der mensch lebt nicht 
                 vom brot allein...

            .... aber darfs ein paar tage lecker saft oder tee sein?

a
Fasten.. das klingt so nach Verzicht, nach Schmachten und Darben. Na gut vielleicht ist es das am Anfang. Aber dann ist man schon mit der falschen Einstellung an die Sache herangegangen.
Wir wissen doch alle, was man nicht freiwillig tut, tut man ungern.

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Rübezahl   hat das Heilfasten schon selbst ausprobiert. 
Ich dachte auch erst, nur Gemüsesafte, Fruchtsäfte und Tees... wie soll ich das überleben.
Ich habe aber schnell gemerkt, daß man keinen Hunger leidet und sich nach ein paar Tagen richtig gut fühlt. 

Den Nebeneffekt der verlorenen Pfunde hab ich gerne mitgenommen.

Rübezahl   gibt hier aber gerne zu, daß er damals richtig gute und fachmännische Begleitung hatte und die entsprechende seelische und moralische Unterstützung.

Ich denke auch man sollte mit dem Fasten nur anfangen, wenn man sich vorher schon entsprechend wohl fühlt.

Auf alle Fälle sollte man vorher mit dem Hausarzt sprechen.

a                            Rübezahl  wünscht guten Durst und viel Erfolg !a

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Fasten: Erholung für Körper und Seele

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Religiös motiviertes Fasten hat eine lange Tradition. Doch gerade seit kirchliche Fastenzeiten nicht mehr so streng eingehalten werden, steigt in wohlhabenden Ländern das Interesse am freiwilligen Nahrungsverzicht. Auf der Suche nach echten Werten und dem Sinn ihres Daseins erhoffen sich viele Menschen durch das Fasten neue Erkenntnisse. Einigen geht es vor allem darum, schnell ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden. Aber beim Fasten geht es in erster Linie um die Gesundheit von Geist und Seele, weniger um das Gewicht. Viele, die es einmal probiert haben, schwärmen von „körperlicher und seelischer Entgiftung“ und fühlen sich wie „neu geboren“. Die nahrungsfreie Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, die eigenen Ess- und Lebensgewohnheiten zu überdenken.
In der Fachwelt gehen die Meinungen über das Fasten auseinander. Für die einen ist es ein Königsweg der Heilkunst, für die anderen eher unnötiger Stress für den Organismus.

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Geschichte des Fastens

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Seit Jahrtausenden fasten die Menschen - freiwillig oder unfreiwillig. Jeder Mensch kennt eine Art zu fasten, zum Beispiel bei einer Krankheit. Man hat keinen Appetit, der Organismus drosselt automatisch die Nahrungsaufnahme, um damit alle Energie zur Überwindung der Krankheit einzusetzen. Hinduisten und Buddhisten halten regelmäßig Fastenzeiten ab, im Islam gibt es den Fastenmonat Ramadan, im Christentum die Fastenzeit vor Ostern.
In den meisten Kulturen gilt Fasten als innere Prüfung und als Erholung für Leib und Seele.
Um die Jahrhundertwende lebte das Fasten als freiwilliger und therapeutischer Nahrungsverzicht wieder auf. Im deutschsprachigen Raum wurde die Fastenszene durch zwei Ärzte dominiert: Dr. Franz Xaver Mayr aus Österreich und Dr. Otto Buchinger aus Deutschland. Sie entwickelten Methoden des stationären Fastens und eröffneten Sanatorien, in denen sie ihre Fastentherapien durchführten. In den vergangenen Jahren wurde das Fasten auch für Gesunde populär.

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Fasten ganz einfach

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Der erste Tag ist ein so genannter Entlastungstag, bei dem der Körper mit viel Obst und Gemüse auf den Nahrungsverzicht vorbereitet wird. Dabei empfihelt es sich auch auf den Mond zu achten. Vollmond eignet sich besonders für den  Beginn einer solchen Fastenzeit. Manche empfehlen am ersten Tag die Einnahme von Glaubersalz, um die Reinigung des Magen- und Darmtraktes zu unterstützen. An den nächsten fünf bis zehn Tagen wird dem Körper ausschließlich Flüssiges zugeführt: Wasser, Obst- und Gemüsesäfte, Gemüsebrühe, Kräutertees oder Molke stehen je nach Geschmack und Belieben zur Auswahl. Immer daran denken die Flüssigkeit in ausreichender Menge zu sich zu nehmen (bis zu 3 Liter Wasser am Tag zusätzlich zu den Säften und Tees).
Ein Aufbautag, an dem Nahrung in reduzierter Form aufgenommen wird, schließt die Fastenzeit dann ab. So kann sich der Darm wieder auf das ?normale? Essen vorbereiten.

