschläge von heißem Wasser, öfters erneuert, sind häufig sehr wirksam.

Sehr gut wirkt folgendes Gurgelwasser: in einem 1/2 l Salbeitee werden 5 Gramm Alaun aufgelöst. Oder: man setzt Salbeitee ein paar Löffel voll Honig zu und gurgle öfter damit. Immer aber binde man des Nachts ein Tuch um den Hals, wenn man Halsschmerzenverspürt.

Salzlösung
- 1 Glas (Becher, usw.)
- 1 Teelöffel (oder was anderes zum umrühren)
- Salz
- Wasser

Du füllst das Glas mit Wasser und löst darin soviel Salz auf wie nur irgend geht.
Diese starke Salzlösung in kleinen Portionen gurgeln. (Achtung, nicht herunterschlucken!) Abschließend mit klarem Wasser den Mund ausspülen.
Diese Methode hilft ungemein, da das Salz die "lästigen Viecher" erfolgreich abtötet.

Salbeitee
Bei Halsschmerzen und Halskrankheiten mit Salbeitee gurgeln.
Dafür übergießt man 1 gehäuften Teelöffel Salbeitee mit einer Tasse kochendem Wasser, läßt 10 Minuten ziehen und seiht dann ab. Danach wird so heiß wie möglich mehrmals am Tage damit gegurgelt und auch getrunken. Das hilft auch für Bläschen im Mund.
Es ist zweckmäßig, wenn man gleich eine Thermoskanne voll kocht, das reicht dann den ganzen Tag.

Schmalzwickel
Bei Bronchitis einen heißen Schmalzwickel auf die Brust legen.
1/2 Teelöffel reines Schweinefett erwärmen und so heiß es die Haut verträgt, auf der Brust verteilen. Mit einem Leinentuch abdecken und ein kleines Handtuch oder Wollschal darüber legen. Ein paar Tage lang immer vor dem Schlafengehen durchführen bis sich der Schleim löst.

Halsschmerzen lindert man, wenn man den Hals warm hält.
Bei Halsentzündung gurgle man mit heißem Salzwasser.
Mandelentzündung behandle man durch gurgeln mit Salbeiblättertee.

Verschiedene Gurgelwasser bei Halsschmerzen

Etwa 80 g Blüten und Blätter der Bauernmalve in einem Liter Wasser kochen lassen. Abseihen und abkühlen lassen.
Mehrmaliges gurgeln mit diesem Sud bringt Linderung bei Halsweh.

100 g Blüten oder Blätter der Arnika 10 Tage lang in einem halben Liter Alkohol weichen lassen. Mit der gleichen Menge Wasser verdünnen. Abseihen. 20 – 25 Tropfen dieser Arnikatinktur in ein Glas lauwarmes Wasser geben und gurgeln. Dies erzielt gute Erfolge bei Angina und Heiserkeit.

Ganze Quitten kochen. Diese fest in einem Leinentuch ausdrücken bis der ganze Saft herausgepreßt ist. Diesen Saft mit seinem doppelten Gewicht an Zucker einkochen bis man eine sirupartige Masse erhält. Bei Halsweh hilft gurgeln mit einem in einem Glas lauem Wasser verdünnten Löffel Sirup.
15 g Salbeiblätter in 1/2 l Wasser geben. 1/2 Stunde ziehen lassen, abseihen, evtl. mit Honig süßen. Hilft bei Angina und Mandelentzündung.

20 g des getrockneten Schachtelhalmes Zinnkraut zu 1/2 l kochendes Wasser geben. Ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Halsweh.

40 g Knospen der Föhre oder Waldkiefer 30 Min. lang in einem Liter Wasser kochen und ziehen lassen. Filtrieren und den Absud zum Gurgeln verwenden bei Mandelentzündung, Heiserkeit und Halsweh.

 

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Hals- und Bronchialkatarrh
Apfeltee verdient größte Beachtung, insofern er sehr wohltätig bei Hals- und Bronchialkatarrh wirkt.

Die Herstellung geschieht auf folgende Weise: Die Äpfel werden in dünne Scheiben geschnitten und dann mit kochendem Wasser übergossen. Nachdem der Tee so einige Zeit gestanden hat, wird er abgegossen, mit etwas Honig vermischt und getrunken.

 

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Hämorrhoiden
Gegen unangenehme Beschwerden helfen Sitzbäder in einem Eichenrindensud. Etwa ein Pfund getrocknete Eichenrinde wird in 5 Ltr. Wasser aufgekocht und noch 30 Min. lang bei geringer Wärmezufuhr weitergekocht. Die Flüssigkeit wird danach durchgeseiht In dem noch gut warmen Sud nimmt man vor den Zubettgehen eine halbe Stunde lang ein Sitzbad. Nach einigen Wochen ist bereits ein Erfolg festzustellen.
Tip: auf Wattebauch oder Tempotaschentuch soviel Eichenrinde-Extrakt (fertig aus der Apotheke) wie er/es aufnimmt und auf die Hämorrhoiden legen. Über Nacht behalten. Anwenden bis sie verschwunden sind.

