es qualmt...

              "Aufsteige mein Geist wie Weihrauch vor ein Angesicht"

Das Räuchern mit Kräutern ist eine sehr alte Methode.

Zunächst diente es wohl religiösen oder zeremoniellen Zwecken, später wurde es auch genutzt um Geist und Körper anzuregen..

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Rübezahl  stellt Euch auch diese Methode der Heilpflanzennutzung wertfrei vor.

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Allgemeines

Räuchern kann heilen, entspannen, Meditation und Gebet unterstützen, Träume verstärken oder Visionen hervorrufen. Es gehört zu den ältesten Heilanwendungen der Menschen. Der Duft spielt dabei eine wichtige Rolle. "Magische Dutkreationen" reinigen die Psyche und lenken von irdischen Sinnen ab.  Vor allem im Altertum wurden Wohlgerüchen durch Verbrennen entsprechender Pflanzenteile verbreitet - durch Räucherungen.

Die Römer schickten ihre Bitte "per fumum", durch Rauch, nach oben zum Himmel und so wurde mit dem Räuchern bei der Verehrung und bei Opferfeiern eine Verbindung zu den Göttern hergestellt. Daher leitet sich der Begriff "Parfüm" ab.  Duft- und Räucherstoffe wurden oft auch sehr freigiebig benutzt. Bei der Bestattung von Herodes sollen 5000 Sklaven mit Räucherwerk vorangegangen sein.  Im Christentum des Mittelalters war das Räuchern den Heiligen und der Verehrung Gottes vorbehalten (Weihrauch- und Styraxverbrennungen). Nicht nur deshalb, sondern auch wegen mangelnder Hygiene stank es in den wachsenden Städten des Mittelalters zum Himmel. Seuchen wurden mit "Pestrauch" - auch "Angstrauch" genannt - bekämpft. Dabei verwendete man Wacholder- und Sandelholz, Thymian, Salbei, Lorbeer und Rosmarin. Unsere Vorfahren wußten, daß das Verräuchern bestimmter Kräuter die Luft reinigen und Atmosphäre schaffen kann. So räucherten sie auch an bestimmten Tagen des Jahres und an wichtigen Ereignissen im Leben wie Geburt, Hochzeit, Krankheit und Tod.
Räucherungen dienten schon in der Antike im Liebesleben sowohl als Lock- oder Verführungsmittel zum Wecken der Sinne als auch zur Steigerung der Liebesgefühle und nicht zuletzt zur Erhaltung der Liebesgemeinschaft. Traditionell "reinigte" man u. a.  erst einmal die Luft des Liebesgemachs, dann begann man mit den Dufträucherungen. Für eine "Liebesräuchermischung" eignen sich Rosenblüten, Zimt, Rosmarin, Sandelholz und Zitronenschale.

Vor allem in der dunklen Jahreszeit dankt man für die Ernte mit Räucherwerk, gedenkt an Allerseelen und Allerheiligen der Toten und zur Wintersonnenwende wird mit dem Rauch das Licht begrüßt. An Maria Lichtmeß reinigt man sich mit dem Rauch, am Karfreitag auch Stall und Hof. Im Alpenraum wurde vor allem in den sogenannten Rauhnächten oder Rauchnächten geräuchert. 

Geschichte des Räucherns

Die Geschichte des Räucherns ist so alt wie Menschheit selbst.
Die Fähigkeit, ein Feuer zu entzünden, ist ca. 40 000 Jahre alt und seit dieser Zeit genossen es die Menschen, darum zu sitzen und die wohltuende Wärme zu genießen.
Damit einhergehend, stiegen mit dem Feuer, in dem ja verschiedene Sorten Holz verbrannt wurden, auch wohltuende Dämpfe auf. Dies war der Beginn des Räucherns.
 
Die verschiedenen Gerüche, die das Feuer verströmte, versetzte die Menschen in unterschiedliche Stimmungen.  Als man zudem die unterschiedlichen Heilwirkungen der Pflanzen und Bäume kennenlernte, wurde das Räuchern zunehmend zu einem Ritual.  Man setzte es gegen Krankheiten, diverse Geister und bei bestimmten Stimmungen ein.  Die Menschen damals besaßen ein weitaus innigeres Verhältnis zur Natur und konnten so die Gerüche bedeutend intensiver wahrnehmen.
 
Auf diese Art entstanden die unterschiedlichsten Räucherzeremonien bei den verschiedensten Bevölkerungsgruppen.
Im alten Ägypten, Griechenland und Rom betrieb man regen Handel mit Räucherkräutern und konnte dadurch zu großem Wohlstand gelangen.
Auf der bekannten Weihrauchstraße wurden z.B. Myrrhe und Weihrauch zwischen Afrika, Arabien und Europa transportiert.
 