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Was geschieht beim Fasten?

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Fasten ist der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung für eine bestimmte Zeit. Eine Fastenkur, so Dr. Buchinger und Dr. Mayr, reinigt nicht nur den Darm, sondern auch das Bindegewebe sowie die Organe, Blutgefäße und Gelenke. Dabei werden nach der Fastentheorie so genannte „Schlackenstoffe“ freigesetzt, diese werden dann über den Darm, die Nieren, Haut und Atmungsorgane ausgeschieden. Wichtig ist es deshalb, den Darm gründlich zu entleeren und genügend zu trinken, um Giftstoffe auszuschwemmen.
Wenn der Körper auf Sparflamme schaltet, ist der Fastende am Anfang häufig müde. Während dieser Zeit kann es zu Fastenkrisen kommen. Wenn jedoch nach einigen Tagen die Umstellung auf die Verbrennung körpereigener Energiereserven erfolgt ist, schwinden die Schwäche- und Hungergefühle bald. Viele Fastende fühlen sich dann erstaunlich tatkräftig und fit, manche erleben eine regelrechte Euphorie.

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Wege zum Selbst

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Fasten gehört in die Stille - wenn das Fasten auch ein Weg nach innen sein soll. Man beschäftigt sich mit sich selbst, Verborgenes kommt an die Oberfläche. Fastende träumen intensiver und können sich auch besser an ihre Träume erinnern. Viele Fastende finden auch die Zeit, sich mit Problemen auseinander zu setzen, die im Alltag gerne verdrängt werden.

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Fasten öffnet die Sinne

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Wer fastet, nimmt viele Sinneseindrücke intensiver wahr. Geruchs- und Geschmacksempfinden sind während und kurz nach dem Fasten besonders ausgeprägt. Die Geschmacksschwellen für süß und salzig sinken. Häufig werden verarbeitete Lebensmittel dann als zu süß oder zu salzig empfunden.
Für viele gestresste Zeitgenossen gehört reichliches Essen zu den wenigen „Streicheleinheiten“, die sie sich gönnen. Oft wird Nahrung als Ersatz für andere Grundbedürfnisse wie Zuwendung, Entspannung oder Bewegung benutzt. Beim Fasten werden Alternativen entdeckt, die Freude und Genuss bereiten: ein Spaziergang, schöne Musik, kreative Tätigkeiten wie Malen und Tanzen oder Entspannung mit autogenem Training, Yoga oder einem guten Buch.
Viele futtern sich auch mit dem Übergewicht einen emotionalen Schutzpanzer an. Fasten macht den Menschen empfindsamer für die eigentlichen Bedürfnisse und öffnet ihn für Veränderungen. Fasten kann deshalb ein Impuls sein, seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu ändern.

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Ende der Fastenzeit

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Nach George Bernhard Shaw kann jeder „Dumme“ fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig brechen. Die richtige Kost nach dem Fasten ist besonders wichtig, denn der Organismus, besonders das Verdauungssystem, muss erst langsam wieder an das Essen gewöhnt werden.
Je nach Länge der Fastenkur benötigt man zwei bis vier Aufbautage. Am ersten Aufbautag wird ein Apfel gegessen, jeder Bissen sollte gründlich gekaut werden. Der Apfel, mit dem das Fasten „gebrochen“ wird, bietet ungeahnten Genuss. Nichts hat ihnen, so berichten viele, die gefastet haben, so gut geschmeckt wie dieser erste Apfel nach dem Fasten. Doch manche konnten ihn gar nicht auf einmal aufessen.
Am zweiten Aufbautag sollte man leicht verträgliche Blattsalate, Gemüse (z.B. Möhren) oder Gemüsesuppe zu sich nehmen. Am dritten Tag kann man schon wieder kleine Portionen Müsli und Vollkornbrot essen. Auch während der Aufbautage muss man viel trinken.
Sinn macht das Fasten eigentlich nur, wenn man danach sein Essverhalten positiv verändert (wenn man sich nicht bereits vorher schon vollwertig ernährt hat).