 

Heiserkeit
Ein rasch wirkendes Mittel gegen Heiserkeit: Zwei rohe Eier mit einem Glas Cognac verquirlen und die Mixtur schlückchenweise trinken. Das hilft noch besser als es schmeckt.

 

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Herpes

Manche schwören bei Herpes auf Blutegel.

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Husten

Hustenmarmelade
Holunderbeeren
Gelierzucker                                                        

Die roten, von den Stielen gestreiften, Holunderbeeren werden in wenig Wasser etwa 15 Minuten gekocht. Man streicht nun alles durch ein Sieb und vermischt diese Menge mit der gleichen Menge Gelierzucker. Nochmals 5 Minuten sprudelnd aufkochen und auf kleiner Flamme noch einige Zeit weiterköcheln lassen bis die Gelierprobe gelingt.  Dann in dekorative Gläser füllen.
Diese Hustenmarmelade nimmt man bei Erkältung und Bronchitis. Selbst hartnäckiger Husten verschwindet damit in kurzer Zeit. Man kann diese Marmelade auch in Milch geben und mit kleinen Schlucken trinken.

Hustensirup
Huflattich
Spitzwegerich

In ein großes Einmachglas schichtet man abwechselnd eine Lage der Kräuter und eine Lage braunen Zucker. Nach einer Stunde hat sich der Inhalt etwas gesetzt und man kann weitere Lagen aus Blättern und Zucker einschichten bis das Glas wirklich randvoll gepackt ist.  
Nun verschließt man das Glas und stellt es an einen Platz mit gleichmäßiger Wärme. Früher gruben die heilkundigen Frauen dieses Glas in einer Ecke des Gartens ein, weil die Erdwärme im Sommer am gleichmäßigsten war.
Nach etwa 3 bis 4 Wochen hat der Sirup eine Gärung durchgemacht und kann ausgegraben werden. Man filtriert den Glasinhalt durch ein Tuch, quetscht den Rest gut aus, kocht den Sirup kurz auf und füllt in kleine Flaschen ab.
Der Sirup hält das ganze Jahr und sollte teelöffelweise bei Husten oder als Vorbeugung in Grippezeiten genommen werden.

Achtung: Nach neueren Erkenntnissen soll die innerliche Verwendung von Huflattich krebserzeugend wirken.

Hustentee
Gegen Husten: Trinke man Tee von frischen Brennesseln. Täglich etwa dreimal eine Tasse.
Bei trockenem Husten: Nehme man löffelweise den Saft von schwarzen Johannisbeeren.
Die Heftigkeit des Hustens wird gemindert: wenn man ein mit Kampfer eingeriebenes Stück Flanell auf die Brust legt.
Warmes Zuckerwasser mit Eidotter vermischt, mildert den Hustenreiz.
Schwarzer geschabter Rettich mit gepudertem braunen Kandis gilt als vorzügliches Linderungsmittel bei Keuchhusten.
Ein schleimlösendes Mittel ist der Saft einer Zitrone mit Bienenhonig.

Rettichsaft
Einen größeren schwarzen Winterrettich nehmen, am oberen Ende eine Scheibe abschneiden. Mit einem Teelöffel ca. Löffelgroß aushöhlen, Kandiszucker einfüllen und mit der abgeschnittenen Scheibe zudecken. Über Nacht stehen lassen, wird von Kindern gern genommen und kann mehrmals am Tag eingenommen werden. Nach 2 Tagen Rettich etwas nachhöhlen und das ganze wiederholen, bis der Rettich runzelig wird.
(Eventuell mit neuem Rettich wiederholen.)

Zwiebelsaft gegen Husten
3 – 4 Zwiebeln aufschneiden, mit Kandiszucker und etwas Wasser aufkochen, abseihen. Von dem Saft alle 2 – 3 Stunden einen Teelöffel voll einnehmen.

Tee aus Spitzwegerich und Thymian
Je 1 gehäuften Teelöffel der Kräuter auf 1/2 Liter Wasser nehmen. Mit Kandiszucker gesüßt trinken.

Hustensaft
500 g Zwiebeln schälen und in Stücke schneiden. Mit viel Wasser und 250 g braunem Kandiszucker aufsetzen und 10 – 15 Min. schwach kochen lassen. Durchseihen und stündlich 1 – 2 EL davon einnehmen.

Vom Thymiankraut 1 Teelöffel mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, zugedeckt 5 bis 10 Minuten lang ziehen lassen.
Schluckweise so heiß wie möglich trinken – mehrmals am Tag.

Holundersirup
Reife Holunderbeeren in einem Liter Wasser kochen (bis die Beeren aufspringen), abgießen. 250 g – 500 g Zucker zu dem Holundersaft fügen und eine halbe Stunde weiterkochen lassen. Den heißen Sirup in saubere Flaschen abfüllen und bei Bedarf ein Glas davon trinken. Dieser Sirup löst Verschleimungen bei Husten.

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Insektenstiche

Würfelzucker bindet Insektengift
Ein Bienen- oder Wespenstich kann sehr schmerzhaft sein. Aber es gibt ein einfaches Hausmittel, um das Gift aus der Wunde rauszubringen: Ein angefeuchtetes Stück Würfelzucker drauflegen. Der Zucker zieht die Flüssigkeit und somit das Gift heraus. Und es juckt bald nicht mehr.