Die Kunst des Räucherns begleitete die Menschen auf allen wichtigen Stationen ihres Lebens: zur Vorbereitung von Hochzeiten, zum Reinigen, zur Bestattung,
Heilung von Krankheiten und zur Huldigung der Götter. Im Rauch wurden auch Orakel befragt. Es hieß, daß die Seele der Pflanzen mit dem Rauch aufsteigt.
 
Noch heute wird in vielen Teilen der Welt zeremoniell geräuchert - so auch in Indien,  Tibet und bei indianischen Stämmen. Letztere nehmen über Räucherzeremonien sogar Kontakt zu ihren Vorfahren auf und suchen darin den Sinn des Lebens.


Im Laufe der letzten Jahrhunderte haben die Menschen mehr und mehr den Kontakt zu der Natur verloren und der Fortschrittsglaube entfremdet die Menschen mehr und mehr von ihren Wurzeln.
So ist es nicht verwunderlich, daß die Kunst des Räucherns auch bei uns in Vergessenheit geraten ist.
 
Die Zeremonie des Räuchern erfordert Ruhe und Entspannung - eine nicht besonders gut angesehene Eigenschaft in unserer schnellebigen Zeit.  Zeit zu besitzen, nicht "im Streß" zu sein, ist vielen Menschen sogar unangenehm.
 
Räucherdüfte wirken auf den gesamten Menschen - den Körper, die Seele und das Unterbewußtsein.
Der Rauch, der bei dem Verbrennen von Kräutern entsteht, läßt den Menschen von der Hektik des Alltags abschalten und hilft ihm, sich auf sich selbst zu besinnen.  Es gibt den Gedanken, daß der aufsteigende Rauch alle Probleme und Sorgen mit ihm aufsteigen läßt und uns so hilft, mit vielen Dingen "fertig" zu werden.
 
Die wissenschaftliche Erklärung für diesen Vorgang liegt darin, daß beim Verbrennen der Pflanze Duftmoleküle freigesetzt werden, die über den Atem in den Körper gelangen.  Die Riechzellen in der Nase werden dabei stimuliert und geben so ihre Botschaft an das Gehirn weiter.  Diese werden dann an die entsprechenden Bereiche im Hormonhaushalt und dem Nervensystem weitergeleitet.  In logischer Konsequenz entstehen daraus entsprechende Gefühle und Stimmungen.

Anleitung

Die bekannteste Methode des Räucherns ist das Verbrennen von Räucherstäbchen.
Dies soll aber hier außer acht gelassen werden, da wir uns auf das aktive, konzentrierte Verbrennen von Kräutern konzentrieren wollen.
Dazu benötigt man folgende Utensilien:
 
Eine Schale oder Untertasse, ein wenig Sand, Räucherkohle (erhältlich z.B. bei "Spinnrad" u.ä. Geschäften), eine kleine Zange, 1 Teelicht, 1 Feder und getrocknete oder frische Kräuter.
 
Die Praxis sieht folgendermaßen aus:
Man schüttet ein wenig Sand auf die Schale, so daß der Boden bedeckt ist.  An den Rand der Schale stellt man das Teelicht und entzündet es.  Nun wird die Räucherkohle mit der Zange aufgenommen und über dem Teelicht zum Glühen gebracht.  Man legt sie in der Mitte des Sandes ab und fächelt mit der Feder Luft zu, daß die Kohle durch und durch glüht.  Nun legt man die getrockneten oder frischen Kräuter in die Mulde der Räucherkohle und verteilt mit der Feder den aufsteigenden Rauch.
Man sollte sich für diesen Prozeß sehr viel Ruhe und Zeit nehmen.

Wirkung und Räuchermischungen

Es eignen sich grundsätzlich alle Kräuter zum Räuchern. Sie lassen sich sowohl frisch als auch in getrocknetem Zustand verwenden.
Der Duft von frischen Kräutern ist oftmals intensiver, dafür flüchtiger.
 
Hier eine kleine Auswahl:
 
Beifuß (Artemisia vulgaris)
 
Bei dem Räuchern mit Beifuß setzt eine Reinigung des Körpers und des Geistes ein.  Es bietet sich an in Situationen, in denen man sich von alten Problemen lösen und neu anfangen will.  Auch in Momenten, in denen man eine wichtige Entscheidung fällen will und noch unsicher ist, welche die richtige ist, hilft Beifuß, zu seinem Unterbewußtsein vorzudringen und sich darüber klar zu werden, was man eigentlich möchte.  Mit Beifuß lassen sich Schutzräucherungen durchführen.  Erstaunlicherweise wirkt der Rauch auch sexuell stimulierend und kann auch zu Traumräucherungen verwendet werden.
 
