auch:

Milchwurzel
Schadheilwurzel
Schwarzwurz
Wallwurz
Wundallheil

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Botanischer Name

Symphytum offincinale
Familie: Borretschgewächse, Rauhaargewächse (Boraginaceae)

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Verwendete Pflanzenteile

Blätter, Wurzeln

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Sammelzeit

Blätter: April/Mai
Wurzeln: Spätherbst o. zeitiges Frühjahr

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Inhaltsstoffe

Alantoin u.a.

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Beschreibung

Der Beinwell liebt feuchten Boden und ist daher besonders häufig an Wasserläufen oder in Senken zu finden. Er wächst aber auch in meinem eher trockenen Garten.
Schon früh im Jahr streckt er seine rauhen haarigen Lanzen aus der Erde.
Er überrascht durch seine Schnellwüchsigkeit und ist eine der ersten Pflanzen, die buschig ins Auge fallen.
Nach wenigen Wochen wachsen Stengel aus den Blättern, die schon Ende April die ersten Blüten bekommen. Die Blüten sind violett oder weißlich-gelb und hängen in kleinen Trauben nach unten.
Die Pflanze ist in fast ganz Europa beheimatet. Exportländer der Droge sind Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn.

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Heilwirkung

Er hilft bei Knochenbrüchen, Verstauchungen, Hautschäden. Auf Wunden aufgelegt, wirken die Blätter schmerzstillend. Außerdem hilft er bei der Neubildung verletzter Haut (granulationsfördernd).

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Anwendungsbeispiele innerlich

keine

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Anwendungsbeispiele äußerlich

Wurzel und Kraut des Beinwells sind reich an Schleimstoffen, das die Wundheilung und Geweberegeneration fördernde Allantoin und Gerbstoffen. Für die Blätter ist eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung im Tierversuch nachgewiesen worden, die auf die in den Blättern enthaltene Rosmarinsäure zurückgeführt wird. Zubereitungen aus Beinwell werden daher bei stumpfen Verletzungen, wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen angewandt. Die äußere Anwendung soll auch die Heilung von Knochenbrüchen unterstützen.

Alle Pflanzenteile enthalten z. T. beträchtliche Mengen an toxischen Pyrrolizidinalkaloiden (s. Hinweise), daher sollten Zubereitungen des Beinwells nur äußerlich auf unverletzter Haut angewendet werden.


Da der Gehalt an toxischen Pyrrolizidinalkaloiden von Pflanze zu Pflanze stark schwanken kann, sollten nur Fertigarzneimittel in Form von Salben, Pasten oder anderen äußerlich anzuwendenden Zubereitungen verwendet werden. Für diese Zubereitungen ist ein Höchstgehalt an Pyrrolizidinalkaloiden vorgeschrieben, wobei die Tagesmenge 0.1 mg nicht überschreiten darf. Die in der Packungsbeilage genannte Dosierungsempfehlung darf nicht überschritten werden!
Es sind zahlreiche äußerlich anzuwendende Präparate (Salben, Pasten) zur Behandlung von stumpfen Verletzungen und rheumatischen Erkrankungen im Handel.

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Verwendung in der Küche

keine

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Sonstige Tipps

keine

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Warnhinweise

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Auch die Anwendung auf intakter Haut sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Nicht bei verletzter Haut anwenden!

Bei entzündeter oder verletzter Haut kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pyrrolizidinalkaloide aufgenommen werden.

Nicht innerlich anwenden!

Nicht länger als 4 bis 6 Wochen pro Jahr anwenden!

Der Beinwell enthält in allen Pflanzenteilen toxische ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide, die sich in Langzeituntersuchungen als lebertoxisch, kanzerogen und mutagen erwiesen haben. Diese Verbindungen stehen auch im Verdacht, bei Langzeitanwendung Venenthrombosen fördern zu können. Daher ist von einer innerlich Einnahme dieser Verbindungen abzusehen.

Für die äußerliche Anwendung gelten Beschränkungen in der Dosierung und Anwendungsdauer.

 

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