Hilfe bei Mückenstichen
Was tut man bei Mücken- oder Schnakenstichen? Ich habe sechs Tips zusammengestellt: Auf die Stiche Essig mit Salz geben, oder Hefe mit Wasser, oder feuchten Zucker, oder Zwiebelsaft, oder Salmiakgeist, oder Seife. Das hilft in jedem Fall besser als kratzen!

 

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Kater

 

Kaffeebohnen gegen Kater
Es gibt viele Tricks, um nach einer durchzechten Nacht den Kater zu vertreiben! Hier ist ein sehr wirksamer: langsam mehrere Kaffeebohnen zerkauen, dann hinunterschlucken. Das richtet wieder auf!

Den Kater überlisten
Wachst Du mit einem Kater auf, ißt Du am besten eine fettarme, aber gut gesalzene Brühe und trinkst reichlich Mineralwasser danach. Das gleicht den Salz- und Flüssigkeitsmangel aus, unter dem der Körper nach Alkoholgenuß leidet.

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Kopfschmerzen
Holunderblüten mit etwas Wein oder Essig anfeuchten und auf die Stirn legen, oder binden.
Die Arme bis über die Ellbogen in eine Wanne, die mit eiskaltem Wasser gefüllt ist, legen und schon nach kurzer Zeit verspürt man Erleichterung.
Bei leichten Kopfschmerzen z.B. durch Wetterfühligkeit oder leichtem Kater: Nacken abwechselnd warm und kalt duschen.
Einen Teelöffel Wacholderbeeren zerkleinern und in einer Tasse mit kochendem Wasser aufbrühen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen und trinken.

– Umschläge mit Quark, Zwiebeln oder Meerrettich wirken krampflösend und schmerzlindernd.
– Quark auf ein Leinentuch streichen und in den Nacken legen.
– Holunderblüten mit etwas Wein oder Essig anfeuchten und auf die Stirn legen.
– Einen Teelöffel Wacholderbeeren zerkleinern, in einer Tasse mit kochendem Wasser aufbrühen,
    10  Minuten zugedeckt ziehenlassen, abseihen und trinken.

Kaffee gegen Kopfschmerzen
Wenn Du Kopfschmerzen hast, probier doch einfach mal ein altes Hausmittel: Bohnenkaffe! Er beseitigt den Schmerz noch schneller, wenn man etwas Zitronensaft hinzugibt.

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Kreislaufbeschwerden

Rosmarinwein  als Antriebskraft
Wenn man sich nach dem Aufstehen gleich wieder matt und und müde fühlen, zu Schwindelanfällen neigt und die rechte Antriebskraft fehlt, sollte man zweimal täglich ein Gläschen Rosmarinwein trinken.

Dazu gibt man 20 g kurz gewaschene und gut getrocknete Rosmarinblätter in eine Flasche Weiswein, verkort sie fest und läßt sie eine Woche lang stehen, hin und wieder schütteln. Danach den Wein in eine andere Flasche abseihen.

 

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Magenverstimmung
Einen Eßlöffel Senfkörner mit viel Flüssigkeit (schwarzen Tee) schlucken.
Pfefferminzblätter und Zitronenschalen (von unbehandelten Zitronen) überbrühen. Ziehen lassen, abseihen, mit Zucker süßen und so warm wie möglich trinken.
Schwarzen Tee mit einer Prise Salz. Dazu Zwieback oder Toastbrot.
Duat dir manchmal 's Bauchweh quäla Kümmel ond Fencheltee derf do it fehla!
1 Tasse Salbeitee morgens und abends trinken
Schwarzen Tee mit einer Prise Salz. Dazu Zwieback oder Toastbrot!

 

Kartoffelsud
2 l Wasser, 2 mittlere Kartoffeln roh schälen, würfeln, 2 gestrichene Teel. Kümmel alles 20 Minuten kochen, abseihen. Diese Menge trinke man über 2 Tage verteilt. Morgens 1/4 l und 3/4 l über den Tag. Diese Kur sollte man 4-6 Wochen machen

 

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MIgräne

Scharfgarbentee
2 Tassen frisch aufgebrüht täglich, lässt Migräne und Kopfschmerzen gänzlich verschwinden.
Geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber wenn man den Tee über einen gewissen Zeitraum täglich trinkt, dann gibt es wirklich keine Migräne mehr.
Ich hab's selbst ausprobiert und es funktioniert.
       Ein Tipp von DARKNESSLADY -
Rübezahl   sagt DANKE

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Mundgeruch
Wenn durch Arzt und Zahnarzt abgeklärt wurde, daß Mundgeruch keine medizinischen Ursachen hat, kann man Abhilfe schaffen durch:

– das Zerkauen von Wacholderbeeren
– frischer Petersilie
– einer Meerrettichwurzel
– zerkauen von Kaffeebohnen
– gurgeln mit heißem Zitronenwasser (Saft 1/2 Zitrone auf 1 Glas)
Abnehmen durch weniger Essen führt oft zu Mundgeruch, der magenseitig bedingt ist.  Abhilfe schafft Orangensaft - gesund und wirkungsvoll.

