auch:

Hängebirke

Moorbirke

Weißbirke

Warzenbirke

Maibaum

Besenbirke

Frühlingsbaum

Haarbirke

Sanbirke

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Botanischer Name

Betula alba
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)

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Verwendete Pflanzenteile

Blätter
Blattknospen
Saft durch Anzapfen

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Sammelzeit

Blattknospen: März
Saft: März - Mai
Blätter: Mai - Juni

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Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone

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Beschreibung

Der schöne lichtgrüne, bis 30 m hohe Baum belebt mit seiner weiß-schwarzen Rinde und dem hängenden hellen Blätterdach viele, an sich düstere Heidelandschaften, Moore und Sumpfgebiete, aber auch trockene Bergheiden bis auf 2000 m ü. M. An den hängenden Zweigen sitzen die gestielten, dreieckig-rhombischen Blätter mit gezähntem Rand. Aus den hängenden Kätzchen verweht der Wind die feinsten Pollenkörner auf die weiblichen Blütenkätzchen. In der Birke ist ein intensiver Wasserhaushalt in Gang. Zur Saftgewinnung wird der Stamm oder Ast angebohrt und ein Rohr eingelegt, das über einem Auffanggefäß mündet. Er enthält wertvolle Wirkstoffe, ebenso die Blätter, die Rinde und das Holz. Wen wundert es, dass man die Birke als Lebensbaum betrachtete und sie auch als Zierbaum pflanzt.

Von Alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Selbst heute noch werden in den Dörfern am ersten Mai Maibäume aufgestellt und der Frühling gefeiert. Vermutlich liegt die Zuordnung der Birke als Jungfrau an der weißen Rinde, die bei jungen Birken sehr zart und seidig ist.

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Heilwirkung

Blutreinigend
Blasenentzündung
Nierenschwäche
Nierensteine
Rheuma
Gicht
Ödeme
Ekzeme
Allergien
Haarausfall
Schuppen

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Anwendungsbeispiele innerlich

Birkenblätter sind als Tee, Frischpflanzenpresssaft und Bestandteil vieler Fertigpräparate (Teemischungen, Tropfen, Kapseln, Dragees) als harntreibende Mittel und gegen Harnwegsinfektionen erhältlich. Sie sind auch oft Bestandteil von Teemischungen für sog. “Frühjahrskuren”.

Tee:
1 Esslöffel (ca. 2 g) Birkenblätter werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach etwa 15 Minuten abgeseiht. 3 - 4 mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten (mindestens 2 l/Tag).

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Anwendungsbeispiele äußerlich

In der Kosmetik sind Birkenblätterextrakte häufig Bestandteil von Haarwässern

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Verwendung in der Küche

keine

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Sonstige Tipps

keine

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Warnhinweise

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Birkenpollen! Birkenblätter können bei Personen, die an Heuschnupfen wegen Birkenpollen leiden, mit Hautekzemen reagieren. Häufig besteht gleichzeitig eine Allergie gegenüber Äpfeln.
 

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit ohne ärztlichen Rat anwenden! Die Sicherheit und Unbedenklichkeit sind noch nicht belegt.
 

Nicht anwenden bei Ödemen aufgrund Erkrankungen des Herzkreislaufs oder der Nieren!
Diese Beschwerden bedürfen einer Behandlung durch den Arzt. Die Zufuhr einer erhöhten Flüssigkeitsmenge kann zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes führen.

Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!

Wegen der aquaretischen Wirkung sollte darauf geachtet werden, dass während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit (keine coffeinhaltigen oder alkoholischen Getränke) zugeführt wird.


Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden!

 

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