auch:

Wilder Buchs
Mehlbeere
Moosbeere
Sandbeere
Steinbeere
Wilder Buchsbaum
Wolfsbeere
Wolfstraube

__________________________________________________

a

Botanischer Name

Arctostaphylos uva-ursi (L.) Sprengel
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)

__________________________________________________

a

Verwendete Pflanzenteile

Medizinisch verwendet werden die Blätter.

__________________________________________________

a

Sammelzeit

Die Blätter sollten möglichst einen hohen Gehalt an Arbutin aufweisen und gleichzeitig einen niedrigen Gehalt an freiem Hydrochinon besitzen. Daher wird empfohlen, die Blätter im Dezember oder Januar zu ernten und schnell zu trocknen.

__________________________________________________

a

Inhaltsstoffe

Weiterhin enthalten Bärentraubenblätter Gerbstoffe, Flavonoide und Iridoidglykoside.

__________________________________________________

a

Beschreibung

Importiert wird die Droge ausschließlich aus Wildbeständen in Spanien und Italien. Die Bärentraube ist von der Iberischen Halbinsel über ganz Mitteleuropa bis hin zu Skandinavien zu finden. Auch in Sibirien, Altai, Himalaja und in Nordamerika wächst der Strauch.
Die Bärentraube ist ein niedrig wachsender, kriechender Strauch. Die dickledrigen Blätter sind ganzrandig und glänzen an der Oberseite dunkelgrün. Bärentraubenblätter können leicht mit Preiselbeerblättern verwechselt werden, sie besitzen im Gegensatz zu Bärentraubenblättern aber keine sichtbare, netzartige Nervatur an der Blattunterseite. Die kleinen weißen Blüten stehen in traubenartigen Blütenstände. Die Früchte sind beerenartig und von scharlachroter Farbe.

__________________________________________________

a

Heilwirkung

Blasenentzündungen
Nierenbeckenentzündungen

Bärentraube

__________________________________________________

a

Anwendungsbeispiele innerlich

Tee:
2,5 g (ein Teelöffel) der fein zerschnittenen oder gepulverten Bärentraubenblätter werden mit ca. 150 ml kaltem Wasser angesetzt und 6 bis 12 Stunden unter gelegentlichem Umrühren stehen gelassen (Kaltmazerat). Durch die Zubereitung des Tees als Kaltmazerat wird der Gerbstoffgehalt, der zu Unverträglichkeiten führen kann, vermindert. 3 bis 4 mal täglich eine Tasse des angewärmten Tees trinken.

Einzeldosis:
2,5 – 3g Droge
100 – 210 mg Hydrochinonderivate, berechnet als Arbutin.

Tagesdosis:
12g Droge
400 – 800 mg Hydrochinonderivate, berechnet als Arbutin.

Neben einer Anwendung der Bärentraubenblätter als Tee besteht die Möglichkeit, Dragees oder Lösungen einzunehmen, die einen Auszug (Extrakt) aus den Blättern enthalten. Hierbei entfällt das Problem des eventuell schlechten Geschmacks. Es sollte aber zusätzlich auf die ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, die bei der Anwendung von Tees eher gewährleistet ist.

__________________________________________________

a

Anwendungsbeispiele äußerlich

Nichts bekannt

__________________________________________________

a

Verwendung in der Küche

Nichts bekannt

__________________________________________________

a

Sonstige Tipps

Keine vorhanden

__________________________________________________

a

Warnhinweise

Keine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit!

Keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren!

Nicht länger als eine Woche und öfter als 5 mal pro Jahr ohne ärztlichen Rat anwenden!

Eine Anwendung über längere Zeit und in höherer Dosierung kann insbesondere bei Kindern zu Leberschäden führen!
 

Nicht bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen anwenden!

Bei Blut im Harn, Fieber oder gleichzeitig auftretenden Rückenschmerzen bzw. wenn durch die Einnahme keine erhebliche Besserung der Beschwerden innerhalb von einigen Tagen auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden!

Das aus Arbutin enstehende Hydrochinon besitzt in höherer Dosierung eine leberschädigende Wirkung und steht im Verdacht, mutagene (=erbgutverändernde) oder möglicherweise sogar kanzerogene (= krebserzeugende) Wirkungen zu haben. Daraus ergeben sich die Beschränkungen in der Anwendungsdauer und -häufigkeit sowie die Empfehlung, arbutinhaltige Arzneimittel nicht während Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern anzuwenden.

Bei magenempfindlichen Personen können Übelkeit und Erbrechen hervorgerufen werden. Dies wird auf den hohen Gerbstoffgehalt der Teezubereitung zurückgeführt. Daher sollte der Tee als Kaltmazerat zubereitet werden (Dosierung).

Die antibakterielle Wirksamkeit von Bärentraubenblätter-Zubereitungen ist nur gewährleistet, wenn der pH-Wert des Urins im alkalischen Bereich liegt. Daher sollte man nicht gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die eine Ansäuerung des Harns bewirken. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Bei der Behandlung ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um eine gute Durchspülung der Harnwege zu erreichen.

Die Einnahme arbutinhaltiger Arzneimittel kann zu grünen bis blaugrünen Verfärbungen des Harns führen.

 

zurück zur Heilpflanzenliste