 

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Nasenbluten
Kalte Umschläge im Nacken und ein kaltes Getränk helfen. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Das nichtblutende Nasenloch zuhalten, aufrecht sitzen und durch das blutende Nasenloch atmen. Blut abfließen lassen.

 

Honig für die Nase
ganz wenig Honig auf den Finger und in die Nase reiben. Ich weiß, klingt auch nicht super, aber die Nase klebt nicht zusammen, die Honigdämpfe helfen  und die Nase   ist nicht so wund.

 

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Nieren und Blasenleiden
Heublumensack zur Linderung von Schmerzen und Koliken, bei Nieren und Blasenleiden, als heiße Umschläge.
Ein kleiner Leinensack wird zu zwei Drittel mit trockenen Heublumen gefüllt, mit kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten im heißen Wasser liegenlassen.
Der Sack wird anschließend ausgedrückt und etwas abgekühlt, bis er erträglich ist. Anschließend umwickelt man den Heublumensack mit einem trockenen Tuch und läßt ihn 45 bis 60 Minuten liegen.

 

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Ohrenschmerzen
(Eitrige Ohren)
Gekochte, verdrückte Kartoffeln so heiß wie möglich in ein Taschentuch wickeln und ans Ohr halten. Öfters wiederholen.

Zwiebeltuch
Zwiebel in Würfel kleinhacken, in ein Taschentuch legen, vielleicht noch ein bißchen zerdrücken bis sich der Saft im Tuch festsetzt und dann aufs Ohr legen (ca. 30 Minuten)

Olivenöl gegen Mittelohrentzündung
Ein altbewährtes Mittel gegen Mittelohrentzündung, vor allem bei Kindern: Etwas Olivenöl (kaltgepresst) in der Hand erwärmen. Ein Wattestäbchen ins Öl tauchen, und das Ohr damit ausputzen. Es soll etwas Olivenöl im Ohr verbleiben. Die Schmerzen lassen schon nach einigen Minuten nach

Petersilienpflaster
Bei Ohrenschmerzen hilft auch  ein Petersilienpflaster: 1 große Handvoll frische Petersilie zerquetschen, in etwas Mull oder Gaze
einschlagen und sofort auf das Ohr legen. Abdecken und längere Zeit einwirken lassen.

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Potenzstörungen

Walnüsse, wie sie im Laden gkauft werden können, sind Kerne der eigentlichen Frucht. Diese ist, wenn sie am Baum wächst außen von einer grünen Schale umgeben. Gegen Potenzstörungen hilft diese Tinktur:

Die grüne Schale von zwei Walnußfrüchten in Streifen schneiden und auf einen Viertelliter 70prozentigen Alkohol (Apotheke) geben.

14 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, abseihen. Von dieser Tinktur 3x täglich fünf Tropfen in ein Glas Wasser geben und längere Zeit einnehmen.

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Schlaflosigkeit

Bierlikör

2 l Starkbier (Bockbier)
750 g Zucker
2 Vanillestangen
1 1/4 l Gin oder anderer Schnaps (mind. 37% Alkohol)

Man kocht das Bier mit dem Zucker und den Vanillestangen auf. Man läßt mindestens 15 Minuten köcheln und gibt anschließend den Schnaps dazu.
Dieser Likör hat nach drei Monaten sein bestes Aroma, aber meistens hält er nicht so lange, da er sehr gut schmeckt und als Aperitif gut gekühlt wirklich eine Köstlichkeit ist.
Auch bei Magenverstimmung ist er gut geeignet.

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Schnupfen

Kamillendämpfe sind ein hervorragendes Mittel gegen aufkommenden Schnupfen. Ein gehäufter Eßlöffel Kamillenblüten wird mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Die aufsteigenden Dämpfe werden 10 Minuten unter einem großen Handtuch eingeatmet.

Einen Schnupfen, der sich in der Hirnhöhle festgesetzt hat und für ständigen Kopfschmerz sorgt, kann man wieder loswerden:
In der Apotheke gibt es Königskerzenblüten zu kaufen. Diese überbrüht man in einer großen Schüssel mit kochend-heißem Wasser und atmet die Dämpfe ein.

Schnupfenmittel

 – ca. 500 g Zwiebeln in Ringe schneiden und über Nacht in Kopfhöhe stellen. Der Zwiebelgeruch läßt die Schleimhäute abschwellen.

Honig für die Nase
ganz wenig Honig auf den Finger und in die Nase reiben. Ich weiß, klingt auch nicht super, aber die Nase klebt nicht zusammen, die Honigdämpfe helfen  und die Nase   ist nicht so wund.

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Sodbrennen
3-5 Mandeln ganz fein zerkauen und schlucken
Vor jeder Mahlzeit 5-6 Eßlöffel Saft von rohen Kartoffeln trinken
Eine Kaffeebohne gut durchkauen und schlucken
1 Tasse Wermuttee vor jeder Mahlzeit trinken (Zutaten in der Apotheke erhältlich)

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Verbrennungen

Tinktur bei Verbrennungen

Leinöl
Kalkwasser (Linimentum calcis)

Man mischt das Leinöl mit dem Kalkwasser. Auf die verbrannten Stellen aufträufeln, bringt rasch Linderung.