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Für wen ist Fasten geeignet?

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Fasten ist ein Willenstest, eine geistig-seelische Leistung. Wer diesen festen Willen nicht aufbringt, sollte keine Fastenkur beginnen. Jeder gesunde Erwachsene kann fasten. Doch wirklich feststellen, ob man gesund genug ist, kann nur ein Arzt. Deshalb sollte man vor einer geplanten Fastenkur auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und auch später das Fasten - besonders, wenn es sich über mehrere Wochen erstreckt - ebenfalls ärztlich überwachen lassen.
Kinder, Schwangere und stillende Frauen sollten nicht fasten, letztere schon um zu verhindern, dass beim Abbau von Körpersubstanz freigesetzte Schadstoffe über die Muttermilch zum Säugling gelangen.
Fasten ist in der Regel außerdem auch für Krebspatienten und Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion ungeeignet. Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und endogenen Depressionen sollten, wenn überhaupt, nur mit besonderer fachkundiger Betreuung fasten.

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Warum Fasten?

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Bei der Vielzahl der Literatur über das Fasten kann der Eindruck entstehen, Fasten hilft für und gegen alles. Schulmediziner sehen die übersteigerten Hoffnungen, die mit dem Fasten heute häufig verbunden werden, durchaus kritisch. Nach der Lehrmeinung ist Fasten zunächst einmal Stress für den Körper. Was die Ausscheidung der vielzitierten „Schlackenstoffe“ angeht, ist bis heute nicht einmal bewiesen, dass diese überhaupt existieren.
Vielfältige gesundheitliche Erfolge durch das Fasten sind jedoch empirisch eindeutig bewiesen. Das so genannte Heilfasten kommt überall da zum Einsatz, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und die Leistungen des Immunsystems verbessert werden sollen.

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Fasten als Therapie

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Nach Dr. Buchinger

  • Hautkrankheiten wie Akne, Pickel, Ekzeme
  • Schuppenflechte und Neurodermitis
  • chronische Darmträgheit
  • Krankheiten der Atmungsorgane
  • Nieren- und Blasenkrankheiten
  • Herz- und Kreislauferkrankungen wie Infarkt, Durchblutungsstörungen, Herzschwäche durch Überlastung (sieht die Schulmedizin kritisch )

Zusätzlich nach Dr. Mayr

  • Blähungen, Durchfall, Völlegefühl, Sodbrennen
  • Hämorrhoiden
  • Fettleibigkeit
  • Entzündungen der Magenschleimhaut, des Zwölffinger-, Dünn- oder Dickdarms, der Leber und der Galle
  • Muskelrheumatismus, Rückenschmerzen
  • Haltungsschäden
  • Gelenkentzündung (Arthritis)
  • Gicht
  • Allergien
  • Frauenleiden wie schmerzhafte, lang anhaltende Blutungen,
  • erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen und Infektionen
  • Kopfschmerzen, auch Migräne
  • Konzentrationsstörungen

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Heilfasten nach Buchinger

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Das klassische Heilfasten wurde von Dr. Otto Buchinger entwickelt, der sich mit dieser Methode von einem starken Gelenkrheuma heilte. Neben Mineralwasser und Kräutertee, eventuell mit etwas Honig gesüßt, werden Gemüsebrühe, Fruchtsaft und etwas Zitronensaft getrunken. Sehr viel Wert wird auf fastenbegleitende Maßnahmen wie Bewegungs- und Entspannungsprogramme, regelmäßige Körper- und Darmpflege sowie auf einen geregelten Kostaufbau gelegt. Auch die psycho-soziale Betreuung gehört zum Buchinger-Programm.

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Körperpflege und Leberwickel

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Während des Fastens kann es zu starken Körperausdünstungen kommen, deshalb sollte man besonderen Wert auf Körperpflege legen. Meist wird am Mittag ein warmer Leberwickel verordnet, um die Leberfunktion zu unterstützen.
Beim so genannten Rödern werden Beläge oder Pfröpfe von den Gaumen- bzw. Rachenmandeln abgesaugt bzw. gewischt. Damit soll der Lymphabfluss aus Mund- und Nasenbereich von Blockierungen befreit werden. Mit einem Wattebausch werden die Nasenschleimhäute und die Rachenhinterwand gereizt, das soll den gesamten Hormonhaushalt anregen.