Kamille (Chamomilla recutita)
 
Ebenso wie Kamille in ihrer bekannten Wirkung auf vielseitige Art den Menschen heilt, wirken auch die verräucherten Kamillenblüten auf ungemein positive Weise:
Sie lassen sich einsetzen bei Ärger und Problemen, Trauer und Wut.
Der Rauch der Kamille wirkt besänftigend und ausgleichend.
 
Melisse (Melissa officinalis)
 
Die gute Melisse, welche uns als Tee beruhigt und neue Kräfte schenkt, stärkt als Räucherkraut unsere Abwehrkräfte gegen vielerlei negative Einflüsse und gibt uns neuen Mut.  Sie erfrischt den Geist.  Auch bei Erfolglosigkeit (in welcher Hinsicht auch immer) ist sie eine gute Freundin.
 
Pfefferminze (Mentha x piperita)
 
Die erfrischende Minze eignet sich besonders gut in frischem Zustand für Räucherungen.  Ihr Duft ist deutlich intensiver. Daher bietet sie sich auch dazu an, mit ihrer Hilfe den Geist zu klären.
Sie eignet sich für Chakrenräucherungen.  Sie beruhigt und wirkt dabei auf unser Nervensystem.  Hat man das Gefühl, die eigene Wohnung atmosphärisch "reinigen" zu müssen, bietet sich ebenfalls Minze an.
 
Lorbeer (Lauris nobilis)
 
Der stolze Lorbeer klärt den Geist des Menschen.  So wie der Lorbeerkranz besonders erfolgreichen Menschen aufgesetzt wurde, hilft er uns, unsere Konzentration zu fördern, um unser Leistungspotential voll auszuschöpfen.
Wie auch die Pfefferminze eignet er sich für Reinigungsräucherungen.
In der Antike wurde Lorbeerrauch dazu benutzt, sogenannte Geistererscheinungen festzuhalten und sich dadurch dienlich zu machen...

Wintermischung

Weihrauch

Mastix

Zimtblüte

Tannennadeln

Nelken

Sandark

Eschensamen

Liebesräucherung

besteht aus:

Styrax, Benzoe, Beifuß, Salbei, Rose.

besteht aus:

Lorbeer, Bilsenkraut, Alraune, Copal, Beifuß

besteht aus.

Engelwurz, Fichtenharz, Wermut, Eisenkraut, Salbei.

 

Natürlich unterstehen auch Räucherungen einen jeweiligen Ritual.

Auch sind Harze und Kräuter Mondphasen zu geordnet.

Erkältungsräucherung

Verschafft Erleichterung, eine Heilräucherung, sie klärt und unterstützt

damit die Fähigkeit den Sinn der Erkrankung zu erkennen.

 

Nimm:

Nelken, Wachholder, Thymian, Zimtstangen,

Zitronenmelisse,Myrrhe , Mistel, Honig,

Pfefferminze, Eukalyptus.

Geld und Geschäfte

Für materielle Sachen, Verbesserung  des Lebens,

 

Zeder, Waldmeister, Mosse, Pinie,

Sassafras, Petersilie,

Für eine bessere Konzentration

Patchouli-Öl

Pfefferminzöl  oder Bachminze-Kraut

Zirbenkiefer-Öl

Ephedra-Kraut

Für einen guten Schlaf

Bitterorange-Öl

Kontakt zur Anderwelt

Kleefarn

Moschus

Safran

Roter Styrax

Reinigung

Bachminze-Kraut

Bärenklau-Kraut

Koriander (tote Frucht)

Für Heilzwecke

Myrrhe

Gewürznelken

Rosmarin

Für Intuition

Drachenblut-Pulver (es ist schwer zu bekommen oder meist

unheimlich teuer, aber es lohnt sich) bitte Drachenblut nicht

allein räuchern, sondern nur in Mischungen.

Styrax-Körner

(riecht unheimlich gut und hilft dem Geist für

die seelische Einheit auf die Sprünge)

Für Astralreisen

Sandelholz

Beifuß

Benzoeharz

Diptam

Zum Hellsehen

Mastixharz, Kalmus u. Beifuß

oder:

Mastixharz, Patchouli, Zimt,

Wacholder u . Sandelholz

oder:

Beifuß u. Wermut

"Magische Düfte"

Aloe - Liebe,

Basilikum - Exorzismus, Schutz,

Jasmin - Liebe

Lavendel - Liebe,

Minze - Heilung, Ruhe,

Myrrhe - Reinigung,

Patchouli - Meditation, Fruchtbarkeit, Sex,

Rosmarin - Reinigung,

Sandelholz - Abwehr, Schutz,

Thymian - Reinigung, Heilung,

Vanille - Liebe, Sex,

Zederholz - Reinigung, Liebe,

Zimt - Schutz,