Nur bei kleineren Verbrennungen anwenden

Schwamm
Bei der Haus- und Küchenarbeit verbrennt man sich schon einmal. Eine wirksame Erste Hilfe kann man immer griffbereit haben: Einen sauberen Schwamm angefeuchtet ins Tiefkühlfach legen. Der gefrorene Schwamm wirkt auf Verbrennungen schmerzstillend und verhindert Brandblasen.

Sahne lindert Schmerz
Wenn man sich an einem heißen Getränk den Mund verbrüht hat, hilft es, Butter zu lecken oder
langsam süße Sahne zu schlürfen.

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Verdauung

1 Eßlöffel gelbe Enzianwurzel (zerkleinert)
5 g Bitterklee
5 g Kalmuswurzel
5 g Apfelsinenschalen
3 g Anis
1 Flasche Südwein

Diese Tinktur hilft bei Schwäche der Verdauungsorgane, chronischer Verstopfung, schlechter Magenentleerung und bei Appetitlosigkeit.
Man gibt die Kräuter in eine Flasche und übergießt sie mit dem Südwein. Diese Mischung läßt man 14 Tage stehen und trinkt anschließend etwa 1/2 Stunde vor dem Essen ein kleines Gläschen voll.

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Verstopfung
Abführmittel bergen leicht die Gefahr in sich, den Darm von ihnen abhängig zu machen. Ohne Gefahr der Abhängigkeit können bei Verstopfung folgende natürliche Mittel angewandt werden:

Morgens auf nüchternen Magen ein Glas lauwarmes Wasser trinken.

Tee aus Hibiskus-, Holunderblüten und Hagebuttenfrüchten: Zutaten zu gleichen Teilen mischen, abends 2 TL davon auf 1 Tasse Wasser einen Tee bereiten.

Einige Feigen in einer Tasse Wasser einweichen und über Nacht stehen lassen. Am anderen Tag nüchtern die Früchte mit  dem Saft verzehren. An Stelle der Feigen können auch getrocknete Aprikosen oder Pflaumen verwendet werden.

Abends einige Löffel Leinsamen in wenig Wasser einweichen. Die Mischung am nächsten Morgen zum Frühstück dem Müsli oder Joghurt beifügen.

Jeden Morgen auf nüchternen Magen ein Glas Mineralwasser trinken. (nicht zu kalt)

10 gr. Milchzucker werden in einer Tasse warmer Milch gelöst. Morgens auf nüchternen Magen trinken das wirkt.

Zur Entschlackung viel Obst , Gemüse und Salat essen. Vollkornbrot und Leinsamenschrot.

Nimm des Morgens auf nüchternen Magen 2 Eßlöffel Milch, 2 Eßlöffel Apfelwein und 4 Tropfen Essig. Das hilft selbst bei jahrelanger Hartleibigkeit und wird auch von alten Leuten gut vertragen!

Ein anderes gutes Mittel: Nimm täglich dreimal eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten 1 Teelöffel Rettichsaft in lauwarmen Wasser.

Kinder gebe man Fencheltee mit viel Honig, auch Rhabarbersaft mit Honig ist gut.

Vor dem Frühstück ein Glas Sauerkrautsaft trinken. Vor den Mahlzeiten rohes Sauerkraut essen.

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Zahnschmerzen
Nelkenöl (in der Apotheke erhältlich), das aus Gewürznelken gewonnen wird, wirkt keimtötend und schmerzstillend. Aus diesem Grund wird es häufig verwendet bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen. Tränken Sie ein Wattestäbchen mit dem Nelkenöl und betupfen Sie das Zahnfleisch rund um den schmerzenden Zahn oder das entzündete Zahnfleisch.

Man tränkt ein Flöckchen Watte mit Nelkenöl und drückt dieses fest an die Stelle des Kiefers mit dem schmerzenden Zahn.
Oder: Man steckt eine Gewürznelke zwischen die schmerzenden Zähne.

Verschiedene Gurgelwasser bei Zahnproblemen

100 g Blätter der schwarzen Johannisbeere in einem Liter Wasser kochen. Abseihen. Einen Eßlöffel dieses Aufgußes zu einem Viertelliter Wasser geben. Das Gurgeln damit hat sich gut bewährt bei Halsweh und Heiserkeit, als Mundspülung wirkt es bei Zahnschmerzen.

20 g Himbeerblätter 10 Min. in einem Liter kochendem Wasser ziehen lassen. Dieser Blätteraufguß hilft bei Entzündungen der Mandeln und des Zahnfleisches.

Auch Majoranabtrocknungen helfen bei der Behandlung von Zahnfleischentzündungen.

200 g Zwiebeln in einem Liter Wasser 10 Min. lang kochen. Mit diesem Absud Mundspülungen machen, bei Entzündungen im Zahnbereich.

Unbestritten ist auch die Heilkraft von Boretsch bei Entzündungen der Mundhöhle und des Zahnfleisches.

Ein Aufguß aus 5-6 g Steinklee pro halben Liter Wasser zubereiten. Bei Entzündungen der Mandeln oder des Zahnfleisches benützt man dieses Mittel mehrmals am Tag zum Gurgeln.

