auch:

Bornkass
Bornkersch
Kasse
Bronna-Kressig
Bachkresse
Grabenkresse
Grundkresse
Wasserkresse

__________________________________________________

a

Botanischer Name

Nasturtium officinale R. Br.
Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)

__________________________________________________

a

Verwendete Pflanzenteile

Kraut

__________________________________________________

a

Sammelzeit

Sammeln des Krautes zur Blütezeit (Mai-August). Trocknen möglichst schnell im Schatten, nicht über 40 Grad Celsius.

__________________________________________________

a

Inhaltsstoffe

Senfoelglykosid, schwefelhaltiges ätherisches Öl, Vitamin C, Jod, Bitterstoff
Sie enthält Vitamine A, B1, B2, C und E, Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phospor, sowie das stark reizende Raphanol.

__________________________________________________

a

Beschreibung

Die Brunnenkresse, so verkündet schon ihr Name, fühlt sich in sauberen, langsam fließenden Gewässern heimisch. Wer sie ernten will, wird mit einer ganzen Reihe wertvoller Wirkstoffe belohnt, die aber nur in der Frischpflanze voll wirksam sind und beim Trocknen rasch verderben. Eine ausgesprochene Heilpflanze des Frühlings. Die verzweigten, anfangs kriechenden, später aufsteigenden Stengel treiben zahlreiche Nebenwurzeln, über denen weitere kantige, röhrige, saftiggrüne Stengel aufsteigen. Die gestielten und gefiederten Blätter zählen 1-3, im oberen Teil 5-9 fleischige eiförmige Fiederblättchen und tragen am Stielgrund kleine waagerechte Öhrchen. Am Stengelende stehen die weißen Kreuzblüten und formen eine hübsche, aufrechtstehende Traube. Aus den Blüten entstehen die sichelförmigen Schloten, Zeichen der Verwandtschaft mit dem Senfgewächsen.
Die Pflanze ist weltweit zuhause. Die Droge wird hauptsächlich aus dem ost- und südosteuropäischen Raum importiert.

__________________________________________________

a

Heilwirkung

stoffwechselanregend
gallensekretionsfördernd

Frühjahrskur
Gallen- und Blasensteinbeschwerden
Chronisches Rheuma
Unreine Haut
 

Die Brunnenkresse wirkt stark harntreibend und hat eine reinigende Wirkung. Wegen ihres hohen Vitamin C- und Mineralstoffgehaltes wird sie bei chronischen Erkrankungen eingesetzt. Auch bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und bei chronischer Bronchitis findet diese Heilpflanze in der Naturmedizin Anwendung.

 

Medizinisch verwendet dient sie als Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie Husten oder Bronchitis, volksmedizinisch zur Steigerung des Appetits und bei Verdauungsbeschwerden.

 

In der Kosmetikindustrie werden Extrakte aus der Brunnenkresse in Cremes zum Bleichen von Hautflecken eingesetzt.

__________________________________________________

a

Anwendungsbeispiele innerlich

Tee:
Zwei- bis dreimal täglich 1 bis 2 TL mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abgießen.

__________________________________________________

a

Anwendungsbeispiele äußerlich

keine bekannt

__________________________________________________

a

Verwendung in der Küche

Das junge Kraut schmeckt bitter, scharf und würzig, es eignet sich bestens als Salatzusatz, für Kräuterquark und als Brotbelag.

Das Kraut der Brunnenkresse enthält Senfölglykoside aus denen die brennend scharf schmeckenden Senföle freigesetzt werden. Die frische Pflanze ist reich an Vitamin C und enthält auch andere Vitamine und Mineralstoffe. Beliebt ist daher die Verwendung der frischen Pflanze als Salat bei sog. „Frühjahrskuren“ und als Gewürz für Suppen, Soßen, Salaten und Eintopfgerichten.

Tee:
1 bis 2 Teelöffel (etwa 2 g) getrocknetes Brunnenkressekraut wird mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen, zugedeckt und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. Bei Appetitlosigkeit 2 bis 3 mal täglich eine Tasse eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken.

Frischpflanze:
Als Salat oder zum Würzen 20 bis 30 g frisches Kraut pro Tag.

Frischpflanzenpresssaft:
60 bis 150 g pro Tag

__________________________________________________

a

Sonstige Tipps

keine

__________________________________________________

a

Warnhinweise

Nicht anwenden bei Kindern unter 4 Jahren!

Wegen der schleimhautreizenden Wirkung nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren oder entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege oder Nieren!

Nicht über längere Zeit oder in höheren Dosen anwenden!

Da über die frische Pflanze die Eier des weltweit verbreiteten Großen Leberegels übertragen werden können, muss auf eine hygienische Zubereitung, d.h. mehrmaliges gründliches Waschen, geachtet werden!

In seltenen Fällen können durch die Brunnenkresse Allergien oder Magen-Darmbeschwerden ausgelöst werden.

Raphanol kann wegen der stark reizenden Wirkung Brennen in der Harnröhre verursachen. In diesem Fall ist die Brunnenkresse-Kur abzubrechen.

Da über die frische Pflanze Parasiten übertragen werden kann, ist unbedingt auf die Herkunft und mehrfaches, gründliches Waschen zu achten!

Wechselwirkungen:
Aufgrund des Vitamin K-Gehalts kann eine Herabsetzung der Wirkung bestimmter blutgerinnungshemmender Mittel (z.B. Marcumar) nicht ausgeschlossen werden.

 

zurück zur Heilpflanzenliste