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Heilfasten nach Mayr

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Dr. Franz Xaver Mayr kritisiert die heutige Ernährung heftig. Seine These: Wir essen zuviel (häufig gerade abends), zu oft und zu schnell.
Nach Mayr hängt „unser Gedeihen in erster Linie vor der Güte unserer Verdauung ab“. Diesen Grundstein seiner Lehre schaute sich der österreichische Doktor bei den Bergbauern in seiner Heimat ab, die ihr Vieh so beurteilten und auch bei verschiedenen Krankheiten mit Abführmitteln behandelten. Ein anderer Vergleich von Mayr: Der Verdauungsapparat gleicht den Wurzeln einen Baumes: Beide entziehen ihrer Umgebung Nährstoffe. Aber beide können auch so vergiftet werden.
„Alles Übel wohnt im Darm“ sagte schon Hippokrates. Der durch chronische Fehlernährung überforderte Darm verkrampft sich zunächst, dann schlafft er ab. Darmträgheit und Verstopfung sind die Folgen. Schlecht verdaute Speisereste und giftige Kotablagerungen kleben an den Furchen und Falten der Darmwände fest und bilden zum Teil hartnäckige Rückstände.

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Darmreinigung

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Besonderer Bestandteil der Mayr-Kur ist deshalb eine intensiv durchgeführte Darmreinigung.
Die drei Prinzipien der Mayr-Kur lauten: Säuberung - Schonung - Schulung. Bei der Mayr-Kur wird das Fastenprogramm auf jeden individuell zugeschnitten. Meist wird eine Milch-Semmel-Kur durchgeführt, die mit Einleitung und Fastenbrechen circa vier Wochen dauert. „Fasten ohne zu fasten“ nennt man die Mayr-Kur. Zu Essen gibt es nur so genannte Kursemmel; das sind ein paar Tage alte Brötchen. Sie werden kleingeschnitten und gut durchgekaut, jeder Bissen 30-mal. Dazu wird Milch geschlürft.
Die Kur wird durch Teefasten eingeleitet, morgens wird der Darm mit einer Bittersalzlösung gereinigt. Die Mayr-Kur endet nach dem Fastenbrechen mit drei bis vier Aufbautagen.

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Fastenschalttage – Eine Alternative

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Einzelne Fastenschalttage kann man auch zu Hause durchführen. Allerdings sollte man dazu schon etwas Erfahrung mit dem Fasten haben, sonst können Kreislaufprobleme und Hungergefühle auftreten. Alle zwei Wochen verzichtet man ein bis zwei Tage strikt auf feste Nahrung und trinkt nur Tee und Wasser.
Wer morgens sowieso nicht so viel Appetit hat, kann das Morgenfasten durchführen. Nach dem Aufstehen ein Glas Mineralwasser, am Vormittag nur Tee, Mineralwasser oder frischen Obstsaft. Beim Obstfasten sollte bis mittags ausschließlich frisches Obst verzehrt werden. Dies unterstützt eine Entwässerung.
Beim Saftfasten darf man über den Tag verteilt 750 Gramm Obst,- Gemüse- und Kräutersäfte zu sich nehmen.
Teefasten ist etwas für Fastenerfahrene, den ganzen Tag nur Kräutertee, mittags und abends darf als Ergänzung eine leichte fettarme Gemüse- oder Getreidesuppe gegessen werden.

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Wo am besten Fasten?

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Fasten kann man unter fachkundiger Leitung im Urlaub, in der Klinik, in speziellen Fastengruppen oder auch alleine zu Hause. Wer sich zu einer Fastenkur entschließt, sollte sich vorher gut informieren. Die am weitesten verbreitete Fastenvariante für Gesunde ist das Gemüsebrühe-Saft-Fasten nach Dr. Buchinger. Sie wird in verschiedenen Ratgebern ausführlich beschrieben und kann - nach ärztlicher Beratung - auch zu Hause durchgeführt werden. Für viele Menschen einfacher und erfolgreicher geht das Fasten jedoch in einer geleiteten Gruppe, besonders wenn man zum ersten Mal fastet.
Mehr Informationen über Fastenseminare oder Ferienfastenwochen gibt es bei Volkshochschulen. Auch in vielen Kirchengemeinden werden Fastenkurse angeboten.

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