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Informationen zur indianischen Medizin

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Rübezahl bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Sonja-Ilona, die mir freundlicherweise diese Infos zur indianischen Medizin zur Verfügung gestellt hat.

                                     Danke du Liebe

guten m

Für die Indianer Nordamerikas stand die Harmonie schom immer im Mittelpunkt des Lebens.
Sie ist die Quelle des Wohlbefindens, der Hort der Gesundheit. Lebt ein Mensch nicht mehr im Einklang mit seiner natürlichen oder sozialen Umwelt, dann stört er die Harmonie und wird krank.
Jede Krankheit, jeder Schmerz hat seinen Ursprung. Das ist der Preis, den man zahlen muß, für eine Tat in der Vergangenheit oder aber in der Zukunft. Doch was sich im Körper ausdrückt, ist nicht das Wesentliche. Die Fähigkeit zu heilen verlangt mehr als das bloße Wissen um den Körper. Sie umfaßt alle Lebensbereiche.

Indianische Medizin ist also mehr als die Behandlung von Krankheiten. Sie ist vor allem Religion: Sie stiftet Identität durch Rituale, schafft Zusammenhalt durch Gemeinschaftserlebnisse. Sie befriedigt seelische und emotionale Bedürfnisse durch ihre Spiritualität. Indianische Medizin ist aber auch Kräuterheilkunde, Psychoanalyse und Philosophie.
Die indianischen Medizinmänner sind häufig Menschen, die sogenannte Nah-Tod-Erlebnisse hatten - zum Beispiel nach einer erlittenen Krankheit. Sie verschafften ihnen eine Sonderrolle in der Gesellschaft. Eine alte indianische Erkenntnis sagt über den weiten Weg zum Schamanentum:
"Wenn du jeden Schmerz gespürt und alle Tränen geweint hast, wenn sie Tropfen für Tropfen auf dein Herz gefallen sind, dann kommt die Weisheit."
Die Behandlungsmethoden und die Ausrüstung des
Schamanen variieren von Stamm zu Stamm. Zum medizinischen Handgepäck gehören Trommel, Rassel, Schalen und Mörser, kleine Holzfetische, Adlerfedern, Bergkristalle, Pfeilspitzen und Steinbeil. Das wichtigste medizinische Amulett aber ist der Lederbeutel. Er besteht aus der Haut eines heiligen Tieres und enthält zum Beispiel Hirschschwänze, getrocknete Finger und oft den Magenstein eines Büffels. Diesem Bündel werden starke magische Kräfte zugeschrieben. Seit Urzeiten geht es vom Vater auf den Sohn oder den neu initiierten Schamanen über.
Ebenfalls uralt und immer noch gebräuchlich ist das indianische
Schwitzhütten-Ritual.
Die Schwitzhütte, eine Art Sauna, wird kurz vor Wintereinbruch zur Reinigung von Körper und Geist gebaut. In ihrem stockfinsteren Innern dienen rotglühende Steine als Ofen, die von Zeit zu Zeit mit Wasser und Heilkräuterauszügen begossen werden. Aromatischer Dampf durchwabert die Hütte, in der drei oder vier Stammesangehörige liegen. Im Dunkeln sind sie den Göttern nahe und kehren symbolisch in den Schoß von Mutter Erde zurück.
Solche Rituale und Zeremonien sollen die gestörte Harmonie wiederherstellen. Schamanen sind dabei die Mittler zwischen Jenseits und irdischer Wirklichkeit. Sie sprechen mit den Göttern und versöhnen die Geister. Oft sind sie aber auch politische Führer
Sitting Bull, Joseph, Geronimo und andere berühmte Indianerhäuptlinge Nordamerikas waren zugleich Schamanen).
Wie die westliche Medizin kennt auch die indianische Heilkunst Spezialisierungen. Es gibt die reinen Diagnostiker und die
"Mashki-kike-winini". Diese Kräuterspezialisten sind oft Frauen. Sie kurieren mit Blättern, Beeren und Wurzeln. In einer Art indianischer Homöopathie, die Gleiches mit Gleichem behandelt, setzen sie ihre Heilmittel gegen die krankheitsverursachenden Geister ein. Bittere Tränke sollen die Dämonen aus Magen und Darm vertreiben, gelbe Blütenpflanzen die Geister der Gelbsucht, rote die von Blutkrankheiten und feuchte Moose jene, die Lungenleiden verursachen.
Solche Therapien klingen eher nach Aberglaube als nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Doch die Ergebnisse der indianischen Medizin sind überraschend. Schon vor Jahrhunderten heilten die "Mashki-kike-winini" mit dem Saft von Feigenkakteen Skorbut, rückten mit Schimmelpilzen der Diphterie zu Leibe und lösten schmerzende "Verhexungen" mit Kokablättern.
Wenn die Pflanzen versagen und die Geister nicht weichen wollen, nimmt der Schamane direkten Kontakt mit den Dämonen der Krankheit auf. In oft tagelangen Zeremonien kämpft er mit dem Bösen und versöhnt die Götter.

