auch:

Borasch
Boretsch
Gurkenkraut
Porich
Wohlgemutkraut

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Botanischer Name

Borago officinalis L.
Familie: Borretschgewächse, Raublattgewächse (Boraginaceae)

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Verwendete Pflanzenteile

Borretschblüten und -kraut
Zum Würzen sollten nur die frischen, jungen Blätter oder die Blüten verwendet werden, da Borretsch beim Trocknen rasch an Aroma verliert. Es empfiehlt sich, die Blätter wegen der rauen Haare klein zu hacken.

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Sammelzeit

unbekannt

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Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält Gerbstoffe, Schleim und Pyrrolizidinalalkaloide.

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Beschreibung

Die einjährige, bis 60 cm hoch wachsende Pflanze ist borstig behaart und besitzt einen gurkenähnlichen Geschmack und Geruch. Die sternenförmigen Blüten sind himmelblau, selten weiß. Die wechselständigen Blätter werden bis zu 20 cm lang und 7 cm breit.
Die Blüten und das Kraut enthalten lebertoxische Alkaloide und sollten daher, wenn überhaupt, nur sparsam verwendet werden ( s. Hinweis). Das aus den Samen gewonnene fette Öl wird wegen des hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren als Nahrungsergänzungs-mittel verwendet.

Borretsch ist wahrscheinlich ursprünglich in Südspanien beheimatet. Die Pflanze wird aber heute in ganz Europa angebaut und kultiviert.

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Heilwirkung

Borretsch wird bei Wunden, Hauterkrankungen,  Ekzemen, Atemwegserkrankungen und Rheuma angewendet.

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Anwendungsbeispiele innerlich

1 - 2 g bis zu drei mal täglich, entsprechend 250 bis 1500 mg Gamma-Linolensäure täglich. Die Einnahme sollte ohne Anraten des Arztes nicht über längere Zeiträume (mehrere Wochen) erfolgen!

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Anwendungsbeispiele äußerlich

Salben mit einem Gehalt an 3% bis 10% Borretschsamenöl: zwei mal täglich bzw. nach Gebrauchsinformation des Präparates.

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Verwendung in der Küche

Auch als Küchengewürz sollte Borretsch nur gelegentlich und sparsam eingesetzt werden (s. Hinweis).

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Sonstige Tipps

Borretschsamenöl ist Bestandteil einiger Vitaminpräparate und als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

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Warnhinweise

Da die in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalalkaloide hoch giftig sind,  sollte Borretsch nicht innerlich angewendet werden. In jedem Fall sollte ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.
 

Nicht in der Schwangerschaft und während der Stillzeit anwenden!


Nicht ohne Anraten des Arztes über einen längeren Zeitraum anwenden!

Borretschkraut und -blüten enthalten Pyrrolizidinalkaloide, die nachweislich leberschädigend und krebserzeugend wirken. Daher ist die medizinische Verwendung von Borretsch nicht vertretbar. Die Verwendung als Küchengewürz sollte, wenn überhaupt, nur sehr sparsam erfolgen.

Borretschsamenöl:

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Borretschsamenöl geringe Mengen an diesen Pyrrolizidinalkaloiden enthält. Bei langdauernder Einnahme, z.B. zur Nahrungsergänzung, könnten jedoch auch diese geringen Mengen zu Schädigungen führen und es ist daher sinnvoll, zuvor Rücksprache mit seinem Arzt zu halten.
 

Wechselwirkungen:
Borretschsamenöl sollte nicht angewendet von Personen, die mit blutgerinnungshemmenden Mitteln behandelt werden oder Arzneimittel einnehmen, die die Krampfschwelle herabsetzen können. Auch Personen mit Anfallsleiden sollten ebenfalls Borretschsamenöl meiden.

 

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