auch:

Dillspitzen
Dillkraut
Gurkenkraut
Dille
Tiglschleim
Kukumerkraut
Gurkendill

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Botanischer Name

Anethum graveolens L.
Familie: Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)

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Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden das Kraut, die Früchte und das daraus gewonnene ätherische ÖL (Dillöl).

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Sammelzeit

Juni - September
Früchte flach ausgebreitet nachtrocknen lassen, nicht bei künstlicher Wärme.

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Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält ätherisches Öl, (50%  davon ist Carvon) Flavonoide, Cumarine, Triterpene und Xanthone.

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Beschreibung

Der im Aussehen dem Fenchel ähnliche Gemeine Dill ist ein beliebtes Würzkraut. Die einjährige Pflanze kann in Kulturform (ssp. graveolens) bis zu 1 m hoch werden. Typisch sind der aromatische Geruch und die feinen, fadenförmigen Blätter. Die gelben Blüten stehen in Dolden, die einen Durchmesser von bis zu 15 cm aufweisen. Die eiförmig bis runden Früchte werden bis zu 5 mm lang und sind leicht spaltbar. Die Teilfrüchte besitzen drei hell gefärbte Rippen. Die Wildform (f.l. minus = Ackerdill) ist kleiner.
Bei dem in Asien angebauten Indischen Dill (ssp. sowa) ist es noch nicht klar, ob es sich um eine Form des Gartendills oder um eine eigene Art handelt.

40-125 cm hohe einjährige Pflanze mit aufrechtem, hohlem Stengel. Die Blätter sind stark verzweigt, die gelben Blüten sind in Dolden angeordnet. Beim zerreiben riecht die Pflanze aromatisch.

Dill ist in Südeuropa, Zentral- und Südasien heimisch und wächst bevorzugt auf Ruderalflächen.

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Heilwirkung

Blähungen
Hämorrhoiden
Magenbeschwerden

Dill ist als Magenmittel bekannt. Mit ihm lassen sich Blähungen, Darmkrämpfe, Koliken und Bauchschmerzen lindern. Des weiteren wird Dill bei Husten - Erkältungskrankheiten und bei Grippe unterstützend eingesetzt. Er wird auch als harntreibendes Mittel verwendet. Das Oleum Anethi soll antibakteriell und pilztötend wirken.

Anwendung in der Phytotherapie:
Die Heilpflanze  wird als Tee Gewürz  oder  Sitzbad verwendet.
Der  Früchtetee oft wird bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden  und bei mangelnder Milchbildung gegeben.
Das Sitzbad wird bei Geschwüren und Unterleibsbeschwerden eingesetzt.

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Anwendungsbeispiele innerlich

keine bekannt

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Anwendungsbeispiele äußerlich

Sitzbad:
30g Samen auf 1l siedendes Wasser geben und kurz aufkochen. 15 min ziehen lassen.

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Verwendung in der Küche

Tee:
2,5g auf 1 Tasse kochendes Wasser gießen und 15 min ziehen lassen. Dosierung: Täglich 2 Tassen nach den Mahlzeiten.

Dill verfeinert alle Salate z.B. Kopf-, Gurken- und Tomatensalat, er passt zu Kartoffelsalat, eignet sich als würzende Beigabe zu Dillbutter oder -mayonnaise. Dillsoße ist die ideale Ergänzung zu frischen Aal, Krebsen und allen anderen See- und Süßwasserfischgerichten.
Zu Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini und zum Einlegen von Gurken und Zwiebeln.
Geeignet für Suppen verschiedenster Art, außerdem zu Hammel- und Schmorbraten. Rippchen und Koteletts, gekochtem Rindfleisch und Huhn.
Dill sollte nie kochen, er verliert dadurch sein Aroma. Sparsam angewendet kann man ihn mit fast allen Kräutern mischen.

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Sonstige Tipps

keine

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Warnhinweise

Das ätherische Öl sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.


Durch den Gehalt an Furanocumarinen kann bei Kontakt des frischen Pflanzensaftes mit der Haut in Verbindung mit Sonnenlicht entzündliche Hautveränderungen ausgelöst werden (Phototoxizität).

 

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