Die visionäre Kraft des Schamanen ist in vielen indianischen Kulturen untrennbar mit der Einnahme von Psychodrogen verbunden. Bewusstseinsverändernde Pilze und Kakteen wie "Teonanacatl" oder "Peyote" öffnen den Weg ins Schattenreich. Der Schamane wendet sich hin zu inneren Bildern, sein Bewusstsein reist durch die Unterwelt, und er identifiziert die Dämonen der Krankheit.
An den Heilritualen sind immer die Familie und die Freunde, häufig sogar der gesamte Stamm des Kranken beteiligt. Wichtigster Heilmechanismus ist die Zugehörigkeit zur grossen medizinischen Gesellschaft, zur Gemeinschaft des Stammes. Noch heute sind die "Sonnentänze", durch die ein ganzes Volk von krankmachenden Einflüssen befreit wird, Höhepunkte im Leben der nordamerikanischen Indianer.
Von den Weißen wurden die Schamanen von Anfang an als Betrüger geächtet. Christliche Missionare verdammten ihre Riten, vernichteten ihre "gottlosen" Amulette und Fetische. Der Grund: Die Medizinmänner widersetzten sich entschieden der neuen christlichen Heilslehre. Sie waren Gegner und Konkurrenten der Priester.
Ihr schlimmstes Vergehen aber war ihr Erfolg. Sie kurierten nicht nur Indianer - auch hinfällige Weiße konnten dank indianischer Hilfe das Krankenlager verlassen. Mehr als 200 ursprünglich indianische Medizinpflanzen übernahmen die weißen Siedler nach und nach in ihre Volksapotheke. Vor allem im Nordwesten der USA war der indianische Einfluß stark, und viele weiße Kräuterkundige bezeichneten sich stolz als "Indian Doctors".
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde den Schamanen das Leben besonders schwer gemacht. In zahlreichen US-Bundesstaaten traten Verbote von Heilritualen in Kraft. 1887 setzte Washington schließlich die gesamte indianische Kultur auf den Index und untersagte den Ureinwohnern jegliche Ausübung religiöser und medizinischer Riten. (Erst 1934 wurde das Verdikt aufgehoben.)
Erst in unserem Jahrhundert befaßte sich auch die westliche Wissenschaft intensiver mit indianischer Medizin. Aber vieles ist unwiederbringlich verloren. Zwar haben in den Indianerreservaten manche Heilmethoden überlebt. Doch es gibt nicht mehr viele Schamanen. Ihre Ausbildung dauert Jahre, manchmal Jahrzehnte, und es fehlt an Nachwuchs. Da es keine indianische Schriftsprache gibt, müssen die Jungschamanen alle Gebete und Gesänge auswendig lernen. Manche der Zeremonien aber umfassen eine halbe Million Worte. Und die Götter und Geister unterstützen den Schamanen nur, wenn die Rituale bis ins kleinste Detail Stimmen.

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Der am weitesten verbreitete indianische Kult ist heute die Peyote-Religion. Peyote ist ein stachelloser Kaktus, dessen Spitzen in Scheiben geschnitten und zerkaut werden. Er enthält 44 unterschiedliche Giftstoffe (Alkaloide). Meskalin, der wichtigste, hat eine stark bewusstseinsverändernde Wirkung: Farbenprächtige Visionen, der Blick in die Zukunft, mystische Erfahrungen werden beschrieben.
Peyote kam erst um 1870 nach Nordamerika. Für die Indianer wurde der Kaktus zur heilenden und heiligen Pflanze: zum Mittel gegen körperliche und seelische Gebrechen, vor allem aber zur einigenden Kraft, die unterschiedliche Stammeskulturen verband. Und Peyote wurde zur Kraftprobe: Die christlichen Missionare hatten die Droge verdammt und ihren Gebrauch als Teufelswerk streng untersagt. 1918 versuchte die US-Regierung, ein offizielles Verbot durchzusetzen. Die Indianer wehrten sich, mehrere Stämme organisierten sich unter dem Cheyenne Alfred Wilson in der
"Native American Church" (NAC). Spätestens mit dieser Auseinandersetzung entwickelte sich Peyote zum indentitätsstiftenden Symbol, zur Leitsubstanz indianischer Kutlur. Heute ist die NAC eine Bewegung mit mehreren hunderttausend Mitgliedern. Peyote-Rituale und der Genuss der Droge sind wieder erlaubt.

