auch:

Bergfieberwurzel
Bitterwurz
Fieberwurzel
Hochwurzel

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Botanischer Name

Familie: Enziangewächse ( Gentianaceae )

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Verwendete Pflanzenteile

Wurzel, Blätter, Blüte

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Sammelzeit

während der Blüte

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Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält Alkaloide, Berberin und blausäurebildendes Glycosid.

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Beschreibung

In Deutschland steht Enzian unter Naturschutz und darf daher nur aus Anbaugebieten verwendet werden. In anderen Ländern, beispielsweise den Balkanländern, dürfen auch wild wachsende Pflanzen gesammelt werden.

 

Die Pflanze wird etwa 5-10 cm hoch. Der Stengel ist kurz, an seinem Ursprung befindet sich eine Blattrosette. Die Blütenglocke leuchtet in einem kräftigen blau. Die Blütezeit liegt zwischen April und August.

Die Pflanze kommt in den Alpen auf einer Höhe von 1000-2000 Meter vor. Sie gedeiht auf Felsen und Kurzrasen mit einer Kalkunterlage.

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Heilwirkung

Wegen der in der Enzianwurzel enthaltenen Bitterstoffe werden Zubereitungen zur Anregung der Verdauung bei Völlegefühl, Blähungen und bei Appetitlosigkeit eingesetzt.

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Anwendungsbeispiele innerlich

Tee:
Ein halber Teelöffel (1 g) Enzianwurzel  wird mit ca.150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Die Droge kann auch kalt angesetzt und kurz aufgekocht werden. Zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten eine Tasse kalten oder mäßig warmen Tee trinken.

Tagesdosis:
Entsprechend 2 bis 4 g Droge.

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Anwendungsbeispiele äußerlich

keine

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Verwendung in der Küche

Enzianschnaps dient als Digestif.

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Sonstige Tipps

keine

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Warnhinweise

Durch Reizung der Geschmacksnerven kommt es reflektorisch zu einer Zunahme der Speichel- und Magensaftsekretion. Daher verbietet sich die Anwendung bei Personen mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren

Bei einzelnen entsprechend veranlagten Personen können gelegentlich Kopfschmerzen auftreten.

 

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