»Alte indianische Weisheiten« werden heute auch im Westen gelehrt, in Workshops, Seminaren oder Abenteuercamps. Dahinter verbergen sich in der Regel dubiose Psycho-Sekten mit einem nebulösen Mystizismus oder einfach Geschäftemacher, die auf der Ethno-Welle mitschwimmen wollen. In ihren Prospekten zeigen sie entrückt dreinblickende Rothäute und versprechen Verheißungsvolles: "schamanische Reisen zu Kraft und Heilung", Feuerproben und Initiationsriten, Schwitzhüttenzeremonien und Trommel-Sessions, um "Schamanen in uns" zu erfahren.
Harmloser, aber ebenso unsinnig ist die Verklärung der indianischen Medizin als Wunderheilkunst. Machen Sie´s "wie die alten Indianer, so leben Sie gesund", empfahl eine Münchner Zeitung und berichtete, daß "100jährige Indianer keine Seltenheit waren". Die Rothäute, so erfuhren die Leser, kannten weder Rheuma noch Bluthochdruck, weder Gicht noch Diabetes.
Die Wahrheit sah anders aus. Schon vor der Invasion der Weißen litten die Ureinwohner Nordamerikas häufig an Rheumatismus und Lungenentzündung. Auch Durchfälle und Fehl-Ernährung waren weit verbreitet. Das große Sterben begann mit der Ankuft der europäischen Siedler. Gegen Feuerwaffen konnten sich die Stämme noch zur Wehr setzen. Gegen eingeschleppte Seuchen und gegen die fremde Droge Alkohol waren sie jedoch machtlos.
Unter den Bella-Coola-Indianern wütete eine Kuhpocken-Epidemie derart, daß nicht genug Überlebende übrigblieben, um die zahllosen Toten zu beerdigen. "Die infizierten Männer und Frauen", berichtete ein US-Leutnant 1862, "wurden in den Wäldern ausgesetzt, wo sie verlassen starben und verwesten."

Die Indianer sind viele Tode gestorben. Nur wenige Stämme bewahrten ihr kulturelles Erbe - doch ihre Mythen haben überlebt. Daß die indianische Medizin nicht dem wissenschaftlichen Geist des Westens folgt, ist für den französischen Ethnologen Claude Lévi-Strauss nur vorteilhaft: Vieles von dem, was die Wissenschaft verkünde, sei "dermaßen phantastisch und widerspricht jedem gesunden Menschenverstand, daß man es nur in Mythen verständlich machen kann". Wie die Indianer.

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Das "Handwerkszeug" eines Medizinmannes: Lederbeutel, Federn, Steine in einer Muschel. Jedes Teil hat seine eigene Geschichte und eine bestimmte Bedeutung.

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Indianische Heilpflanzen
Pflanzensud und heiße Steine, Schimmelpilze, Kakteensaft und Grizzlybären-Wurzel: Die Apotheke Manitous war reichhaltig. Hunderte von Heilpflanzen waren ihre wichtigste Stütze. So half zum Beispiel die Rinde des Fenchelholz-Baumes bei Koliken, Blähungen, Leber- und Nierenschmerzen. Der Sud aus Blättern und Beeren sollte rheumatische Beschwerden und Geschlechtskrankheiten lindern. Frisch zerriebene Blätter dienten als Wundpflaster, das ausgekochte Wurzelmark als Narkotikum.
Die Indianer kannten sogar
Penicillin.
Zur Behandlung von Wundinfektionen und gegen Diphtherie kratzten sie
Schimmelpilzkulturen von Baumstämmen ab und strichen sie auf die Wunde.
Die bekannteste indianische Kulturpflanze ist der
Tabak. Sein Saft half gegen Zecken und desinfizierte Wunden. Sein Rauch begleitete nicht nur Rituale und Kulte, er linderte auch Kopf- und Zahnschmerzen. In der Regel rauchten die Indianer den Tabak vermischt mit anderen Heilpflanzen.
Krätze und Wurmbefall wurden mit
Lilienwurzeln behandelt. Offenbar hatten die Indianer die Wurmkur beim Grizzlybären abgeschaut. Während der Lachs-Saison nehmen die Bären mit dem Fisch reichlich Würmer zu sich. Um sie wieder loszuwerden, fressen die Tiere dann die stark abführenden Lilienwurzeln.
Als Medizin für alle Fälle war die
Schafgarbe beliebt. Schafgarbentee wurde gegen fast alle
Beschwerden eingesetzt, von Erkältung bis hin zu Fieber, Verstopfung und Hämorrhoiden. Zu den spektakulärsten Erfolgen der indianischen Medizin zählt die Behandlung von Skorbut, zum Beispiel mit Elsbeeren und Feigenkakteen. Davon profitierten drei französische Schiffsbesatzungen, die im bitterkalten Winter von 1535/36 am St.-Lorenz-Strom im Eis festsaßen. 25 der 110 Männer waren bereits an Vitaminmangel gestorben, als ihnen die Indianer zu Hilfe kamen und die Männer kurierten.
Bewährtes Verhütungsmittel vieler indianischen Stämme war die
Yamswurzel. Sie enthält das Hormon Progesteron, wichtigster Bestandteil der "Antibabypille".
Der Sonnenhut
Echinacea angustifolia, heute in ganz Europa von der Pharmaindustrie angebaut, ist ein altes indianisches Heilmittel. Bei Verletzungen wurde das Wurzelpulver auf die Wunde gestreut, die Blätter als Wundpflaster aufgelegt. Die Dakota tranken Echinacea-Sud gegen Blutvergiftung. In unseren Apotheken wird die Substanz oft verlangt; sie stärkt die körperlichen Abwehrkräfte.
Zur Zahnpflege und Atemerfrischung wurde aus dem Stamm einer großen Blattpflanze eine harzartige Substanz gewonnen. An Sonne und Luft getrocknet, duften die zähen Pflanzentränen erfrischend und angenehm. Die Creek kauten die gummiartigen Stücke stundenlang: Der Kaugummi war erfunden.

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